Die achte Etappe der Dakar führte von Antofagosta Richtung Süden nach Copiapo. 508 Wertungskilometer, auf denen verschiedenste Talente abgerufen wurden, standen auf dem Programm.
In den Weiten Chiles gab es heute kaum Orientierungspunkte, was das Navigieren recht schwer machte. Dazu kamen Bergbauwege, auf denen man vorsichtig sein musste, um sich nicht das Fahrzeug zu ramponieren und dann gab es da noch einen langen Sandabschnitt.
Bei den Autos war ein Wüstensohn der Beste in der Chilenischen Einöde: Nasser Saleh Al-Attiyah, der den Parcours gemeinsam mit seinem Navigator Timo Gottschalk am schnellsten meisterte. 6:36 min nahm der Katarer dem Titelverteidiger und bisher führenden Carlos Sainz ab. Der Spanier bot lange ein brillantes Rennen, bis ihn gegen Ende der Etappe die Konzentration verlies und er seinen Touareg gleich zweimal in eine Düne setzte. Auch in der Gesamtwertung liegt Al-Attyiah nun mit 5 Minuten Vorsprung auf Platz 1.
Endgültig vorbei ist der Kampf um das Podest wohl für Stephane Peterhansel. Der Franzose ist weiter vom Pech verfolgt. Heute war es zu Beginn des Rennens wieder einmal ein Reifen. Am Ende der Etappe drohte dann auch noch die Überhitzung und damit der Verlust des Motors. Der BMW-Pilot musste also vorsichtig ins Ziel Rollen und verlor auf die Spitze mehr als eine Stunde. Neuer Dritter ist nun Giniel de Villiers. Mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz liegt er nun in der Gesamtwertung 45 Minuten vor Stephane Peterhansel. So kann Volkswagen vielleicht einen Dreifachsieg landen. Noch sind es aber 5 Etappen. Vielleich tkämpft sich ja BMW nochmal zurück.
Von den deutschen Fahrern schneidet weiterhin Matthias Kahle am Besten ab. Der Görlitzer liegt weiter auf Platz 10. Die Platzierungen der Deutschen liegen mir noch nicht vor.
Bei den Motorrädern hielt heute Marc Coma seinen Rivalen Cyril Despres auf Distanz. Der Spanier baute seinen Vorsprung um fast 2 Minuten auf insgesamt 9:19 min aus. Trotzdem: Ohne die 10-Minuten-Zeitstrafe wäre Despres immer noch Spitzenreiter. Francisco Lopez Cpntardo verlor heute 4:21 min auf Coma, hat aber mit gut 22 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung noch Außenseiterchancen.
Jan Vesely schiebt sich von Tag zu Tag weiter nach vorn. Nun ist er schon 65. und liegt in etwa auf der Positioon des Vorjahres (62.). Einen großen Satz nach vorn machte heute Debütant Daniel Schröder. Der 21-jährige Yooungster überraschte mit Tagesplatz 37 und rückte auf Platz 66 vor. Christina Meier ist schon besser als im Vorjahr. Die Sherco-Pilotin liegt nach einer ordentlichen Etappe auf Platz 78.
Bei den Quads ist Alejandro Patronelli wieder zurück. Nach der Schwäche gestern (11.) und dem damit verbundenen Verlust der Führung auf der Dakar, kam der Argentinier heute zu seinem 4. Etappensieg auf der Dakar 2011. Tomas Maffei hatte heute riesige Problem und kam nicht unter die ersten zehn. So holte sich Patronelli die Führung zurückt. Ärgster Verfolger ist jetzt Sebastian Halpern, der aber fast eine Stunde Rückstand hat. Aber gestern und auch heute sah man: Was ist schon eine Stunde...
Eine irre Leistung bot Wladimir Schagin auf seinem Kamaz. Mit seinem schweren Truck gab er sich nur 4 Touaregs geschlagen. Der Russe ließ alle Motorräder hinter sich! Was für eine Leistung! Der Zar nahm heute Firdaus Kabirow fast 32 Minuten, dem Tschechen Ales Loprais mehr als 41 Minuten ab und setzte sich wieder an die Spitze. Aber Firdaus Kabirow ist noch nicht geschlagen. Er hat 3:27 min Rückstand. Ales Loprais hat wohl seine Siegchancen heute eingebüßt. gut 29 Minuten dürften gegen die starken Kamaz-Piloten zu viel sein.
Bester Deutscher bleibt Franz Echter, der weiter auf Platz 5 fährt. Die anderen deutschen sind noch nicht im Ziel.
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