Heute ging es von Pisco aus zum ersten Mal in die Dünen. Ungefähr die Hälfte der 242 km langen Wertungsstrecke führte durch Wüstensand. Dazu kam eine 85 km lange Verbindungsstrecke.
So schnell kann man bei der Dakar alle Siegschancen einbüßen. Der gestrige Sieger Carlos Sainz und Nasser al-Attiyah hatten so ihre liebe Mühe und Not mit der Navigation und büßten ihre gute Ausgangsposition schon wieder ein. Den Qatari traf es noch relativ sachte. Er verlor mit seinem Buggy nur gut 11,5 Minuten auf den Sieger. Carlos Sainz verlor gleich 18 Minuten und auch Nani Roma interpretierte das Raodbook falsch und verlor 24 Minuten. Guerlain Chicherit hatte dagegen technische Probleme mit seinem SMG. Und so wurde die zweite Etappe zu einer Show des Titelverteidigers Stephane Peterhansel, der seinen Mini mit 2 1/2 Minuten vor dem Toyota von Giniel De Villiers und dessen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz, Auf Platz drei liegt nun Ronan Chabot, der mit seinem SMG zweigte, was dieses Fahrzeug leisten kann. Der Franzose hat etwa fünf Minuten Rückstand.
Matthias Kahle und Stephans Schott haben sich den Auftakt der Dakar sicher anders vorgestellt. Platz 34 und 35 hinken doch deutlich hinter den Erwartungen hinterher. Fast eine Stunde Rückstand haben die beiden schon. Stephanie Manns ist noch nicht in der Wertung.
Auch bei den Bikes haben sich einige ein wenig verfahren. Cyril Despres kam auf die Idee, eine große Düne bei km 75 zum Umfahren und benötigte danach einige Zeit die reguläre Strecke wiederzufinden. Am Ende verlor der Franzose 10 Minuten auf den Sieger Joan Barreda. Der Katalane fand immer die Ideallinie und fuhr an die Spitze in der Gesamtwertung. Erst 5 1/2 Minuten folgt der Portugiese Ruben Faria vor dem Spanier Juan Pedrero, dem franzosen David Casteu und Cyril Despres, der nun knapp 9 Minuten hinterher fährt. Angesichts der noch zu bewältigenden Strecke sicher kein Beinbruch. Der Auftaktsieger Francisco Lopez wurde bis auf Platz 29 durchgereicht. Schon fast eineinhalb Stunden Rückstand hat Ingo Zahn, der schon jetzt nur noch ein Ziel haben dürfte: Ankommen.
Bei den Quads ließ Marcos Patronelli keinen Zweifel daran, dass mit ihm auch in diesem Jahr zu rechnen ist. Der Argentinier distanzierte seine beiden ärgsten Rivalen deutlich. Ignacio Casale (CHL) hat schon 9 Minuten, Tomas Maffei (ARG noch eine halbe Minute mehr Rückstand auf dessen Landsmann. Allerdings gibt es überraschend einen weiteren Kontrahenten, den Patronelli im Auge behalten sollte: Sebastian Husseini (ARE), der nur 66 Sekunden Rückstand hat.
IVECO hat bei den Trucks einen Siegkandidaten verloren. Hans Stacey wollte wohl zu viel und kippte seinen LKW um. Fast 26 Minuten Rückstand hat der Niederländer nun zu seinem Landsmann und Markengefährten Gerard de Rooy. Ein starkes Rennen fuhr der Tscheche Ales Loprais, der mit seinem Tatra trotz eines Navigationsfehlers nur 2 Minuten hinter de Rooy folgt und zeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Die Stärke der IVECOS zeigt Miki Biasion, der mit gut 10 Minuten Rückstand auf Platz drei folgt, vor dem zweiten Tatra, den Martin Kolomy steuert. Schon über 20 Minuten Rückstand hat Eduard Nikolaev, der den besten KAMAZ steuert. Der beste MAN rollte als Sechster über die Ziellinie. Der Niederländer Peter Versluis hat schon 22 Minuten Rückstand. Von den Deutschen ist bisher nur ein Auto im Ziel. Mathias Behringer liegt auf Platz 25 und hat über 1,5 Stunden Rückstand.
Die dritte Etappe führt von Pisco nach Nazca. Nach 4 km Verbindungsstück geht es auf die 243 km lange Wertungsstrecke. Danch folgen 95 km Verbindung. Während der Prüfung erwartet die Fahrer ein anspruchsvolles Profil mit einer extrem steilen Abfahrt. Überwiegt im ersten Streckenabschnitt Sand, ist es später sandige Erde.
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