Freitag, 29. April 2011

Fußball: Zwei Absteiger in der österreichischen Bundesliga?

Es ist leider eine österreichische Tradition, dass Traditionsklubs keine Lizenz für die Bundesliga erhalten. Zuletzt traf es Admira Wacker Wien und den Grazer AK 2007. In diesem Jahr haben erst mal der Linzer ASK und Wacker Innsbruck keine Lizenz erhalten. Die Linzer stehen sowieso am Tabellenende, Wacker hat als Tabellensechster sogar noch Chancen auf die Europa League. Drei Punkte fehlen sechs Spieltage auf den SK Rapid Wien, der derzeit Dritter ist.
Bis zum 9. Mai haben die beiden Vereine nun Zeit, gegen die Entscheidung zu widersprechen.

Auch in der Ersten Liga bekamen zwei Vereine die Lizenz verweigert. Davon betroffen sind Spitzenreiter Trenkwalder Admira Wacker Mödling und der Tabellensechste FC Lustenau.

Die genauen Gründe der Lizenzverweigerung darf der Senat 5 der Bundesliga satzungsgemäß nicht veröffentlichen. Dies obliegt den Vereinen.

Der Linzer ASK zeigte sich überrascht. Die Lizenz wurde wegen nicht ausreichend nachgewiesener Einnahmen für das Geschäftsjahr 2011/2012 und des mangelnden Nachweises eines Ausweichstadions verweigert.
Das Stadion habe der Klub fristgeäß nachgewiesen, die Budgetplanung sei konservativer als in dieser Saison vorgenommen worden, verlautbarte der LASK.

Der FC Wacker Innsbruck muss 200.000 € Mehreinnahmen nachweisen. Laut Obmann Plattner wird dies gelingen und so der schriftliche Protest Erfolg haben.

Die Trenkwalder Admira sieht die Lizenzverweigerung als eine "mehr als fragwürdige und sehr bedenkliche Entscheidung". Grund scheint eine Formalie zu sein. Der Senat bemängelt eine "nicht im angeforderten Sinn entsprechende Prüferbestätigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers". Die Admira spricht von Willkür und einem Affront gegen den Klub. Die Admira scheint sich derzeit sowieso verfolgt zu fühlen. Wenn man der Internetstellungsnahme folgt, scheint auch das zuletzt nicht so gute Abschneiden in der Ersten Liga seine Ursache nicht in der sportlichen Leistung zu haben. Die Trenkwalder Admira hat aus den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte geholt und hat nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Verfolger SC Rheindorf Altach.

Beim FC Lustenau fehlen rechtsverbindliche Sponsorenverträge. Das will der Klub in der kommenden Woche nachholen.

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