Dienstag, 10. Januar 2012

Rallye Dakar, 9. Etappe: Zweikampf Despres - Coma bleibt spannend - Al-Attiyah gibt auf

Abwechslungsreich umschreibt die Wertungspiste wohl ganz gut. Die Strecke stieg 1000 m an, danach gab es rasante Abfahrten. Der Untergrund war abwechslungsreich: Schotter, Schlamm, Asphalt, Sand - es gab von allem etwas. 556 km waren zu absolvieren, dazu kam ein kurzes 5 km langes Verbindungsstück. Zusätzlicher Kick auf dem zweiten Abschnitt des geteilten Prüfung: Es gab nur wenige Orientierungspunkte, was die Navigation erschwerte.



Die Dakar ist sicher eines der größten Abenteuer der Welt. Anders als zum Teil behauptet, sind die Sicherheitsvorkehrungen sind beispielhaft





So, nach so viel Atmosphäre die harten Fakten zur 9. Etappe.

Motorrad
Bei den Bikes geht der Zweikampf zwischen Marc Coma und Cyril Despres weiter. Die Führung von Coma hielt genau einen Tag, denn heute gab es erneut einen Wechel an der Spitze. Vorteil von Cyril Despres war vielleicht, dass er erst als Siebter von insgesamt 120 Athleten an den Start gehen musste. So war die Navigation natürlich ein bisschen einfacher als für Marc Coma, der als Vortagessieger zuerst an den Start gehen musste. Und so kam Despres zu seinem 29. Tagessieg bei der Dakar und nahm seinem KTM-Markenkollegen fast vier Minuten ab. "Es fühlt sich gut an. Nach einem schwierigen Tag wie gestern kommen die Zweifel. Man muss wieder in den Tritt kommen. Im Kopf war das nicht einfach, aber ich bin mit meinem Tag sehr zufrieden", so der Sieger. Der Franzose führt in der Gesamtwertung mit 2:28 min Vorsprung. Weiter gut hält sich der Portugiese Helder Rodrigues, der mit einer knappen Stunde Rückstand Dritter ist und auf den Vierten, seinen Landsmann Paulo Gonclaves schon 27 Minuten herausgefahren hat.
Weiter auf dem Vormarsch ist der erst 21-jährige Daniel Schröder. nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der KTM-Pilot schon auf Platz 25 geschoben.

Autos
Licht und Schatten gab es heute bei Hummer. Robby Gordon konnte seinen ersten Etappensieg bei der diesjährigen Dakar einfahren, während Nasser al-Attiyah das Ziel nicht erreichte. Dem Katari wurde wieder ein technischer Defekt am Hummer zum Verhängnis. Diesmal gab es Probleme mit dem Keilriemen, die offenbar nicht reparabel waren. So stieg der Titelverteidiger aus der Rallye aus. Der einzige, der einigermaßen mit Robby Gordeon mithalten konnte, war Gesamt-Spitzenreiter Stéphane Peterhansel, der 98 Sekunden verlor. Damit fiel der Vorsrung des Franzosen auf knapp sechs Minuten. Boden verloren hat heute der Pole Krzysztof Holowczyc, der nun schon fast 17 Minuten Rückstand hat. Nani Roma folgt mit 19,5 Minuten Rückstand. Weiter auf Platz fünf liegen Giniel De Villiers und Dirk Von Zitzewitz, allerdings haben die beiden schon 54 Minuten Rückstand auf Peterhansel.



Trucks
Bisher sind erst vier Trucks im Ziel. Vorn drei IVECO, die auf den Vierten, den KAMAZ von Artur Ardavichus fast neun Minuten herausgefahren haben. Unter den IVECO finden wir auch den Gesamtspitzenreiter Gerard De Rooy, der heute hinter dem Sieger Miki Biasion und Hans Stacey auf Platz drei fuhr. Der Niederländer wird seine Führung stark ausbauen. TATRA-Pilot Ales Loprais ist noch nicht im Ziel.

Quads
Bei den Quads bleibt es langweilig. Titelverteidiger Alejandro Patronelli gewann heute die zweite Etappe und baute den Vorsprung auf seinen Bruder Marco weiter aus. 1:20 Stunden sind es nun schon. Heute kamen nämlich wieder 62 Sekunden hinzu. Und der dritte Argentinier, Tomás Maffei? Der verlor heute als Dritter gleich 44 Minuten.

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