Nach dem Ruhetag wurde den Fahrern gleich wieder alles abverlangt. Gleich 477 Wertungskilometer standen zwischen Copiadó und Antofagasta auf dem Programm. Hinzu kamen noch 245 Verbindungskilometern. Heute kam es vor allem auf Tempo an. Größtenteils ging es über Schotterpisten.
Motorrad
Weiter geht es im Zweikampf an der Spitze. Marc Coma muss in der zweiten Hälfte der Dakar 7:48 min auf den Führenden Cyril Despres gut machen. Der Sieg wird sich zwischen den beiden KTM-Piloten entscheiden, wenn sie ins Ziel kommen. Dass der Titelverteidiger aber schon am ersten Tag der zweiten Woche nicht nur den Rückstand wettmacht, sondern sogar einen Vorsprung vor Despres herausfährt, war dann schon eine Überraschung. Der Spanier entscheidet die Etappe schon in der Anfangsphase, als er ein schlammiges Flussbett geschickt umfährt. Despres hingegen versenkt seine Maschine im Schlamm und verliert fast zehn Minuten. Im Schlepptau hatte er
Paulo Gonçalves, dem das gleiche Missgeschick unterläuft. Cyril Despres erläuterte das Missgeschick nach dem Rennen: "Zwischen dem Erkundungsfahrzeug, das vor zwei Tagen hier durchgefahren ist, und heute ist eine Schlammlawine runtergekommen. Es war im Aufschrieb nicht verzeichnet. Ich war der Erste, den es erwischt hat. Ich konnte die Stelle nicht umfahren. Ich werde auf die Entscheidung der Veranstalter warten, denn nach der Durchfahrt von Ullevalseter, Goncalves und einigen anderen wurde die Strecke umgeleitet, denn ansonsten wären 200 Fahrzeuge im Schlamm steckengeblieben. Ich sehe nicht ein, warum wir als einzige die Zeche zahlen sollen.". Nun, Marc Coma kam heil durch und gewann die Etappe mit sieben Minuten Vorsprung auf den Gesamtdritten Helder Rodriguez. Der Portugiese hat jetzt 49 Minuten Rückstand hinter dem neuen Spitzenreiter und ist der einzige der neben Despres noch innerhalb einer Stunde mit Coma ist. Despres freilich kann weiter hoffen, denn er hat nur 86 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter.
Auto
Bei den Geländerwagen gab es heute einen Zweikampf um den Tagessieg. Am Ende gab es erneut einen Mini-Erfolg. Nani Roma gewann die Etappe mit 5 Sekunden Vorsprung auf den Hummer-Piloten Robby Gordon. Der US-Amerikaner macht gegen über Krzysztof Holowczyc 2 Minuten gut und verdängte den Mini-Fahrer von Platz zwei. Vorn in der Gesamtwertung bleibt Stéphane Peterhansel, der heute mit 5,5 Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel fuhr und nun noch 7:36 min vor Robby Gordon liegt.
Trucks
Bisher sind erst sieben Trucks ins Zielgekommen. Weiter stark unterwegs ist der Tscheche Ales Loprais, der mit seinem Tatra heute 91 Sekunden schneller war als der Gesamtführende Gerard De Rooy. Damit schmolz der Vorsprung des IVECO-Fahrers auf 15:39 min. Hans Stacey, der heute mit über 16 Minuten hinter Loprais ins Ziel kam, hat als Dritter jetzt schon 48 Minuten Rückstand.
Quad
Wow, Marcos Patronelli hat heute seinem Bruder Alejandro grandiose 38 Sekunden abgenommen, was den aber nicht weiter stört, zumal Tomás Maffei heute weitere neun Minuten verlor und Alejandro Patronelli nun schon über eine Stunde Vorsprung vor seinen beiden "ärgsten" Verfolgern.
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