Verfahren war auf der vierten Etappe nicht so leicht wie gestern, denn alle Fahrzeuge absolvierten die gleiche Strecke. Auf dem Weg von San Juan nach Chilecito hatten die 140 Autos, 156 Bikes, 71 Trucks und 25 Quads eine 326 km lange Sonderprüfung zu absolvieren. Dazu kamen 424 Verbindungsstück. Die Strecke führte unter anderem durch die atemberaubenden Canyons in der ProvinzLa Rioja, wo auch das Ziel lag. Die Wertungsstrecke bestand aus einen hohen Schotteranteil. Dazu kam schlammige, matschige Erde. Außerdem ging es hoch hinaus, bis auf 3.400 m.
Autos
Er galt schon vor dem Start der diesjährigen Dakar als einer großen Favoriten: Rekordsieger Stéphane Peterhansel. Nach den Problemen am gestrigen Tag, kam der Franzose heute ohne Probleme über den Parcours und ließ die Konkurrenz mehr als fünf Minuten hinter sich. Damit übernahm Peterhansel mit seinem Mini auch in der Gesamtwertung die Führung. Härtster Kontrahent ist Giniel De Villiers, der heute mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz auf Platz 3 fuhr und in der Gesamtwertung 5:41 min Rückstand hat. Dahinter halten sich Nani Roma und Krzysztof Holowczyc ordentlich. Beide haben unter zehn Minuten Rückstand. Krzysztof Holowczyc war heute als Spitzenreiter gestartet und verlor auf Peterhansel fast 11 Minuten. Titelverteidiger Nasser Al Attiyah hatte im Schlamm des Schlussabschnitts der Prüfung seine liebe Mühe und verlor heute fast 27 Minuten. In der Gesamtwertung hat der Mann aus dem Katar schon 30 Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf der Überholspur scheint der Argentinier Orlando Terranova zu sein. Der Toyota-Pilot kam heute auf Platz zwei. Nach Platz 38 nach Etappe zwei verbesserte sich der Argentinier auf Platz 18. Zwischen ihm und Stéphane Peterhansel liegen aber schon 1,5 Stunden. Knapp zwei Stunden verlor heute die junge Deutsche Stefanie Manns und ist damit gute 61. Stephan Schott, gestern auf Platz 117, fuhr heute weit nach vorn und verlor nur knapp 53 Minuten. Der Hesse liegt nun auf Platz 64.
Motorrad
Marc Coma versuchte heute alles, um den Rückstand durch den gestrigen Navigationsfahler heute einigermaßen wettzumachen. 2 Minuten nahm der Spanier heute dem Spitzenreiter Cyril Despres. In der Gesamtwertung bleibt der Franzose über acht Minuten vor seinem KTM-Markenkollegen. Alle anderen Fahrer haben schon mindestens eine knappe halbe Stunde Rückstand. Daniel Schröder kam heute seinen sportlichen Ansprüchen schon ein bisschen näher. Der KTM-Fahrer verlor gestern viel Zeit, weil er eine Zeitstrafe wegen einem verpassten Wegpunkt erhielt. Heute wurde Schröder 29. und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz 39. Auf den anvisierten 30. Platz fehlt dem Deutschen eine Stunde.
Trucks
Hier müssen wir leider das Aus für matthias Behringer vermelden. Der MAN-Fahrer hat gestern aufgegeben. Im letzten Jahr war der 38-jährige immerhin 10. gar nicht lief es heute für die KAMAZ. Ayrat Mardejew war noch der beste. Er verlor als Tagessiebter 12 Minuten. Noch ärger erwischte es den als Gesamtführender gestarteten Artur Ardavichus, der 13,5 Minuten verlor. So war der Weg für die Iveco frei. Gerard De Rooy fuhr zum zweiten Etappensieg und übernahm gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung. Mit Hans Stacey und Miki Biasion folgen mit knapp bzw. gut drei Minuten Rückstand zwei weitere Iveco.
Im Vergleich zu den letzten Tagen kamen heute die MAN einigermaßen zurecht. Marcel Van Vliet wurde heute Vierter, Franz Echter kam mit neuneinhalb Minuten Rückstand auf Platz fünf. Der Deutsche verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz neun. Und unser Tatra? Ales Loprais wurde heute Tagessechster, was ihn in der Gesamtwertung zum ersten Jäger der Iveco macht. Allerdings hat der Tscheche schon 13 Minuten Rücstand. Auf Platz fünf ist Artur Ardavichus zurückgefallen.
Quad
Die Quadkonkurrenz ist fest in der Hand der Argentinier. Heute konnte Tomás Maffei die beiden Brüder Alejandro und Marcos Patronelli klar distanzieren. und übernahmauch die Führung in der GEsamtwertung. Maffei führt mit 3 Minute vor Alejandro und gut sechs Minuten vor Marcos. Auch auf Platz vier liegt ein Argentinier. Lucas Bonetto hat aber schon mehr als eine Stunde Rückstand.
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