Donnerstag, 13. Januar 2011

Dakar 2011: Vorentscheidung für Al-Attiyah?

Die 10. Etappe führte von Copiapo nach Chilecito. Der Zielort klingt zwar nach Chile, aber er liegt in Argentinien. Das große Feld kehrte also heute zurück nach Argentinien. Dabei war die Wertungsstrecke recht kurz. 686 km Verbindung standen nur 176 km Wertung gegenüber. Es war trotzdem hart für Mensch und Material, schließlich galt es die Anden zu überqueren. Nach dem Ritt über den El Paso San Francisco und dessen angenehmer Kühle ging es hinunter in die heißen Fiambala-Dünen. Kurz, aber knackig war die Etappe also.

Anders als gestern war Nasser Saleh al-Attiyha heute wieder schneller als sein Rivale Carlos Sainz. Der Katarer, bei dem Timo Gottschalk navigiert, nahm dem Spanier heute mehr als neun Minuten ab. So muss Sainz auf dem letzten 3 Etappen 12:37 min aufholen. Nicht unmöglich, aber Al-Attiyah müsste schon ein grßerer Fehler unterlaufen, will Sainz nochmal ran kommen. Tagessieg ging heute an Giniel de Villiers, der mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz damit einen BMW-Tagessieg verhinderte. Hinter dem Südafrikaner kamen die BMW-Piloten Krzysztof Holowczyc und Stephane Peterhansel ins Ziel.
Nicht unter den Top 30 geführt wird Matthias Kahle, der gestern noch auf Platz 10 des Klassements lag. Am 2. Checkpoint war der Görlitzer nur 53. und hattr auf den Führenden über 4 Stunden verloren.
Auf Platz 20 liegt Stephan Schott, der nun bester Deutscher ist.

Bei den Motorrädern ist heute auch eine Vorentscheidung gefallen. Marc Coma nahm seinem Verfolger Cyril Despres fast 10 Minuten ab und dürfte ohne einen schweren Fehler kaum noch einzuholen sein. Sein Vorsprung beträgt nun gut 18 Minuten. Despres veerlor heute, weil er wie Carlos Sainz bei km 97 in das falsche Tal abbog.

Der Dominator bei den Quads, Alejandro Patronelli, ließ es heute etwas gemütlich angehen und wurde Tagesfünfter. Der Argentinier bliebt 1:11 Std. vor seinem ärgsten Verfolger, Sebastian Halpern. Der lieferte sich heute mit einem weiteren Argentinier, Jorge Santamarina, einen spannenden Kampf um den Tagessieg. Am Ende holte sich Santamarina seinen ersten Dakar-Etappensieg. Und wenn ich nichts verpasst habe, war es zugleich der erste Etappensieg, der nicht mit einer YAMAHA errngen wurde. Santamarina fährt Honda.

Bei den Trucks bleibt eines konstant: Der Führungswechsel. Heute also wieder Wladimir Schagin. Der "Zar" nahm Firdaus Kabirow heute 21 Minuten ab und fährt nun seinem dritten Dakar-Sieg entgegen. 17:27 min sind eine große Hypothek für Kabirow.
Weiter auf Kurs bleibt auch Franz Echter. Der Deutsche MAN-Pilot verbesserte sich heute auf Platz 4. Eine grandiose Leistung.
Gestern ausgeschieden ist Gerhard Walcher, der nach 3 Jahren Unterbrechung wieder bei der Dakar aktiv war. Bei der insgesamt vierten Teilnahme war es die dritte Aufgabe. Nach der 9. Etappe lag der Mercedes-Fahrer auf Platz 40.

Keine Kommentare: