Sonntag, 13. März 2011

Der Hamburger SV handelt, Schalke-Aufsichtsrat tagt am Mittwoch

Auch ich habe ja die Handlungsfähigkeit des Hamburger SV schon angezweifelt. Aber der HSV handelt. Nach dem 0:6 bei Bayern München handelt der HSV wenig originell: Er entlässt Trainer Armin Veh und tut dem Sportlehrer damit wohl etwas Gutes. Ob die Entlassung von Armin Veh auch für den Hamburger SV etwas Gutes hat, darf eher bezweifelt werden, denn die Mannschaft spielte zuletzt wohl weniger gegen den Trainer als vielmehr gegen den am schlechtesten geführten Verein Deutschlands. Wenn man beim HSV überhaupt noch von Führung sprechen kann. Immerhin kam der Vorstand neben der Beurlaubung von Veh noch zu der Entscheidung, das Training in die Hände des bisherigen Assistenten Michael Oenning zu legen. Der trainierte in der Vergangenheit schon den 1. FC Nürnberg recht erfolgreich und stieg mit den Franken 2009 in die Bundesliga auf.

Bei Schalke 04 arbeitet man scheinbar weiter an der Demontage von Felix Magath. Platz 2 in der Vorsaison, das DFB-Pokal-Finale und das Viertelfinale in der Champions League können nicht übertünchen, dass es in der Bundesliga recht holprig läuft. Ausgerechnet jetzt, wo der Klub handeln möchte, legt die Mannschaft aber vorzeigbare Ergebnisse vor. Der Aufsichtsrat trifft sich am Mittwoch trotzdem zu einer Sondersitzung, auf der Magath als Vorstandsmitglie abberufen werden könnte. Dann wäre der Weg frei. Fraglich ist natürlich dass der FC Schalke ohne Felix Magath in den letzten zwei Jahren erfolgreicher gewesen wäre.

Ich befürchte, mit den beiden Krisenklubs werden wir auch in der nächsten Saison viele Seiten füllen können, denn das Problem scheint in beiden Fällen weniger in der sportlichen als in der Vereinsführung zu suchen sein.

Keine Kommentare: