Samstag, 3. Juli 2010

FIFA-WM, Viertelfinale: Wer soll diese deutsche Mannschaft noch schlagen?

Argentinien - Deutschland 0:4 (0:1)
So hatte sich Diego Maradona die Revanche für 2006 sicherlich nicht vorgestellt. Nicht mal 3 Minuten dauerte es, da waren die Gouchos schon zurück. einen Freistoß von Schweisteiger köpfte Müller zum 1:0 ein. Danach dominierte die Mannschaft von Jogi Löw lange das Spiel. Argentinien kam erst nach einer halben Stunde ins Spiel, aber die deutsche Defensive hatte meist alles im Griff. Nach der Puase nahm der Druc der Gouchos zu. Die Deutschen verloren nun viel zu schnell den Ball und es schien eine Frage der Zeit, bis Argentinien ausglich. Aber es kam anders. Aufopferungsvoll waren sich die Deutschen inklusie Miroslav Klose in die Angriffswogen der Südamerikaner. Und es kam die Sicherheit der ersten Halbzeit zurück. In der 67. Minute erkämpft Müller vor dem argentinischen Strafraum den Ball zurück und spielte ihn im Sitzen zu Podolski. Dessen Pass in die Mitte musste Klose nur noch über die Linie drücken. Nun brach Argentinien komplett auseinander. Es war jetzt ein Klassenunterschied, den die Deutschen dann durch Arne Friedrich (sein erstes Länderspieltor!/74.) und nochmal Klose (sein 14. WM-Treffer - Gleichstand mit Gerd Müller!/88.) auch zahlenmäßig untermauerten.
Es war eine bärenstarke Leistung des DFB-Teams. Die zukünftigen Gegner dürfen schon mal Angst bekommen.

Deutschland spielte mit: Neuer 2, Lahm 2,5, Mertesacker 1,5, Friedrich 2, Boateng 2 (72. Jensen) - Khedira 3 (77. Kroos), Schweinsteiger 1 - Müller 2 (84. Trochowski), Özil 3,5, Podolski 2 - Klose 1,5

Kleiner Wermutstropfen: Thomas Müller bekam nach einem unglücklichen Handspiel die Gelbe Karte. Eine sehr harte Entscheidung. Für Müller war es die zweite Gelbe, also muss Joachim Löw im Halbfinale auf den Münchner verzichten.

Paraguay - Spanien 0:1 (0:0)
Die Spanier taten sich gegen defensiv gut organisierte Südamerikaner sehr schwer. Das Spiel verlief insgesamt sehr zäh. Mitte der zweiten Halbzeit verschoss erst Paraguay, dann Spanien je einen Elfmeter. Die Torhüter hielten die jeweils nicht gut gescossenen Tore. Erst durch die Hereinnahme von Fabregas wurde das spanische Spiel etwas besser. Das entscheidende Tor schoss Villa erst 7 Minuten vor dem Abpfiff. Vor diesen Spaniern müssen die DFB-Kicker keine Angst haben.

Niederlande - Brasilien 2:1 (0:1)
Der Topfavorit ist ausgeschieden. Die Mannschaft von Carlos Dunga begann gut und ging schon nach 10 Minuten in Führung. Ein Pass von Felipe Melo ins Herz der niederländischen Deckung, Robinho startete im richtigen Augenblick und traf. Die Niederländer blieben danach bei ihrer defensiven Grundordnung, die Brasilianer kontrollierten die Führung und hatten Chancen zur Resultatserhöhung.
Ganz anders lief das Spiel nach der Pause. Nach einem dicken Abwehrpatzer kam das Oranje-Team völlig überraschend zum Ausgleich. Eine Flanke von Sneijder verlängerte Felipe Melo vor seinem Torwart Julio Cesar ins eigene Tor (53.). Die Brasilianer blieben zwar das tonangebende Team, kamen aber zu wenigen Chancen. Die Niederländer setzten ihre Gegenstöße nun zielstrebiger und kamen nach einer Ecke durch einen Sneijder(!)-Kopfball zur Führung (68.). Ein zweites Mal war die brasilianische Abwehr an diesem Tag nicht im Bilde. In der 73. Minute leistete dann Felipe Malo seiner Mannschaft einen Bärendienst und trat den am Boden liegenden Robben. Schiedsrichter Yuichi Nishimura (JP) hatte keine andere Wahl - Platzverweis für den Brasilianer. In der Schlussphase rannte die Selecao noch einmal an, die Elftal verteidigte aufopferungsvoll und rettete den Sieg über die Zeit.

Uruguay - Ghana 5:3 (1:1, 1:1, 0:1) n. E.
Glückliches Weiterkommen der Südamerikaner. Gyam hätte Ghana in der Verlängerung ins Halbfinale schießen können. Er setzte in der 120. Minute einen Strafstoß an die Latte. Ansonsten war es ein mäßiges Spiel, bei dem Uruguay leicht feldüberlegen war. in der Verlängerung hätte sich Ghana dann eigentlich den Sieg verdient.



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