Montag, 29. August 2011

Leichathletik-WM: Markus Esser verpasst Medaille knapp

Hammerwerfen, Männer
Markus Esser hat eine Medaille knapp verpasst. Für 79,12 m gab es nur Platz 4. Weltmeister ist der Japaner Koji Murofushi, der gleich dreimal über 81 Meter warf und mit 81,24 m gewann. Allerdings wäre er beinahe noch im letzten Durchgang von Krisztián Pars abgefangen worden, aber der Hammer des Ungarn fiel bei 81,18 m. Bronze ging an den Slowenen Primož Kozmus (79,39).



Stabhoch, Männer
Malte Mohr verpasste eine Medaille nur wegen der Zahl der Versuche. Mit 5,85 m wurde er Fünfter, hinter Bronzemedaillengewinner Renaud Lavillenie (F) und dem Vierten Lukasz Michalski (PL). Für den Sieg war die Jahresweltbestleistung von 5,90 m nötig. Pawel Wojciechowski (PL) benötigte dafür einen Versuch weniger als Vize-Weltmeister Lázaro Borges aus Kuba.



Kugelstoßen, Frauen
Trotz Saisonbestleistung (19,26) kam Nadine Kleinert nur auf Platz 8. Der Sieg ging an die Neuseeländerin Valerie Adams, die mit 21,24 m einen neuen Meisterschafts-Rekord stieß. Die Medaillen gingen an Nadzeya Ostapchuk (BLR/20,05) und Jillian Camarena-Williams (USA/20,02).



100 m, Frauen
Gleich vier Läuferinnen liefen unter 11 Sekunden. Carmelita Jeter (USA) gewann in 10,90 s vor Veronica Campbell-Brown (JAM/10,97), Kelly-Ann Baptiste (TRI/10,98) und Shelly-Ann Fraser - Pryce (JAM/10,99).



110 m Hürden, Männer
Jason Richardson (USA) gewann in 13,16 s klar vor Liu Xiang (CHN/13,27) und Andrew Turner (UK/13,44).



400 m, Frauen
Amantle Montsho aus Botswana hat den Titel in neuem nationalen Rekord (49,56) gewonnen. Die Afrikanerin gewann vor Allyson Felix (USA/49,59) und Anastasija Kapachinskaja (RUS/50,24).



In den Vorkämpfen gab es aus deutscher Sicht folgendes zu vermelden:
Jennifer Oeser hat im Kampf um die Siebenkampf-Medaillen einen Rückschlag erlitten. Die Deutsche kam im Kugelstoßen nur auf 13,70 m und wurde insgesamt 15. Noch schlimmer kam es für die bisherige Spitzenreiterin Hyleas Fountain, die regelrecht einbrach. Die Amerikanerin kam nur auf 12,20 m und fiel auf Platz 5. Die bisher Zweite Jessica Ennis (UK) kam auf eine Weite von 14,67 m. Die größte Weite schaffte Austra Skujyte (LIT) mit 16,71 m. Natalia Dobrynska (UKR) kam auf 16,14 m. Eine starke Leistung brachte Julia Mächtig, die mit ihrer Saisonbestweite von 15,24 m die drittbeste Weite warf. Lilli Schwarzkopf kam auf 14,89 m. Nach drei Wettbewerben führte Jessica Ennis (3026 P.) vor Austra Skujyte (3014) und Natallia Dobrynska (3013). Jennifer Oeser (2865) viel auf Platz acht zurück, Lilli Schwarzkopf (2860) war Neunte, Julia Mächtig (2812) Zwölfte.
Nach dem vierten Wettkampf, dem 200 m-Lauf, kann Jennifer Oeser nun die anvisierte Medaille ganz vergessen. In schwachen 24,58 s wurde sie Elfte und war damit immer noch die beste aus dem DLV-Aufgebot. Julia Mächtig lief die 200 m in 25,54 s, Lilli Schwarzkopf in erbärmlichen 25,82 s. Nur zwei Läuferinnen waren noch langsamer. An der Spitze baute Jessica Ennis ihre Führung weiter aus. Die Britin lief in 23,27 s die beste Zeit. Natallia Dobrynska lief nur 25,35 s, Austra Skujyte brach mit 26,04 s ein. Dafür kann sich nun Hyleas Fountain (23,96) wieder Hoffnungen machen.
Nach dem ersten Tag führt nun Jessica Ennis (4078 P.) vor der Russin Tatjana Schernowa (3927), die die 200 m in 23,50 s absolvierte, Hyleas Fountain (3887) und Natallia Dobrynska (3868). Jennifer Oeser (3791) verbesserte sich auf Platz 7. Geht da doch noch was? Lilli Schwarzkopf (3673) ist 13., Julia Mächtig (3650) ist 15.

Über 100 m der Damen flog im Halbfinale auch die letzte Deutsche raus. Yasmin Kwadwo lief 11,54 s und wurde in ihrem Lauf nur Siebte. Die beste Zeit lief die Amerikanerin Carmelita Jeter in 11,02 s. Shelly-Ann Fraser - Pryce (JAM) lief 11,03 s. Es könnte ein spannendes Finale werden, denn auch Kelly-Ann Baptiste (TRI/11,05) und Veronica Campbell-Brown (JAM/11,06) hinterließen einen guten Eindruck.

Willi Mathiszik ist als langsamster in 13,81 s über 110 m Hürden ausgeschieden. Die mit Abstand schnellste Zeit im Halbfinale lief der Amerikaner Jason Richardson in 13,11 s.

Im 400 m-Halbfinale der Herren lief LaShawn Merritt (USA) in 44,76 s die mit Abstand beste Zeit.

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