Montag, 26. November 2012

Fußball: Englische Woche in der Bundesliga

Eine englische Woche steht den deutschen Profivereinen ins Haus nach dem interessanten Wochenendspieltag steht am Dienstag/Mittwoch schon der nächste Spieltag auf dem Programm.

Großer Gewinner des 13. Spieltages war der FC Bayern München, der Europa League-Teilnehmer Hannover 96 mit 5:0 abfertigte, während gleichzeitig das Verfolgerduell zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt 1:1 endete. So hat sich Borussia Dortmund auf leisen Sohlen bis auf Platz 2 vorgearbeitet. In MAinz gewann der amtierende Meister 2:1, hat aber schon 9 Punkte Rückstand auf die Bayern.

Immer bedrohlicher wird die Lage für den TSV 1899 Hoffenheim. Die Mannschaft von Markus Babbel blieb als einziges der letzten sechs Mannschaften in der Tabelle beim 1:2 gegen Leverkusen ohne Punkt und rutsche auf Relegationsplatz 16.

Ganz Mager bleibt die Ausbeute der beiden Schlusslichter. Die Greuther Fürth kam im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg über eine magere Null-Nummer nicht hinaus, Schlusslicht FC Augsburg ließ sich kurz vor Schluss gegen Borussia Mönchengladbach noch den Sieg entreißen und musste sich mit einem 1:1 begnügen.

In Baden-Württemberg zeigte sich der "kleine" SC Freiburg gegen den "großen VfB Stuttgart ganz groß und fertigte die Mannschaft aus der Landeshauptstadt mit 3:0 ab.

Im Duell Klaus Allofs gegen Thomas Schaaf, also VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen, gab es ein freundschaftliches 1:1.

Der HSV dürfte sich weniger um das 0:2 in Düsseldorf, als vielmehr um den wohl langfristigeren Ausfall seines wichtigsten Hoffnungsträgers Rafael van der Vaart. Der Niederländische Nationalspieler zog sich einen Muskelfaserriss zu.

Das Spitzenspiel dem 14. Spieltages findet in Bremen statt. Der Tabellen-Siebte Werder empfängt den Fünften, Bayer Leverkusen. Will Werder in dieser Saison wieder einmal die Europacup-Plätze entern benötigt die Mannschaft von Thomas Schaaf gegen die sechs Punkte besser liegenden Männer der Werkself vom Rhein dringend einen Dreier. Sollte der SC Freiburg gegen den FC Bayern München nicht gewinnen, könnte Werder dann auf Platz sechs vorrücken.

Ein relativ einfache Aufgabe hat Borussia Dortmund gegen Fortuna Düsseldorf, während Revier-Rivale Schalke 04 nach Hamburg reisen muss. Die Königsblauen könnten davon Profitieren, dass der HSV einen Ersatz für Rafael van der Vaart aus dem Hut zaubern muss. Eintracht Frankfurt empfängt Mainz 05.

Das Kellerderby des 14. Spieltages steht in Nürnberg an. Vor allem für den Trainer der Gäste aus Hoffenheim, Markus Babbel, könnte es bei einer erneuten Niederlage eng werden. Die beiden Schlusslichter haben keine beneidenswerten Aufgaben zu erledigen. Die Greuther Fürth muss nach Hannover, der FC Augsburg nach Stuttgart. Auf der anderen Seite: Die Greuther Fürth hat immerhin 6 der 8 Punkte auswärts erzielt und sowohl Hannover als auch Stuttgart haben sich in dieser Saison bisher nicht unbedingt als Heimmacht präsentiert.

2. Bundesliga
Auch das Unterhaus ist in einer englischen Woche. Highlight des Wochenendes war sicher das Spitzenspiel in Cottbus, in dem die Lausitzer dem Spitzenreiter Eintracht Braunschweig mit 3:1 die erste Saisonniederlage beigebracht haben. So rückt das Spitzenquartett näher zusammen. Hertha BSC Berlin konnte durch ein 4:0 bei Erzgebirge Aue aufschließen. Auch der zweite Bundesliga-Absteiger, 1. FC Kaiserslautern, bleibt vorn dabei. Die "Roten Teufel" gewannen beim FSV Frankfurt 1:0 und bleiben Dritter.

Im Keller der Liga stehen derzeit sechs Mannschaften, die allesamt nicht gewinnen konnten. Nach sechs Niederlagen in Folge kam Schlusslicht SV Sandhausen immerhin wieder einmal zu einem Punktgewinn. In Ingolstadt sorgte Klotz in der 82. Minute für den Ausgleich und bewies, dass die Mannschaft moralisch intakt ist. Hoffnungsvoll ist sicher auch das 2:2 von Dynamo Dresden beim starken SC PAderborn 07 zu werten. Sorgenvolle Mienen dürfte es neben dem Erzgebirge auch in Regensburg geben. Der Jahn verlor gegen den VfR Aalen 1:3.

Von Dienstag bis Donnerstag steht der 16. Spieltag an. Anstoßzeit: 17.30 Uhr, für Berufstätige eher ein ungünstiger Termin. Aber was will man machen, wenn das Fernsehen die Bedingungen diktiert. Wenigstens die Berliner können in Ruhe zum Füßball gehen, Die Hertha spielt am Donnerstag Abend im Absteigerduell gegen den 1. FC Köln, der sich zuletzt etwas verbessert präsentierte.

Der VfL Bochum (gegen FSV Frankfurt) und Dynmao Dresden (gegen Aalen) könnten sich mit Heimsiegen etwas Luft im Keller verschaffen. Nicht besonders hoffnungsvoll sieht es dagegen für Aue aus. Die Erzgebirgler reisen mit vier sieglosen Spielen (1 Punkt) im Gepäck nach Ingolstadt. Aue ist das auswärtsschwächste Team und hat erst einen Punkt in der Fremde geholt. Das dürfte zu wenig für den lassenerhalt sein.

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