Freitag, 5. November 2010

Boxen: Der Zirkus geht bis ins Präsidium

Wer bisher dachte, der größte Zirkus sei der Psychoterror der Boxer vor dem Kampf, der dürfte nun eines Besseren belehrt sein.
Denn bei der WBC-Convention kam es zu einem Eklat. Es wurde entschieden, ob Vitali Klitschko vor der Pflichtverteidigung noch eine freiwillige Titelverteidigung machen darf.
Klitschko möchte gern im März noch eine freiwillige Titelverteidigung machen. Das läuft gegen die Pläne von Ahmet Öner und Don King, die am 17. Dezember den Kubaner Odlanier Solis und den Amerikaner Ray Austin um die Herausforderung des Weltmeisters boxen lassen wollten. In der Convention waren die meisten gegen Klitschkos Kampfwunsch und schlugen sich auf die Seite der beiden Boxpromoter. Dann stellte sich WBC-Präsident Jose Sulaiman auf die Seite von Klitschko trat, als es keine Einigung gab, kurzerhand zurück. Später kam der Rücktritt vom Rücktritt und die Einigung. Klitschko muss spätestens 100 Tage nach dem Kampf der Herausforderer gegen den Sieger boxen.
Und was brachte das Theater? Schlagzeilen für die WBC.

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