Mittwoch, 9. Januar 2013

Dakar: Ein Tatra auf Platz 1!

Die vierte Etappe hatte es in sich. Auf der vierten Etappe ging es in die Pampa und damit in die Berge. Dünen waren aber auch dabei, am Anfang und Ende der 429 km langen Wertungsstrecke. Die Fahrer erlebten einen sehr abwechslungsreichen Tag mit steile Abfahrten und auch Anstiegen sowie eine 54 km lange Schotterpiste. Das verlangte Mensch und Maschine alles ab und wirbelte einige Klassements ordentlich durcheinander. Begonnen hatte der Tag mit 188 km Verbindungsstrecke.

Bei den Autos war es der Tag von Nasser al-Attiyah, der die Etappe gewann und bis auf gut 5 Minuten an den Führenden Stephane Peterhansel heranrückte. Der Rest der Konkurrenz hat schon mindestens eine halbe Stunde verloren. Dritte ist Giniel de Villiers (RSA) mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz.

Bei den Motorrädern bleibt es spannend. Einen Tag nach seinem Einbruch war Joan Barreda wieder da und landete seinen zweiten Etappensieg. Der Spanier lag gleich 8:23 vor dem neuen Gesamtführenden Olivier Pain aus Frankreich. Champ Cyril Despres ließ es gemächlich angehen und musste neben Pain auch David Casteu vorbeiziehen lassen. Für Despres, der 3:09 min Rückstand auf Pain hat, kein Beinbruch. Despres erklärte, dass er nach drei Tagen Vollgas die Maschine etwas schonen wollte, denn es wäre wichtig, das Maximum dosiert einzusetzen.

Bei den Quads ist auf der ersten Etappe das eingetreten, was man erwarten musste. der letzte Konkurrent von Marcos Patronelli, Sebastian Husseini, verlor knapp 10 Minuten. Insgesamt sind es schon 14 Minuten. Rafal Sonik hat als Dritter schon eine Stunde aufzuholen. So muss wohl die Konkurrenz auf einen Ausfall des Argentiniers hoffen.

Nach drei Siegen in Folge gab es heute auch bei Gerard de Rooy erste Ernüchterung. Mechanische Probleme an seinem IVECO und zwei Reifenschäden ließen ihn über acht Minuten auf den Tschechen Ales Loprais verlieren und so führt nun ein Tatra das Feld an. Der Tscheche führt ganze 56 Sekunden vor dem Niederländer.
Eigentlich war es aber heute der Tag von KAMAZ. Der erst 26-jährige Ayrat Mardeev zeigte sein Talent und gewann die Etappe vor Andrey Karginov. Der in der Gesamtwertung am aussichtsreichsten platzierte Eduard Nikolaev schaffte es nur auf Platz vier und bleibt als Dritter des Feldes gut 7 Minuten hinter Loprais. Trotzdem: Die KAMAZ sind wieder im Rennen, denn Mardeev ist als Vierter auch nur 18 Minuten zurück.









Die fünfte Etappe teilen sich die Routen von Motorrädern und Quads auf der einen sowie Autos und Trucks auf der anderen Seite. Es wird mörderisch. Die Wertungsstrecke für die Bikes ist 274 km lang und führt 80 km lang über Schotter. Ziel ist im chilenischen Arica.
Nicht weniger hart ist die Strecke der Autos und LKWS. 172 km Wertungsstrecke werden es auch nicht gut mit Mensch und Maschine meinen. 100 km lang wird man sich über Schotterpisten über die Berge kämpfen.

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