Samstag, 15. Januar 2011

Dakar 2011: Carlos Sainz zeigt nochmal seine Klasse

Buenos Aires kommt näher. Heute stand schon die vorletzte Etappe auf dem Programm. Von San Juan nach Cordoba waren nochmal 678 km zu absolvieren. Die ersten 100 km sind nochmal sandig. Der Auftakt sollte der spannendste Teil der heutigen Prüfungen werden. Apropos Prüfung: Die war heute für Autos, Motorräder und Quads 555 km lang. Bei den Trucks kamen nur 266 km in die Wertung,

Autos
Carlos Sainz zeigte heute nochmal sein ganzes Können und gewann nochmal eine Etappe. Nach der gestrigen Pleitenetappe mit einem abgerissenen Rad, konnte den Spanier heute auch ein Reifenschaden nicht stoppen. Die vier großen dieser Dakar waren auch heute die schnellsten. Giniel de Villiers wurde Zweiter (+ 2:43 min) und hielt den wohl sicheren Dakarsieger Nasser Saleh al-Attiyah auf Distanz (+ 6:11). Knapp dahinter Stephane Peterhansel (+ 6:55). Der Franzose hatte wie schon auf der gesamten Dakar technische Probleme. Zweimal war ein Reifenwechsel angesagt, am Ende überhitzte auch wieder der BMW-Motor.
Vor dem morgigen Finale führt Nasser al-Attiyah 48:21 min vor Giniel de Villiers.
Matthias Kahle hat seinen zehnten Platz verteidigt. 5 Sekunden hat er auf seinen ärgsten Verfolger Erik van Loon gewonnen. Für´s Finale hat der Görlitzer knapp 15 Minuten Vorsprung. Auch Platz 14 finden wir derzeit Stephan Schott. Einige Fahrer sind aber noch auf der Stecke.

Bei den Motorrädern hat Cyril Despres heute weitere 37 Sekunden auf den Gesamtführenden und heutigen Tagessieger Marc Coma verloren. So geht der Sieger von 2006 und 2009 mit 16:36 min Vorsprung auf den letzten Ritt gen Buenos Aires.
Daniel Schröder hat es tatsächlich noch geschafft. Der KTM-Pilot verbesserte sich auf Platz 49. Top-50 für den Debütanten. Eine starke Leistung. Auch Jan Vesely verbessert sich weiter. Sein 61. Platz ist auch etwas besser als der 62. Platz im Vorjahr.

Nur noch 14 Quads gingen heute ins Rennen. Tagessieger wurde wurde der Franzose Christophe Declerck, der in der Gesamtwertung auf Platz drei liegt. Alejandro Patronelli hielt sich zurück, führt aber die Gesamtwertung weiter mit 58 Minuten vor Sebastian Halpern an.

Zwischenzeitlich machte es ja Wladimir Schagin bei den Trucks mal ein bisschen spannend. Das ist aber lange vorbei. Auch wenn es diesmal nicht die 9 Etappensiege der letzten Dakar geben wird, sieben und damit mehr als die Hälfte aller Etappen sind es auch diesmal geworden. Und eine kann ja noch hinzu kommen. Heute gewann der Zar mit 48 Sekunden vor Firdaus Kabirow, der in der Gesamtwertung aber aussichtslos mit 31 Minuten zurückliegt.
Franz Echter nahm heute seinem Konkurrenten um Platz vier, Ilgizar Mardejew, 1:37 min ab. Der Deutsche hat noch 2:24 min Rückstand. Das kann nochmal eine spannende Schlussetappe geben.
Den 10. Platz dürfte Mathias Behringer sicher haben. Während der deutsche MAN-Pilot mit der neuntbesten Tageszeit eine gute Leistung zeigte, verlor Verfolger Yoshimasa Sugawara viel Zeit. So hat Behringer jetzt einen neuen Verfolger: Martin van den Brinck (NL), aber der hat mehr als eineinhalb Stunden Rückstand...

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