Dienstag, 27. April 2010

Fußball, 3. Liga: Jena legt Protest gegen Wertung des Spiels gegen Heidenheim ein

Der FC Carl Zeiss Jena hat gegen die Wertung des Spiels gegen den 1. FC Heidenheim (1:2) Protest eingelegt. Nach Ansicht der Thüringer hätte der Heidenheimer Martin Klarer nicht auflaufen dürfen, weil er sichim Nachholespiel unter der Woche die 10. Gelbe Karte geholt hat und somit für ein Spiel gesperrt gewesen wäre.
Wäre, sagt der Deutsche Fußball Bund und klärt auf: Im Spiel Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Heidenheim, es war der 12. Spieltag, gab es Unstimmigkeiten welcher Spieler eigentlich eine Gelbe Karte bekommen hat. Nach Informationen einiger Medien muss die die Verwirrung bis zum Protest des FC Carl Zeiss angebauert haben, denn der DFB soll erst jetzt die gelbe Karte von Martin Klarer getilgt haben. Sollte das stimmen, wird es langsam merkwürdig.

Der DFB hat auf seiner Homepage übrigens nichts über den Protest veröffentlicht.
Der MDR hat ein paar mehr Informationen. Demzufolge ist der DFB sicher, dass die gelbe Karte ein anderer Spieler gezeigt bekommen hat. Welcher Spieler das gewesen sein könnte, bleibt im Dunkeln. Lt. MDR sind am Montagvormittag alle Hinweise auf die gelbe Karte aus dem Spiel in Braunschweig im Internet entfernt worden. Auch auf der Seite transfermarkt.de und sogar im Spielberichtsbogen (das wäre dann Urkundenfälschung) soll dieser Hinweis entfernt worden sein.

Der Deutsche Fußball Bund hat nun auf seiner eigenen Internetseite für das Spiel Braunschweig - Heidenheim, das am 03. Oktober 2009 stattfand, als Gelbsünder Essig, Heidenfeller, Göhlert und Endler geführt. Das letzte Update war am 26.04.2010, 9.27 Uhr. Was ist wohl 6 1/2 Monate nach dem Spiel nochmal geändert worden? Die Info vom Spiel Kicker Offenbach - FC Carl Zeiss Jena (auch vom 3. Oktober) wurde zuletzt am 05. Oktober 2009 geändert. Komisch, oder? Wie ist denn der DFB nach über 6 Monaten zu der Erkenntnis gelangt, dass im Spielbericht etwas nicht stimmt? Normalerweise wird ein Spielbericht ja vom Schiedsrichter verfasst und von den beiden Mannschaftsleitern zur Kenntnis genommen. Danach ist er eigentlich gültig und nicht mehr so ohne weiteres änderbar, es sei denn , man ist mit etwas nicht einverstanden und zieht vors Sportgericht. Das ist aber nicht geschehen.
Aber wie kommt man überhaupt darauf, dass an jenem 26.04. die gelbe Karte von Martin Klarer eliminiert wurde?
Auskunft gibt fußball.de, eine Seite, die von der Deutschen Telekom betrieben wird und folgende Heidenheimer Gelbsünder präsentiert: Endler, Heidenfelder, Klarer, Göhlert. So steht es auch bei fußballdaten.de.
Und der Kicker? Laut Fußball-Fachblatt bekamen wiederum Endler, Heidenfeller, Essig und Göhlert die gelben Karten.

Wer hat nun Recht? Hat Heidenheim einen gesperrten Spieler eingesetzt oder nicht? Fragen über Fragen. Dazu gehört auch die Frage: Ist es wünschenswert, die Aufstiegsfrage am Grünen Tisch zu klären? Ich möchte kein Richter in dieser Angelegenheit sein. Warten wir also, was das Sportgericht zum Protest sagt.

Der FC Carl Zeiss hat heute erstmal alles dafür gatan, dass die Frage spannend bleibt. In Burghausen gewannen die Thüringer 3:2 und können weiter vom Aufstieg träumen.
Erzgebirge Aue verpasste es, zumindest schon mal Platz 3 sicher zu machen und trennte sich von Wehen Wiesbaden 2:2. Außerdem spielten heute:
Bayern II - Sandhausen 2:2
Holstein Kiel - Dynamo Dresden 1:0.

Die Tabellenspitze sieht nun so aus:
1. Erzgeb. Aue 65
2. Osnabrück 63
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3. Braunschweig 61
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4. Ingolstadt 60
5. FC CZ Jena 59

Sollte dem Jenaer Protest also stattgegeben werden, wären die Thüringer auf Platz 3!

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