In Bergen finden an diesem Wochenende die Mannschafts-EM statt.
Beim Hammerwerfen musste sich Markus Esser mit 75,79 m nur dem Weißrussen Pawel Kryviski (77,79 m) und dem Italiener Nicola Vizzoni (77,54 m) geschlagen geben. Vizzoni verdränge Markus Esser noch im letzten Versuch von Platz 2.
Nicht so gut lief es für die Deutschen über 400 m Hürden. Silvio Schirrmeister wurde in 51,16 s nur Sechster. Der Brite David Green blieb in 49,53 s als einziger unter 50 Sekunden.
Bei den Damen wurde Verena Sailer über 100 m in 11,39 s nur Siebte. Der Sieg ging in ebenfalls nur mäßigen 11,23 s an die Französin Véronique Mang.
Dann gab es die 400 m der Herren, die der Brite Martyn Rooney in 45,67 s gewann. Thomas Schneider lief in 46,36 s auf Platz 5.
Beim Sieg der Ukrainerin Natalja Lupu (2:02,74 min) wurde Claudia Hoffmann über 800 m nur Zehnte (2:05,22).
Das Diskuswerfen gab es dann den ersten deutschen Sieg. Nadine Müller gewann mit fast 4 Metern Vorsprung. Ihre Siegweite: 63,53 m. Die Siegweite schaffte die 24-jährige schon im ersten Durchgang. Nach zwei ungültigen Versuchen schleuderte sie den Diskus im letzten Versuch nochmal auf 61,30 m. Auch das hätte zum Sieg gereicht.
Silke Spiegelburg wurde mit 4,65 m im Stabhochsprung zweite. Die Siegerin Swetlana Feofanowa (RUS) übersprang die gleiche Höhe mit weniger Versuchen.
Im Dreisprung wird Katja Demut mit 13,78 m nur Achte. Der Sieg geht mit 14,39 m an die Ukrainerin Olha Saladuha.
Auch die 2,18 m von Hochspringer Raul Spank waren eher enttäuschend. Der Sieg ging an den Russen Aleksandr Schustow, der auch nur 2,28 m übersprang.
Noch härter erwischte es Martin Keller, der über 100 m disqualifiziert wurde. Der Sieg ging den Briten Dwain Chambers, der in 9,99 s europäische Bestleistung lief.
Einen spannenden Wettbewerb sahen die Zuschauer im Kugelstoßen. Während die deutsche Hoffnung Ralf Barthels einen ungültigen Versuch produzierte, ging der Franzose Yves Niaré mit 19,35 m in Führung. Nach dem zweiten Versuch führte Biaré mit 20,35 m vor Ralf Barthels, der 20.08 m erreichte. Doch dann kam der Pole Tomasz Majewski und stieß 20,63 m. Barthel verbesserte sich auf 20,23 m, war aber nun nur noch Dritter. Im letzten Versuch wurde es nochmal richtig knapp. Ralf Barthel stieß 20,61 m und wurde um 2 cm geschlagen. Platz 2 hinter Majewski.
Über 3000 m der Frauen hatte Simret Restle nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Sie wurde in 9:21,82 min Zehnte. Jelena Zadoroschnaja (RUS) gewann in 9:08,42 min.
Auch bei den 400 m Hürden ging der Sieg an die Russin. Natalja Antjuch gewann in 55,27 s, Fabienne Kohlmann wurde in 58,06 s Achte.
Vier Zentimeter lagen am Ende zwischen dem Sechsten, Christian Reif (D/7,80 m), und dem Vierten Mikko Kivinen (FIN). Da war also mehr drin. Der Sieg im Weitsprung ging an Pavel Schalin (RUS), der bei günstigen Bedingungen gute 8,26 m sprang.
Eine gute Leistung bot Carsten Schlangen, der über 1500 m in 3:46,80 min Dritter wurde. Der Sieg ging an den Briten Colin McCourt (3:46,70).
Das Speerwerfen der Frauen bleibt eine Domäne der Deutschen. 59,88 m reichten Christina Obergföll.
Die 3000m Hindernis gingen an die Russin Julja Zarudnewa, die in 9:23,20 min zwanzig Sekunden Vorsprung auf die Zweite, Katarzyna Kowalska (PL), herauslief. Verena Dreier wurde in 10:06,41 Zehnte.
Auch über 400 m konnte die Deutsche nicht überzeugen. Nur 54,59 s bedeuteten für Esther Cremer Platz sieben. Ksenja Ustalowa (RUS) gewann in 51,79 s.
Noch schlimmer erging es Christian Glatting, der über 5.000 m in 14.09,78 min Elfter unter zwölf Startern wurde. Den Sieg erlief der Brite Mo Farah in 13:46,93 min.
Die 4 x 100 m der Frauen gewannen die Russinnen in europäischer Jahresbestzeit (42,98 s). Die Deutschen (Carolin Nytra, Marion Wagner, Anne Möllinger, Verena Sailer) kamen in 43,79 s auf Platz fünf.
Christian Blum, Till Helmke, Alexander Kosenkow und Martin Keller schafften es in Männer-4 x 100 m-Staffel in 39,07 s sogar auf Platz 3. Es gewannen etwas überraschend die Italiener (38,83).
In der Teamwertung steht es nun so:
1. Russland 209
2. Großbritannien 188
3. Italien 154,5
4. Ukraine 153
5. Frankreich 150,5
6. Polen 143
7. Deutschland 141,5
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