Der 2. Tag der Rallye Dakar führte die Sportler in das Landesinnere Argentiniens über die grauen Dünen von Nihuil. Motorrad- und Quad-Piloten mussten schon 5 Uhr in der Nacht starten, denn es war ein sehr langes Verbindungsstück zu fahren. Die Autos gingen knapp zwei Stunden später auf die Reise. Die Wertungsstrecke bot vor allem harten Untergrund, was hohe Geschwindigkeiten brachten, die den Piloten hohe Konzentration abverlangte. Am Ende verlangsamte sich das Tempo deutlich, als es über die Dünen ging. Auf der Fahrt von Santa Rosa de la Pampa nach San Rafael legten die Sportler 295 km Wertungsstrecke und 487 km Verbindungsstück zurück.
Auto
Die wichtigste Frage vor dem Start war, wird das Auto von Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah rechtzeitig fertig. Gestern gab der der Motor seines Hummer kurz vor Ende der Wertungsprüfung den Geist auf und das Fahrzeug musste ins Lager geschleppt werden. Die Mechaniker bekamen das Auto aber startklar. Allerdings war es heute trotzdem kein Zuckerschlecken für den Mann aus Katar, denn er musste von Position 38 starten und hatte so viel Staub vor sich. Das hielt Al-Attiyah allerdings nicht davon ab, heute Tagesbestzeit zu fahren und sich so in der Gesamtwertung auf Platz vor zu kämpfen. Die Überraschung am gestrigen Tag war sicher der Sieg des Russen Leonid Nowitzki. Heute verlor er mit seinem Mini über 12 Minuten auf den Sieger und fiel auf Platz acht zurück. Und so war der Weg frei für den Rekordsieger der Dakar, Stéphane Peterhansel, der heute nur 54 Sekunden hinter Nasser Al-Attiyah ins Ziel kam und so die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Die Konkurrenz hat schon mindestens 2:28 min Rückstand. Da liegt Hummer-Pilot Robby Gordon, der 2009 schon einmal Dritter wurde. Auch heute kam der US-Amerikaner auf Platz drei. Krzysztof Holowczyc (PL) verlor im Mini ein bisschen Boden und ist in der Gesamtwertung mit 2:33 min nun Dritter. Gut läuft es auch weiter für den Südafrikaner Giniel De Villiers und seinen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz, die sich mit ihrem völlig neu konzipierten Toyota mit 3:49 min Rückstandauf Platz vier folgen. Auf Platz 5 folgt der dritte Mini mit dem Spanier Nani Roma. Stefanie Manns hat Boden gewonnen und wird auf Platz 88 geführt. Stephan Schott, gestern auf Platz 29 geführt, habe ich in den Ergebnislisten noch nicht gefunden.
Motorrad
Bei den Motoradfahrern geht der Sieg nur über den Vorjahressieger Marc Coma. Der Spanier fuhr der Konkurrenz davon und distanzierte Cyril Despres um mehr als eine Minute. Der Franzose verbesserte sich mit 2:52 min Rückstand auf Platz drei. Dazwischen rangiert noch der Chilene Francisco Lopez, der mit dem heutigen vierten Platz unter Beweis stellte, dass auch er im Vorderfeld erwartet werden kann. Auf Platz drei überraschte heute der Spanier Joan Barreda, der sich damit auch in der Gesamtwertung auf Platz fünf schon. Hier drückt die 5-Minuten-Strafe der ersten Etappe. Insgesamt hat Barreda 8:16 min Rückstand auf den Führenden. Auf Platz vier finden wir den Polen Jakub Przygonski. Er absolviert seine dritte Dakar und hat 4:52 min Rückstand auf den Führenden. Daniel Schröder, einziger deutscher Motorradpilot der diesjährigen Dakar, kassierte heute eine 5-Minuten-Strafe und verbesserte sich trotzdem um einen Platz auf Rang 44. Er hat schon fast 42 Minuten Rückstand auf Marc Coma.
Trucks
Es war nicht der Tag der MAN. Am besten kam noch der gestrige Sieger Marcel Van Vliet (NL) zurecht. Er verlor als Achter fast 10 Minuten auf den Sieger des Tages, Gerard De Rooy (NL), der im Iveco unterwegs ist. Neben den Iveco haben die KAMAZ heute gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der erst 27-jährige Eduard Nikolajew fuhr heute auf Platz zwei und ist nun mit 5:30 min Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Verfolger von Gerard De Rooy. 19 Sekunden langsamer ist der zweite Iveco-Pilot, Hans Stacey (NL). Dahinter folgen dann wieder zwei KAMAZ mit dem am Neujahrstag 25 Jahre altgewordenen Ayrat Mardejew (RUS) und dem Kasachen Artur Ardavichus. Kann in diese Phalanx vielleicht ein Tatra eindringen? Ales Loprais ist derzeit Sechster, allerdings ist der Tscheche bisher bei fünf Starts erst einmal ins Ziel gekommen.
Franz Echter verlor heute viel Zeit und ist mit mehr als 21 Minuten Rückstand nur noch Zehnter. Die Pltzierungen von Matthias Behringer, Klaus Bäuerle und Thomas Wallenwein liegen noch nicht vor.
Quads
Der gestrige Sieg von Sergio La Fuente war keine Eintagsfliege. Der 45jährige aus Uruguay gewann auch heute und ließ die Konkureenz um Welten hinter sich. Am ehesten konnte noch Titelverteidiger Alejandro Partonelli folgen. Der Argentinier hat mit seiner Yamaha aber schon sechseinahlb Minuten Rückstand. Tomás Maffei und Marcos Patronelli (beide ARG) folgen mit fast zehn Minuten Rückstand.
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