Na ja, vielleicht als Zuschauer, könnte man meinen. Folgt man spanischen Zeitungen, muss man aber sagen: Weit gefehlt. Unser Jogi wird als Nachfolger von José Mourinho bei Real Madrid gehandelt. Von Mourinho wird erwartet, dass er nach der Saison trotz bei 2016 laufenden Vertrages die Königlichen verlässt. Schließlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist und so gesehen hat der Portugiese seinen Abgang vielleicht schon um ein Jahr überzogen.
Dass aber Joachim Löw ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft die deutsche Nationalmannschaft im Stich lässt, darf wohl getrost bezweifelt werden. Immerhin kann man so ein wenig von der sportlichen Misere (in der Liga 11 Punkte Rückstand hinter dem FC Barcelona, nur Zweiter in der Champions League-Gruppe D - hinter Dortmund).
In der Champions League hat also auch ein anderes Team die sportlichen Schlagzeilen gemacht: Borussia Dortmund. Die Westfalen können sich heute gegen Manchester City sogar eine Niederlage leisten und werden die Gruppenphase trotzdem als Sieger beenden. Das Spiel zwischen Real Madrid und Ajax Amsterdam ist für die Niederländer wichtiger als für Real. Ajax muss nach Möglichkeit im Bernabeu gewinnen, um Platz drei zu verteidigen. Dann wäre der englische Meister schon ausgeschieden - wer hätte das gedacht!
Der FC Schalke 04 in Montpellier muss noch einmal gewinnen, um Gruppensieger in der Gruppe B zu werden. Damit entgeht man einem Duell gegen einen Gruppensieger. Ob das jetzt angesichts der Möglichkeit, dann auf Real Madrid als Gruppenzweiten zu treffen, wirklich ein Vorteil ist, möge jeder selbst entscheiden. Verdrängt werden könnten die Knappen noch durch Arsenal London, das in Piräus antritt.
Ein richtiges Endspiel gibt es in der Gruppe A, wo Paris St. Germain (12 Punkte) den FC Porto (13 Punkte) empfängt. Dynamo Kiew hat bereits die Europa League gebucht und darf völlig unbeschwert zum punktlosen Dynamo Zagreb reisen.
Bleibt schließlich noch die Gruppe C, in der Zenit St. Petersburg das Aus im europäischen Fußball droht. Die Russen benötigen dringend einen Dreier beim AC Milan, um gute Chancen auf die Europa League zu haben. Den der RSC Anderlecht ist nur ein Tor schlechter. Das direkte Duell endete jeweils 1:0 für die Heimmannschaft. Wenn jetzt der schon als Gruppensieger feststehende FC Malaga gegen Anderlecht die Beine hoch nimmt, wird´s tragisch für Zenit.
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