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Sonntag, 15. Januar 2012

Rallye Dakar, Finale: Keine Überraschungen mehr

... aber damit konnte auch keiner mehr rechnen, denn nur noch 29 Wertungs-Kilometer trennten die Teilnehmer der Dakar vom Ziel. Davor und danach mussten noch 254 km Verbindung absolviert werden, dann war die Rallye Dakar erstmals in ihrer Geschichte in Lima.



Motorad
Marc Coma konnte dem Führenden Cyril Despres heute noch einmal 2:43 min abnehmen, den Sieg des Franzosen konnte der Spanier wie erwartet nicht mehr verhindern, zumal er gestern nachträglich 45 Strafminuten kassierte. So gewinnt Cyril Despres mit 53:20 min Vorsprung die vierte Dakar seiner Karriere. Wie im Vorjahr wurde Helder Rodriguez Dritter.
Immer im Voderfeld platziert aber nie ganz vorn war der Norweger Pal-Anders Ullevalseter. Es war deshalb durchaus gerecht, dass der KTM-Pilot den zweiten Etappensieg seiner Karriere einfahren konnte.
Der 21-jährige Daniel Schröder konnte ein beeindruckendes Debüt bei der Dakar feiern und wurde am Ende 20.



Autos
Robby Gordon zeigt noch einmal, was in ihm und in seinemm Hummer steckt und gewinnt den dritten Tagesabschnitt dieser Dakar. An der Spitze freilich ist Stéphane Peterhansel nicht meh rzu gefährden. Er gewinnt insgesamt seine 10. Dakar - Rekord. Hinter dem Franzosen platzieren sich MINI-Kollege Nani Roma (+ 41:56 min) und Giniel De Villiers, der mit seinem Co-Piloten René von Zitzewitz im Toyota auf einen guten dritten Platz fuhren.
Spannung dürfte das nächste Jahr bringen. Die Siegerin von 2001, Jutta Kleinschmidt, soll sich über ein Comeback Gedanken machen. Von den deutschen Teilnehmer des Jahres 2012 kam Verpasste Stephan Schott knapp sein Ziel, dreißigster zu werden. Gestern verlor der Hesse viel Zeit und wurde nur 60. So reichte es in der Gesamtwertung "nur" zu Platz 31. Und auch Stafanie Mannis kam ins Ziel. Die 31-jährige kam auf einen respektablen 65. Platz. Die beste Leistung brachte sie auf der gestrigen Etappe, wo sie nach dem Ritt über die Dünen immerhin 44. wurde.



Trucks
Nach der jahrelangen Überlegenheit der KAMAZ, waren es diesmal die IVECO, denen keiner folgen konnte. Auch heute war es ein IVECO, der die Etappe gewann. Miki Biasion gewann vor dem KAMAZ von Ilgizar Mardeev und Hans Stacey im IVECO. In der Gesamtwertung gewann mit Gerard De Rooy der Sohn des Siegers von 1987, Jan de Rooy. Der Niederländer lag am Ende 51:19 min vor hans Stacey und 1:47:45 Std. vor dem kasachischen KAMAZ-Fahrer Artur Ardavichus. Der Rest hatte mehr als fünf Stunden Rückstand. Von den Deutschen Startern kammen nur zwei Fahrer ins Ziel. Klaus Bauerle wurde als Mitglied von Peterhansels X-Raid-Team 38., Thomas Wallenstein, ebenfalls vom X-Raid Teamfuhr auf Platz 58 von 60 ins Ziel gekommenen Trucks. Wenn man aber bedenkt, dass die LKWs Serviceleistungen übernehmen müssen, sollte man die Ergebnisse nicht überbewerten. Immerhin ist man angekommen und das zählt viel bei der Dakar.

Quads
Bei den Quads waren wieder einmal die Patronellis das Maß aller Dinge. Danach kam Tomás Maffei, der heute seinen vierten Tageserfolg feierte und dann der Rest. In Zeiten aus gedrückt. Alejandro Patronelli lag 1:20:17 Std. vor Marcos, 2:14:21 vor Maffei und mehr als sechs Stunden vor dem Rest.



Freitag, 13. Januar 2012

Rallye Dakar, Etappe 11: Despres und Peterhansel bauen ihren Vorsprung aus.

Die elfte Etappe führte die Fahrer heute das erste Mal in der Geschichte der Rallye Dakar nach Peru. Ein ständig wechselnder Untergrund verlangte den Fahrern heute alles ab. Dazu war die Wertungsstrecke recht lang. Die Geländewagen gingen über 478 km, die Trucks hatten mit 432 km etwas weniger zu absolvieren. Die Bikes und Quads durften dafür eine Zugabe geben, 534 Wertungskilometer waren zu absolvieren.





Motorräder
Gestern kam Marc Coma fast bis an den führenden Cyril Despres heran, heute vergrößerte sich wieder der Abstand. Der Franzose war heute schneller as der Spanier und wurde erster Etappensieger auf peruanischem Boden. Für Marc Coma blieb heute mit 2:01 min Rückstand nur Platz drei. Dazwischen platzierte sich der Spanier Gerard Farrès, der während der Rallye schon die ganze Zeit im Vorderfeld zu finden ist und derzeit mit 1:37 Std. hinter Despres auf Platz sechs liegt. An der Spitze beträgt der Vorsprung von Despres nun 2:22 min vor Marc Coma. "Bei einer Änderung des Roadbook war eine Piste nicht sehr gut zu erkennen. Ich habe 100 Meter zu viel zurückgelegt, dann aber erkannt, dass Marc mir entgegen kam, obschon er zwei Minuten vor mir aufgebrochen war. Der Tag hatte schon mit einem Bad im kühlen Nass begonnen, als ich die Maschine neben mir her schieben musste. Ein harter Tag!", so Cyril Despres. Daniel Schröder ist auf dem Weg in die Top 20. Auf der heutigen Etappe verbesserte sich der junge Deutsche um einen Platz auf Rang 21.



Autos
Auch bei den Geländewagen läuft alles auf einen Zweikampf hinaus, wobei das schon sehr optimistisch gedacht ist, denn nach dem heutigen Etappensieg hat Stéphane Peterhansel fast 23 Minuten Vorsprung vor dem einzigen Verfolger Nani Roma, der heute 3:44 min hinter dem Sieger auf Platz zwei ins Ziel kam. Die letzte Hoffnung für Hummer starb heute, Robby Gordon begann stark und lag sogar eine Zeit lang an der Spitze des Feldes, hatte dann aber ein Problem bei km 199 einen Problem, das ihn lange an der Weiterfahrt hinderte. Der US-Amerikaner verlor richtig viel Zeit und ist noch nicht im Ziel. Neuer Dritter sind Giniel De Villiers und Rene von Zitzewitz, die aber schon 1:11 Std. Rückstand haben. Ein weiterer deutschen Co-Pilot steht auf Platz vier. Andreas Schulz navigiert für Leonid Novistkiy. Das Duo, das den diesjährigen Auftakt der Dakar gewann, liegt nun auf Platz vier, allerdings schon mit über zwei Stunden Rückstand.
Nur knapp hat heute Stephan Schott als Elfter die Top 10 verpasst, der BMW-Pilot verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung um 19 Plätze auf Rang 15! Stefanie Mannis ist noch nicht im Ziel. Gestern wurde sie als 64. geführt.

Trucks
Andrey Karginow hat im Schlussteil noch die IVECO hinter sich gelassen. Am Ende kommt der Russe mit seinem KAMAZ drei Minuten vor Hans Stacey ins Ziel der klar Führende Gérard De Rooy wurde hinter Miki Biasion Vierter und hat in der Gesamtwertung weiter einen komfortablen Vorsprung von 55 Minuten vor Hans Stacey.

Quads
Nachdem gestern mal Tomás Maffei die Patronellis Paroli bieten konnte, machten die beiden argentinischen Brüger den Sieg heute wieder unter sich aus. Gesamtspitzenreiter Alejandro war eine halbe Minute schneller als Marcos, der in der Dakar mit 80 Minuten Rückstand schancenlos auf Platz zwei liegt. Weitere fünfzig Minuten Rückstand hat Tomás Maffei als Dritter.

Montag, 9. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 8: Coma deklassiert die Konkurrenz

Nach dem Ruhetag wurde den Fahrern gleich wieder alles abverlangt. Gleich 477 Wertungskilometer standen zwischen Copiadó und Antofagasta auf dem Programm. Hinzu kamen noch 245 Verbindungskilometern. Heute kam es vor allem auf Tempo an. Größtenteils ging es über Schotterpisten.

Motorrad
Weiter geht es im Zweikampf an der Spitze. Marc Coma muss in der zweiten Hälfte der Dakar 7:48 min auf den Führenden Cyril Despres gut machen. Der Sieg wird sich zwischen den beiden KTM-Piloten entscheiden, wenn sie ins Ziel kommen. Dass der Titelverteidiger aber schon am ersten Tag der zweiten Woche nicht nur den Rückstand wettmacht, sondern sogar einen Vorsprung vor Despres herausfährt, war dann schon eine Überraschung. Der Spanier entscheidet die Etappe schon in der Anfangsphase, als er ein schlammiges Flussbett geschickt umfährt. Despres hingegen versenkt seine Maschine im Schlamm und verliert fast zehn Minuten. Im Schlepptau hatte er
Paulo Gonçalves, dem das gleiche Missgeschick unterläuft. Cyril Despres erläuterte das Missgeschick nach dem Rennen: "Zwischen dem Erkundungsfahrzeug, das vor zwei Tagen hier durchgefahren ist, und heute ist eine Schlammlawine runtergekommen. Es war im Aufschrieb nicht verzeichnet. Ich war der Erste, den es erwischt hat. Ich konnte die Stelle nicht umfahren. Ich werde auf die Entscheidung der Veranstalter warten, denn nach der Durchfahrt von Ullevalseter, Goncalves und einigen anderen wurde die Strecke umgeleitet, denn ansonsten wären 200 Fahrzeuge im Schlamm steckengeblieben. Ich sehe nicht ein, warum wir als einzige die Zeche zahlen sollen.". Nun, Marc Coma kam heil durch und gewann die Etappe mit sieben Minuten Vorsprung auf den Gesamtdritten Helder Rodriguez. Der Portugiese hat jetzt 49 Minuten Rückstand hinter dem neuen Spitzenreiter und ist der einzige der neben Despres noch innerhalb einer Stunde mit Coma ist. Despres freilich kann weiter hoffen, denn er hat nur 86 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter.

Auto
Bei den Geländerwagen gab es heute einen Zweikampf um den Tagessieg. Am Ende gab es erneut einen Mini-Erfolg. Nani Roma gewann die Etappe mit 5 Sekunden Vorsprung auf den Hummer-Piloten Robby Gordon. Der US-Amerikaner macht gegen über Krzysztof Holowczyc 2 Minuten gut und verdängte den Mini-Fahrer von Platz zwei. Vorn in der Gesamtwertung bleibt Stéphane Peterhansel, der heute mit 5,5 Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel fuhr und nun noch 7:36 min vor Robby Gordon liegt.

Trucks
Bisher sind erst sieben Trucks ins Zielgekommen. Weiter stark unterwegs ist der Tscheche Ales Loprais, der mit seinem Tatra heute 91 Sekunden schneller war als der Gesamtführende Gerard De Rooy. Damit schmolz der Vorsprung des IVECO-Fahrers auf 15:39 min. Hans Stacey, der heute mit über 16 Minuten hinter Loprais ins Ziel kam, hat als Dritter jetzt schon 48 Minuten Rückstand.

Quad
Wow, Marcos Patronelli hat heute seinem Bruder Alejandro grandiose 38 Sekunden abgenommen, was den aber nicht weiter stört, zumal Tomás Maffei heute weitere neun Minuten verlor und Alejandro Patronelli nun schon über eine Stunde Vorsprung vor seinen beiden "ärgsten" Verfolgern.

Sonntag, 8. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 7: Coma kommt näher / Husarenritt von Al Attiyah

130 Motorräder, 21 Quads, 124 Geländewagen und 71 Trucks nahmen die heutige Etappe in Angriff.
Einmal "Rund um Copiapo" ging es heute. Die Fahrer bekamen dabei zum ersten Mal in diesem Jahr den Pazifik zu sehen. Die insgesamt 419 km lange Wertungsstrecke war geteilt. Im ersten Teil ging es durch eine Kakteenlandschaft. Danach stand ein heißer Ritt durch die Dünen auf dem Programm. Die größte Herausforderung dürfte wohl heute die Länge der Strecke sein, denn hinter den Athleten liegt schon eine strapziöse Woche. Neben der Wertungsstrecke gab es noch ein 154 km langes Verbindungsstück.



Motorrad
Marc Coma konnte heute etwas von seinem Rückstand auf Cyril Despres gutmachen. Der Spanier gewann die Etappe und holte heute zwei Minuten auf. Cyril Despres hat aber weiter 7:48 min Vorsprung. Der Rest ist weit zurück. Der Portugiese Helder Rodrigues hat als Dritter schon fast 50 Minuten Rückstand. Daniel Schröder verbesserte sich auf Platz 32

Autos
Wenn am Auto alles hält, dann ist Vorjahressieger Nasser Al Attiyah nicht zu Halten. Und so prügelte der Katari seinen Hummer zu einem klaren Sieg. 7:30 min gewann Al Attiyah gegenüber seinem Team Kollegen Robby Gordon, der dem Spitzenreiter Stéphane Peterhansel 23 Sekunden abnahm. Hinter Krzysztof Holowczyc und Nani Roma kam Giniel De Villiers auf Platz sechs. Der Südafrikaner verlor mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz 13 Minuten gegen Peterhansel. In der Gesamtwertung sind die beiden mit ihrem Toyota mit 34 Minuten Rückstand Fünfter. Vorn steht Mini-Pilot Stéphane Peterhansel mit 11:22 Minuten Vorsprung auf Markenkollegen Krzysztof Holowczyc. Mit 13:09 min Rückstand ist Robby Gordon Dritter, Nani Roma ist Vierter. Nasser Al Attiyah verbesserte sich von Platz elf auf sechs.

Trucks
Gerard De Rooy konnte heute seine Führung weiter ausbauen. Der IVECO-Pilot brachte sein Fahrzeug knapp vier Minuten schneller über die Strecke als Tatra-Fahrer Ales Loprais. Der Tscheche ist mit 17 Minuten Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Jäger des Niederländers. Dritter ist der Niederländer Hans Stacey mit einem IVECO. Die KAMAZ-Mannschaft zahlt weiter Lehrgeld. Ayrat Mardejew verlor heute erneut 21 Minuten und schon 1:13 Stunde hinter dem Führenden Gerard De Rooy. Der beste KAMAZ-Fahrer kommt aber nicht vom Werksteam. Der Kasache Artur Ardavichus wurde heute mit 17 Minuten Rückstand Vierter. Auch in der Gesamtwertung ist der 40-jährige Vierter.

Quad
Alejandro Patronelli hat heute einen großen Schritt zum Dakarsieg getan. Der Titelverteidiger fuhr heute alles in Grund und Boden und ließ auch Tomás Maffei (+ 54:28) und Bruder Marco (+ 1:20:08) weit hinter sich. Der einzige Fahrer, der heute mit 16:10 min weniger als eine halbe Stunde verlor, war der Chilene Ignacio Casale. In der Gesamtwertung führt Alejandro 59 Minuten vor Tomás Maffei. Bruder Marco liegt schon 1:21 Stunden zurück. Gähn.





Morgen ist Ruhetag.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 3: Krzysztof Holowczyc übernimmt Führung bei Autos / Coma verfährt sich

Nicht mehr zur dritten Etappe antreten konnte die deutsche Hoffnung bei den Autos. Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemannmussten mussten gestern das Rennen wegen eines irreparablen Motorschadens an ihrem SMG-Diesel-Buggy aufgeben.

Die dritte Etappe forderte den Piloten wieder alles ab. Für Autos und Trucks ging es heute über insgesamt 499 km von San Rafael nach San Juan, für die Motoräder und Quads standen 62 km mehr auf dem Programm. Davon waren 208 bzw. 270 km Wertungsstrecke. Bei ihrem Ritt durch die Kordilleren wird der Rios durchquert und sind zahlreiche Löcher und Steine zu umfahren. Der Schotterbelag wird den Fahrzeugen einiges abverlangen, die Fahrer werden kaum Zeit für einen Blick auf die traumhafte Kandschaft haben. Auch ein steiler Anstieg wird für die Fahrzeuge nicht ohne sein.



Autos
Die 3. Etappe nahmen noch 160 Fahrzeuge in Angriff. Darunter übrigens auch der ehemalige polnische Weltklasse-Skispringer Adam Malysz, der gestern auf Platz 54 lag und heute mit seinem Mitsubishi sogar weitere drei Plätze gut machte. Vorn begann die Jagd auf Stéphane Peterhansel. Der Franzose wurde durch zwei Reifenschäden an seinem Mini gestoppt und verlor so nach zweimal Bestzeit bei den Zwischenzeiten auf den letzten 50 km noch viel Zeit. Am Ende kam Stéphane Peterhansel mit 6:23 min Rückstand auf Sieger Nani Roma (E/Mini) als Achter ins Ziel und verlor auch die Führung in der Gesamtwertung. Die holte sich der Pole Krzysztof Holowczyc, der heute mit 1:09 min Rückstand auf Roma als Zweiter ins Ziel kam. Nasser Al Attiyah setzte seine Aufholjagd fort. Der Vorjahressieger kam 20 Sekunden hinter Holowczyc als Dritter ins Ziel und hat nun in der Gesamtwertung 6:34 min Rückstand auf Holowczyc. In der Gesamtwertung bleibt Robby Gordon mit seiner Hummer weiter erste Jäger. Der US-Amerikaner kam heute auf Platz fünf und hat jetzt 54 Sekunden Rückstand auf Holowczyc. Weiter gut unterwegs ist auch der Toyota von Giniel De Villiers und Dirk Von Zitzewitz. Das südafrikanisch/deutsche Duo kam heute auf Platz drei und nimmt diesem Platz mit 1:40 Rückstand auch in der Gesamtwertung ein. Dahinter folgen Nani Roma, Stéphane Peterhansel und Nasser Al Attiyah. Stefanie Manns verbesserte sich heute auf Platz 84, Stephan Schott ist, nachdem er gestern mächtig einbrach, heute 66. geworden, wird aber mit über neun Stunden Rückstand in der Gesamtwertung nur noch als 108. geführt. Platz 20 aus dem Vorjahr ist unerreichbar geworden.

Motorrad
Bei den Motorräder galt es, Marc Coma nicht schon zum Beginn der Rallye enteilen zu lassen. Heute gab es einen spannenden Zweikampf zwischen den beiden Dominatoren des letzten Jahres: Titelverteidiger Marc Coma (E) und Cyril Despres (F). Die Führung wechselte zwischen den beiden KTM-Piloten, bis Marc Coma ein Navigationsfehler unterlief. Erst nach vier Kilometern bemerkte der Spanier seinen Fehler. Den Rückstand konnte er nun nicht mehr wettmachen. Cyril Despres, der die Dakar 2005, 2007 und 2010 gewann, sicherte den Etappensieg und auch die Führung in der Gesamtwertung. Marc Coma verlor heute 13:04 min und ist trotzdem in der Gesamtwertung mit über zehn Minuten Rückstand immer noch Zweiter. Daniel Schröder verlor zwar heute auf den Sieger fast 1,5 Stunden, bleibt aber in der Gesamtwertung weiter im Plan. Derzeit wird er auf Platz 37 geführt. Der deutsche KTM-Pilot möchte gern unter den besten 30 ins Ziel in Lima kommen.
Ausgeschieden ist der Vierter nach der zweiten Etappe. Jakub Przygonski´s KTM blieb mit einem Motorschaden liegen. Auch Quinn Cody, im Vorjahr immerhin Neunter, ist nicht mehr dabei. Nach einem heftigen Sturz musste der US-Amerikaner mit Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus geflogen werden.

Trucks
Bei den großen Fahrzeugen geht der Kampf zwischen KAMAZ und IVECO weiter. Mittendrin der Tatra von Ales Loprais. Die Etappe gewann heute der Italiener Miki Biasion, der nach drei Jahren Pause mal wieder bei einer Dakar dabei ist. Diesmal auf einem Iveco. Als Führender ging heute Gerard De Rooy mit einem Vorsprung von 5:30 min ins Rennen. Das reichte nicht, denn der Niederländer verlor heute fast neun Minuten auf den Tagessieger und fast acht Minuten auf den Zeiten, KAMAZ-Pilot Artur Ardavichus. Der Kasache übernahm damit die Führung, 28 Sekunden vor Gerard De Rooy und 1:51 min vor dem heutigen Sieger Miki Biasion. Der KAMAZ wird gleich von drei Iveco gejagd. Auf Platz vier steht der Niederländer Hans Stacey, gefolgt vom Tschechen Ales Loprais und seinem Tatra.
Franz Echter muss hart kämpfen, wenn er in dieser Saison wie im Vorjahr auf Platz fünf holen möchte. Nach dem heutigen neunten Platz verbessert sich der 53-jährige in der Gesamtwertung auf Platz zehn.

Quad
Die Zeit des Siegers der ersten beiden Etappen, Sergio La Fuente, ist vorbei, denn der Yamaha-Fahrer verlor heute über eine Stunde und ist nur noch Sechster. An der Spitze liegen nun die Favoriten aus Argentinien. Titelverteidiger Alejandro Patronelli führt mit 55 Sekunden Vorsprung auf Marcos Patronelli. Dritter ist mit 2:41 min Rückstand Tomás Maffei. Der Tagessieg ging an Pablo Copetti, ebenfalls aus Argentinien. Der Yamaha-Pilot, im Vorjahr Fünfter, fiel gestern weit zurück und liegt nach dem heutigen Tag mit über sieben Stunden Rückstand nur auf Platz 24.