Montag, 10. Dezember 2012

2. Bundesliga, u. a. Dynamo Dresden: Erfolg hat eine kurze Halbwertzeit

Was sich schon einige Zeit abzeichnete, fand nun statt. Aufstiegsheld und Erfolgstrainer Ralf Loose war nicht mehr zu halten.

Die Entscheidung der sportlichen Leitung kommt alles andere als überraschend, denn zu selten konnte Dynamo überzeugen. Besonders für Dedič haben die Sachsen keinen Ersatz gefunden, weshalb Loose auf ein 4-2-3-1 umstellte, was in der Vorbereitung noch ganz gut funktionierte, aber sich in der Liga als wirkungslos erwies. Die Gegner stellten die einsame Spitze Poté einfach zu und übrig blieb Harmlosigkeit. Da auch die Abwehr regelmäßig neben sich stand, allen voran der im letzten Jahr noch so starke Brégerie, dazu sich Loose selbst Probleme schaffte, als er den letzte Saison überragenden Fiél zeitweise auf der Tribüne verbannte und das im Sommer zusammengekaufte Sammelsurium an sicherlich durchaus ambitionierten Spielern keine Mannschaft wurde, ist am Ende zum Sturz auf Platz 16 folgerichtig.
Keine Frage dabei: Ralf Loose dürfte nur das Bauernopfer sein. Immerhin leistet sich Dynamo einen Sportdirektor und die Frage wird sein, was eigentlich Steffen Menze in der Sommerpause alles falsch gemacht hat. Ob er für den Job des Sportdirektors der Richtige ist, wird sich in der Winterpause zeigen. Denn schnell muss bei Dynamo korrigiert werden. Es geht nicht nur darum, einen Trainer zu finden, sondern auch eine Mannschaft zu bilden, denn das ist Ralf Loose in den letzten knapp 6 Monaten nicht gelungen. Wahrscheinlich wird man auch im Kader aufräumen müssen, es wird wohl auch Neueinkäufe geben müssen, um die Saison nicht im Fiasko enden zu lassen.

Der VfL Bochum, der in Dresden einen rauschenden 3:0-Erfolg feierte, hat sich erst einmal über den Strich gekämpft. Die Bochumer sollten sich aber nicht zu sehr freuen. Das Spiel in Dresden dürfte kaum als Maßstab reichen. Die Dresdner, die gut begannen, brachen nach dem 0:2 völlig auseinander und waren nicht wirklich in der Lage, Bochum ernsthaft zu gefährden. Auch in Überzahl war Dynamo wie meist in dieser Saison harmlos.

Ein anderes Team aus Sachsen hat dagegen gestern ein wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gemacht. Erzgebirge Aue zeigte, dass man im Erzgebirge an schwierige Böden gewöhnt ist und fertigte den FC St. Pauli mit 3:0 ab. Für die Veilchen war es der zweite Auswärtssieg in Folge. Wenn jetzt noch die alte Heimstärke zurück käme, müsste Aue wohl nicht mehr um den Klassenerhalt zittern.

Auch der MSV Duisburg hat im Abstiegskampf Boden gut gemacht. Die Zebras gewannen in Aalen 1:0. Der Aufsteiger war zwar über weite Strecken das bessere Team, das Tor schoss dann aber der MSV. Fußball kann grausam sein, zumal sich die Aalener auch vom Schiedsrichter nicht gerade bevorzugt sahen.

Der der Tabellenspitze entfernen sich Eintracht Braunschweig und Hertha BSC Berlin immer weiter von der Konkurrenz. Während die Niedersachsen den Rückrundenauftakt erst heute in Köln bestreiten, rückten die Berliner zumindest bis heute Abend bis auf einen Punkt heran. In Paderborn mussten die Berliner aber alles Aufbieten, um knapp 1:0 zu gewinnen. Der 1. FC Kaiserslautern und Energie Cottbus ließen dagegen weiter abreißen. Die "Roten Teufel" verloren bei Union Berlin 0:2. Die Männer von der Wuhlheide sind nun schon seit sieben Spielen ungeschlagen und finden sich auf Platz fünf wieder. Union in der 1. Bundesliga? So unwahrscheinlich scheint das gar nicht zu sein, zumal auch Energie Cottbus gegen den FC Ingolstadt 04 über ein 1:1 nicht hinaus kam.

Nochmal zurück zum Tabellenende. Sandhausen verlor 1:3 in Frankfurt, Regensburg verpasste am Sonntag mit einem 1:1 gegen 1860 München den Sprung auf Platz 16.

Apropos Löwen. Die 60er rutschen immer tiefer ins Niemandsland der Tabelle.

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