Sonntag, 6. Januar 2013

Dakar: Erster Aufgalopp - heute geht es zum ersten Mal in die Wüste.

Es geht wieder los. Die härteste Rally der Welt wurde heute in Lima, Peru, gestartet.

Die erste Etappe führte von Lima über 263 km nach Pisco. Nur 13 Wertungskilometer bedeuteten für das Feld Einrollen. Unzählige Zuschauer verabschiedeten die Fahrer auf mörderische über 8.000 km.

Bei den Bikes gewann der Chilene Francisco López seine insgesamt achte Etappe. Das der Sieg wert ist, wird man aber erst in den kommenden Tagen wissen, wenn die Favoriten ernst machen. Die hielten sich heute noch zurück. Cyril Despres beginnt das Unternehmen Titelverteidigung als Fünfter. Hinter dem Niederländer Frans Verhoeven kam Pablo Quintanilla gleich auf seiner allerersten Dakar-Etappe zum ersten Podestplatz!
Die einzige deutsche Hoffnung, Ingo Zahn, kam nur auf Platz 118 und verlor schon mal 14,5 Minuten. Entscheidend ist das noch nicht, und schlimm wohl auch nicht. Denn Ingo Zahn fahrt nach dem Motto: Dabei sein ist alles.

Bei den Autos haben sich schon einmal einige Favoriten gezeigt, allen voran der Rally-Altmeister Carlos Seinz, der die erste Etappe mit seinem deutschen Timo Gottschalk gewann. Sainz, der im vorigen Jahr aussetzte knüpfte nahtlos an die Jahre 2011 (3.) und 2010, als der Spanier gewann, an. Auch der Vorjahresfünfte Lucio Alvarez zeigte sich schon mal und wurde mit nur 24 Sekunden Rückstand Zweiter. Mit Guerlain Chicherit kam ein weiterer Fahrer, der schon im Vorderfeld landete, auf Platz drei. Der Franzose, der im Vorjahr wie Sainz pausierte war 2010 schon einmal Fünfter. Dahinter meldete Nasser Al-Attiyah, der Sieger von 2011, erste Ansprüche an. Hinter Sainz war er schon der zweite Buggy-Pilot, was man noch nicht überbewerten sollte, aber es könnte einen Hinweis sein, dass die Minis in diesem Jahr Konkurrenz bkommen. Apropos Minis: Die folgten erst auf Platz sechs bis acht. Wobei sich Titelverteidiger Stephane Peterhansel von seinen Kollegen Krzysztof Holowczyc und Leonid Novitsiy.
BMW spielt wie erwartet keine Rolle. Der beste Bayer kam mit Orlando Terranova (ARG) auf Platz 18. Und die deutschen Fahrer? Matthias Kahle ist als 27. bester Deutscher, aber recht weit weg von den angestrebten Top 10. Auch der 32. Platz von Stephan Schott war alles andere als verheißungsvoll. Stephanie Manns startete auf Platz 127 und ist damit auch vom angestrebten ersten Drittel recht weit entfernt.

Bei den Quads gab es keinen Patronelli-Sieg. In diesem Jahr ist ja nur Marcos am Start und der musste sich erst einmal von Ignacio Flores Seminaro und Debütant Sebastian Husseini geschlagen geben. Nicht gerade die Favoriten. Direkt hinter Patronelli kam mit Ignacio Nicolas Casale ins Ziel, der Vorjahresvierte. Tomás Maffei, der vor der Dakar erklärte, er wolle das Rennen gewinnen, begann hinter Kees Koolen auf Platz sechs.

Bei den Trucks sind die IVECOS gleich wieder vorn dabei. Titelverteidiger Gerard de Rooy machte da weiter, wo er im vergangenen Jahr aufhörte: An der Spitze. Gefolgt wird der Niederländer wie im Vorjahr von seinem Landsmann Hans Stacey. Bis zu seinem Aus war Ales Loprais im letzten Jahr mit seinem Tatra ein harter Kontrahent im Kampf um die vorderen Plätze. Auch in diesem Jahr scheint mit dem Tschechen zu rechnen zu sein. Platz drei vor dem besten MAN mit Marcel van Vliet am Lenkrad. Der Niederländer hofft, nach dem enttäuschenden letzten Jahr, wo ihn ein Maschinenschaden weit zurückwarf, wieder an früher Erfolge anzuknüpfen. 2010 war van Vliet schon mal Dritter. Und die KAMAZ? Die haben ja vielleicht die Karten noch nicht auf den Tisch gelegt. Der beste Russe kam mit Eduard Nikolaev auf Platz fünf. Der 28-jährige ist wohl die größte Hoffnung der Russen.
Der beste Deutsche, Klaus Bäuerle, verlor gleich über 12 Minuten und landete auf Platz 34. Ganz enttäuschend begann die Dakar für Mathias Behringer. Der Zehnte von 2010 landete mit 36:30 min Rückstand auf Platz 58. Thomas Wallenwein landete auf Platz 64.

Die Videos gibt es in diesem Jahr nicht in Deutsch. Hier die englische Version.





Heute geht es von Pisco aus zum ersten Mal in die Dünen. Ungefähr die Hälfte der 242 km langen Wertungsstrecke führt durch Wüstensand. Dazu kommt eine 85 km lange Verbindungsstrecke. Morgen geht die Dakar dann also richtig los.

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