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Samstag, 19. Januar 2013

Dakar: Lopez mit Heimsieg

Die vorletzte Etappe führte die Fahrer von Copiapó hinunter an den Pazifik. Das Ziel in La Serena erreichte das Feld nach 735 km. In die Wertung gingen 441 km.

Bei den Autos gab es heute einen harten Zweikampf um den Etappensieg, den am Ende Robby Gordon für sich entschied. Der Amerikaner prügelte seinen Hummer 22 Sekunden vor Guerlain Chicherit ins Ziel und holte seinen zweiten Etappensieg. Stephane Peterhansel ließ es dagegen ruhig angehen und verlor fast 14 Minuten auf den Etappensieger. Dies war aber nicht weiter dramatisch. Wichtiger war der Abstand zu Giniel de Villiers, der nur 5 Minuten Betrug. So bleiben Peter 45 Minuten vor der letzten Etappe. Es müsste schon ein großes Unglück geschehen wenn am Ende Titel Nummer elf nicht herausspringen sollte.
Matthias Kahle verlor heute leider Boden und fiel auf Platz 13 zurück. Damit dürfte der Traum von Platz 10 nicht mehr realisierbar sein. Trotzdem hat der Sachse mit seinem SAM-Mercedes eine grandiose Dakar absolviert. Stephan Schott wird die Rally wohl irgendwo um Platz 50 beenden. Es ist am Ende nicht ganz do gut gelaufen, wie es der Hesse erwartet hatte.

Bei den Bikes zeigte sich der Lokalmatador Francisco Lopez einmal mehr heimstark und nahm Cyril Despres 5:25 min ab. Trotz des vierten Etappensieges auf der diesjährigen Dakar dürfte der Chilene dem Titelverteidiger aber nicht mehr gefährlich werden. Cyril Despres hat immer noch 8:15 min Vorsprung. Aber immerhin hat sich Lopez auf Platz zwei geschoben, denn Ruben Faria musste dem Job als Wasserträger für Despres Tribut zollen und fiel mit knapp 15 Minuten Rückstand auf Platz 3 zurück.

Bei den Trucks ging es nochmal bunt zu. Vorn zeigte sich auch Titelverteidiger Gerard de Rooy. Am Ende reichte es heute für den niederländischen IVECO-Fahrer nicht ganz für den Etappensieg. Den holte dann doch einer der in diesem Jahr wiedererstarkten KAMAZ. Andrey Karginov holte seinen dritten Etappensieg. Das Ales Loprais zu den Besten gehört, zeigte der Tscheche heute noch einmal. Er wurde mit seinem Tatra Dritter. Spitzenreiter Eduard Nikolaev (KAMAZ) wurde hinter Miki Biasion (IVECO) Fünfter. In der Gesamtwertung ist der Sieg von Eduard Nikolaev nicht mehr zu verhindern. Der KAMAZ-Fahrer hat weit über eine halbe Stunde Vorsprung auf seine Markenkollegen Andrey Karginov und Ayrat Mardeev. Fünf Minuten dahinter lauert noch Gerard de Rooy. Ein Podestplatz könnte es noch werden, denn morgen stehen nochmal 346 Wertungskilometer auf dem Plan.

Bei den Quads ging heute der Etappensieg an den Südafrikaner Sarel van Buljon, was aber am Gesamtsieg vom Marcos Patronelli nichts ändern wird. Der Argentinier bleibt weiter fast zwei Stunden vor Ignacio Casale.





Montag, 14. Januar 2013

Dakar: Al-Attiyah fällt zurück

Nach dem Ruhetag stand heute die 9. Etappe von San Miguel de Tucumán nach Córdoba auf dem Programm. Während die Truck 291 km Wertungsstrecke zurückzulegen hatten, waren es für die anderen 593. Mehrheitloich ging es über Schotter

Nach der Hängepartie bei den Autos, die durch eine Sturzflut auf der achten Etappe zustande kam, hatte die Jury ein Klassement gefunden. An der Spitze gab es keine Veränderung. Stephane Peterhansel führt mit gut drei Minuten vor Nasser al-Attiyah. Der Rest ist einfach dabei. Das war heute früh. Heute Abend sieht es so aus, dass auch Nasser al-Attiyah nichts mehr ausrichten kann. Er steckt immer noch irgendwo auf der Strecke und dürfte heute mörderisch Zeit verlieren. Hoffnung auf eine Top Ten-Platzierung hat Matthias Kahle, der aktuell mit seinem SAM--Mercedes auf Platz 11 liegt.

Bei den Bikes zeigte Cyril Despres, dass er nichts verlernt hat. Er raste zur schnellsten Zeit, aber wurde trotzdem nicht Erster. Aus derzeit noch nicht klaren Gründen erhielt der Franzose schon vor der Start eine 15-Minuten-Zeitstrafe und liegt in der Gesamtwertung mit 5:23 min hinter Ruben Faria. Die kurioseste Szene bot heute wohl der bisherige Spitzenreiter David Casteu, der bei km 120 in eine Kuh raste. Während sich der Südfranzose die Schulter verrenkte und sein Motorrad einen undichten Tank hatte, sind an der Kuh keine Schäden bekannt. Casteu kann den Gesamtsieg abhaken, er ist mit 1:50 Std. auf Platz 21 zurückgefallen. Auch der Chilene Francisco Lopez kann weiter hoffen, auch wenn er heute stürzte und einiges an Zeit verlor. In der Gesamtwertung ist der KTM-Fahrer mit 9 Minnuten Rpckstand Dritter. Ihm folgt der Slowake Ivan Jakes, der heeimlich, still und leise in die Spitzengruppe gefahren ist. Er begann die erste Etappe mit Platz 61 und verbesserte sich dann kontinuierlich. Nun sind es nur noch 17 Minuten Rückstand auf Daria. Knapp 23 Minuten Rückstand hat der Italiener Alessandro Botturi, der nach einer Schwäche auf der 8. Etappe (53.) wieder in seinen Rhythmus kam.

Jeden Tag das gleiche Ritual bei den Quads. Marcos Patronelli lässt genau einem Fahrer den Vortritt, wenn es um die Etappe geht. Diesmal durfte sich der Pole Lukasz Laskawiec freuen. In der Gesamtwertung führt der Argentinier mit 1:32:28 Std. vor Ignacio Casale.

Einen schwarzen Tag erlebte bei den Trucks Titelverteidiger Gerard de Rooy, der mit Problemen an der Lenkung 1:25 Std. auf den Tagessieger Ales Loprais verlor. Eine starke Leistung gibt es auch von einem MAN zu berichten. Der Niederländer Peter Versluis benötigte heute nur 7 Sekunden mehr als Loprais. Durch das Pech von de Rooy ist IVECO nun erst einmal außen vor, wenn es um den Titel geht. Und so hat es nun KAMAZ auf die Pole Position gespühlt. Eduard Nikolaev führt mit 17 Minuten Vorsprung vor dem besten Tatra mit Martin Kolomy. Der Tscheche wird für seine Konstanz belohnt. Bisher kam er immer unter den besten 10 ins Ziel. Ayrat Mardeev steuret den zweiten KAMAZ auf Platz drei, Gerard de Rooy hat als Vierter fast eine Stunde Rückstand.



Samstag, 12. Januar 2013

Dakar: Despres verliert viel Zeit

Die siebte Etappe führte das Feld nach Argentinien. Von Calama ging es über 752 km nach Salta. Leider nicht mehr dabei war Stefanie Manns. Das Auto hat entgültig den Geist aufgegeben. Schade und auf ein Neues 2014! Bei den LKW verabschiedete sich der Vorjahreszweite Hans Stacey. Der Niederländer überschlug sich auf der sechsten Etappe mit seinem IVECO. Der Überrollkäfig wurde dadurch so in Mitleidenschaft gezogen, dass die Rennleistung den Start heute untersagte.

Das Feld ist aber immer noch sehr stattlich. Bei den Autos starteten heute 112 Fahrzeuge. Nachdem gestern Nasser al-Attiyah Stephane Peterhansel jagte, schlug der zehnfache Dakarsieger heute zurück. Er gewann heute wieder 2 Minuten und hat nun üner 3 Minuten Abstand. Nicht fiel, aber immerhin. Für Peterhansel gab es heute den 61. Etappensieg seiner Karriere!
Matthias Kahle bleibt weiter auf Pkatz 16, Stephan Schott ist 59.

145 Bikes gingen an den Start. Für Cyril Despres wird es langsam schwer, den Titel zu verteidigen. Der Franzose hatte Getriebeprobleme und verlor fast 12 Minuten auf den Spitzenreiter Olivier Pain. Erster Verfolger des französischen YAMAHA-Fahrers ist nun Francisco Lopez mit 6 Minuten Rückstand. Der heutige Etappensieger David Casteu ist mit 6:37 min Rückstand Dritter. Hinter Ruben Faria (+ 9:42) folgt Cyril Despres mit 14:07 min Rückstand auf Platz fünf.
Mit kleinen Schritten geht es bei Ingo Zahn vorwärts. Inzwischen ist der Münchner 94.

Bei den Quads kontrolliert Marcos Patronelli das Feld der heute morgen noch 29 Fahrzeuge nach belieben. Gegen über seinem "ärgsten" Verfolger gewann er weitere drei Minuten, was bei weit über einer Stunde Abstand aber eher keine Rolle spielt. Heute ließ Patronelli dem Chilenen Sebastian Palma den Vortritt und passierte die Ziellinie mit 34 Sekunden Rückstand als als Zweiter.

Bei den 67 heute gestarteten Trucks enteilt Gerard de Rooy dem Feld. Der Niederländer gewann heute schon die fünfte Etappe und führt nun schon mit 22 Minuten vor dem schnellsten KAMAZ mit Eduard Nikolaev am Lenkrad. Wie tragisch der Fahrfehler von Ales Loprais auf der 5. Etappe war, hat man auch heute wieder gesehen, als der Tscheche mit einer Minute Rückstand auf Platz zwei fuhr. In der Gesamtwertung liegt er allerdings mit 2 Stunden Rückstand auf Platz 6. Schade. Der beste Tatrafahrer ist Martin Kolomy, der mit 41:25 min Rücstand auf Platz drei liegt. Tatra mischt also weiter ordentlich mit im Konzert der Großen.
Klaus Bäuerle ist 25., und auch Thomas Wallenwein ist noch dabei. Der 58-jährige liegt auf Platz 55.









Donnerstag, 10. Januar 2013

Die Minis dominieren / Ales Loprais bleibt im Sand stecken

Die 5. Etappe stellte Mensch und Maschine wieder vor einige Herausforderungen. Die Wertungsstrecke für die Bikes war 274 km lang und führte 80 km lang über Schotter. Ziel war das chilenische Arica.
Nicht weniger hart war die Strecke der Autos und LKWS. 172 km Wertungsstrecke meinten es auch nicht gut mit Mensch und Maschine. 100 km lang musste man sich über Schotterpisten über die Berge kämpfen.

Bei den Autos dominierten heute die Minis, während die Buggys langsam an Boden verloren. Der Etappensieg ging heute an Nani Roma, der 83 Sekunden vor dem Dominator Stephane Peterhansel ins Ziel kam. Der Franzose sicherte also einen Mini-Doppelsieg und sich gleichzeitig den Ausbau seiner Führung auf Nasser Al-Attiyah. Dem Mann aus Qatar und seinem Co-Piloten Lucas Cruz unterlief ein Navigationsfehler und so liegt das Duo nun schon 10 Minuten hier Peterhansel. Dritter bleibt Giniel de Villiers.
Matthias Kahle hat sich inzwischen auf Platz 17 vorgearbeitet. Der Görlitzer hat aber schon gut 2,5 Stunden Rückstand. Weiterhin nicht so gut läuft es bei Stephan Schott, der nur noch 80. ist. Stephanie Manns taucht bisher nicht in der Ergebnisliste auf. Das ist aber ein Beinbruch. Die 33-jährige hatte Kupplungsprobleme an ihrem McRae und musste die letzte Nacht in der Wüste verbringen. Immerhin ist sie noch dabei. Und die Dakar ist wirklich olympisch: Dabei sein ist alles.

Bei den Bikes kontrollierten die führenden YAMAHAS das Feld. David Casteu rückte ein wenig auf den führenden Olivier Pain auf. 75 Sekunden trennen die beiden. Aber das ist nicht so wichtig. Interessanter ist, dass Titelverteidiger Cyril Despres weiteren Boden verloren hat und nun sechs Minuten Rückstand hat. Das ist sicher keine Vorentscheidung, aber der Franzose scheint auf jeden Fall einige harte Konkurrenten zu haben. Gestern noch mit dem zweiten Tagessieg, heute im Pech. Joan Barreda hatte Probleme mit der Kraftstoffpumpe und fiel weit zurück. Mit drei Stunden Rückstand rangiert der Spanier nur noch auf Platz 53. Auch für ihn gilt nun. Ankommen ist alles. Ingo Zahl fährt langsam Richtung Top 100. Derzeit ist es Platz 104.

Bei den Quads kann Marcos Patronelli sich nur noch selbst schlagen. Sebastian Husseini wurde von der Defekthexe heimgesucht und verlor gleich mehrere Stunden. Und so reitet der Argentinier Patronelli auf seiner YAMAHA über eine Stunde vor dem Feld. Gähn.

Nun hat es auch Ales Loprais erwischt. Der Tscheche blieb mit seinem Tatra 20 km vor dem Ziel im Sand stecken und warf damit alle Chancen auf den Sieg weg. Nutznießer war wieder Gerard de Rooy, der heute seinem Landsmann Hans Stacy und dem Russen Eduard Nikolaev den Vortritt ließ. In der Gesamtwertung führt de Rooy mit 5,5 Minuten Vorsprung auf Eduard Nikolaev. Auch auf Platz drei finden wir einen KAMAZ. Ayrat Mardeev hat 17 Minuten Rückstand. Der erste Tatra steht auf Platz 4. Martin Kolomy halt nun die Fahne der Tschechen hoch. Deutsche Fahrer sind in der Ergebnisliste noch nicht zu finden.

Dienstag, 8. Januar 2013

Dakar: Hattrick für Gerard de Rooy

Plötzlich war die Führung doch wieder weg. Stephane Peterhansel musste die Führung gestern Abend doch wieder an Carlos Sainz abgeben. Der Spanier hatte sich verfahren, doch der Grund lag wohl nicht am Team, sondern an einem GPS-Fehler. So ging der mehrfache Rally-Weltmeister als Führender auf die dritte Etappe.

Sie führte von Pisco nach Nazca. Nach 4 km Verbindungsstück ging es auf die 243 km lange Wertungsstrecke. Danach folgten noch einmal 95 km Verbindung. Während der Prüfung erwartete die Fahrer ein anspruchsvolles Profil mit einer extrem steilen Abfahrt. Überwog im ersten Streckenabschnitt Sand, war es später sandige Erde.

Das Glück am Abend war für Carlos Sainz schnell Geschichte. Elektronische Probleme am seinem Buggy warfen den Spanier zurück. Aber das Team hat ja noch ein zweites heißes Eisen im Feuer: Nasser Al-Attiyah. Der Qatari gewann heute die Etappe vor einem Hummer. Ja, auch die Amis sind in diesem Jahr dabei. Nach zwei sehr gebrauchten Tagen schaffte es Robby Gordon auf Platz zwei. In der Gesamtwertung hat der Amerikaner über 46 Minuten Vorsprung auf den neuen Spitzenreiter, Stephane Peterhansel. Der Franzose Fuhr die drittbeste Zeit des Tages und übernahm so die Führung im Feld. Die Abstände dahinter sind schon recht groß. Nasser Al-Attiyah kann mit 6:33 min noch einigermaßen mithalten. Der Dritte, Lucio Alvarez, hat schon über 18 Minuten Rückstand. Dabei bot der Argentinier heute ein fantastisches Rennen und verlor nur gut 5 Minuten auf "Peter". Ein Mitstreiter des Franzosen dürfte wohl morgen nicht mehr starten. Der Pole Krzysztof Holowczyc überschlug sich mit seinem Mini und zog sich Verletzungen an Rücken und Rippen zu.
Und die Deutschen? Am Start waren noch alle dabei. Einen guten Tag hatte Matthias Kahle, der sich auf Platz 22 verbesserte. Dagegen verlor Stephan Schott weiteren Boden. Der Frankfurter hat schon über 3 Stunden Rückstand und liegt nur auf Platz 50. Vom anvisierten 15. Platz ist er weit entfernt. Stefanie Manns schiebt sich langsam nach vorn. Aktuell liegt sie mit über 5 Stunden Rückstand auf Platz 75. Das Ziel erstes Drittel scheint möglich, wenn man das Starterfeld in Lima zum Maßstab nimmt (153 Starter).

Als erster gestartet, wurde Joan Barreda ordentlich nach hinten durchgereicht. Vorsicht hieß die Strategie des Spaniers und das war zu wenig. Der Husqbarna-Pilot fiel auf Platz 18 zurück. So war Platz für die Favoriten. Francisco Lopez kam schon zum zweiten Etappensieg, musste aber in der Gesamtwertung dem Titelverteidiger Cyril Despres den Vortritt lassen. Fast drei Minuten hat der Franzose Vorsprung. Hinter die beiden schob sich der Norweger Pal Anders Ullevalsetter mit 5 Minuten Rückstand auf Platz 3. Jeweils gut sechs Minuten Rückstand haben die beiden Franzosen Oliver Pain und David Casteu sowie Jeremias Israel Esquerre. Bei den Bikes bleibt es also spannend. Einen tollen Ritt legte heute auch der Portugiese Paulo Goncalves hin, der sich mit der zweitbesten Tageszeit auf Platz 16 in der Gesamtwertung schob. Ingo Zahl Ist weiter dabei - und dabei sein ist ja alles. Aktuell liegt der Münchner auf Platz 110.

Bei den Quads zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Marco Patronelli und Sebastian Husseini ab. Ignacio Casale verlor heute weitere 21 Minuten auf Patronelli. Noch schlimmer traf es einen, der die Dakar eigentlich verloren hat. Tomas Maffei verlor heute alle Chancen und liegt mit 1:35 Std. Rückstand nur noch auf Platz 16. Das hat sich der Argentinier sicher anders vorgestellt. So bleibt Sebastian Husseini. Der 27-jährige verlor heute zwar auf ein wenig, aber mit gut vier Minuten Rückstan ist er noch in Schlagdistanz.

Bei den Trucks gab es erst einen Sieger, denn auch heute war Gerard de Rooy der Schnellste. Erstmals in den Top 3 der Tageswertung tauchte ein KAMAZ auf. Eduard Nikolaev fuhr auf Platz zwei. In der Gesamtwertung schiebt sich der Russe mit knapp 22 Minuten Rückstand auf Platz vier. Davor zeigt Ales Loprais mit seinem Tarta weiter Stärke und liegt mit 7 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Auf Platz drei liegt der IVECO von Miki Biasion und zeigte die aktuelle Überlegenheit. In der Markenhierchie könnte man dahinter Tatra setzten. Die Tschechen fahren hinter dem besten MAN von Peter Versluis das zweite Auto mit Martin Kolomov auf Platz sechs. Ähm, Mercedes ist übrigens auch dabei - unter ferner liefen. Da findet man auch die deutschen Fahrer. Mathias Behringer hat sich immerhin auf Platz 20 verbessert, Klaus Bauerle steht auf Platz 34. Beide lenken einen MAN und besonders Mathias Behringer dürfte auf der diesjährrigen Dakar etwas mehr vorhaben





Auf der vierten Etappe geht es in die Pampa und damit in die Berge. Dünen sind aber auch dabei, am Anfang und Ende der 429 km langen Wertungsstrecke. Die Fahrer werden einen sehr abwechslungsreichen Tage erleben in steile Abfahrten und auch Abfahrten sowie eine 54 km lange Schotterpiste verlangen Mensch und Maschine alles ab. Beginnen wird die Etappe mit 188 km Verbindungsstrecke.

Sonntag, 15. Januar 2012

Rallye Dakar, Finale: Keine Überraschungen mehr

... aber damit konnte auch keiner mehr rechnen, denn nur noch 29 Wertungs-Kilometer trennten die Teilnehmer der Dakar vom Ziel. Davor und danach mussten noch 254 km Verbindung absolviert werden, dann war die Rallye Dakar erstmals in ihrer Geschichte in Lima.



Motorad
Marc Coma konnte dem Führenden Cyril Despres heute noch einmal 2:43 min abnehmen, den Sieg des Franzosen konnte der Spanier wie erwartet nicht mehr verhindern, zumal er gestern nachträglich 45 Strafminuten kassierte. So gewinnt Cyril Despres mit 53:20 min Vorsprung die vierte Dakar seiner Karriere. Wie im Vorjahr wurde Helder Rodriguez Dritter.
Immer im Voderfeld platziert aber nie ganz vorn war der Norweger Pal-Anders Ullevalseter. Es war deshalb durchaus gerecht, dass der KTM-Pilot den zweiten Etappensieg seiner Karriere einfahren konnte.
Der 21-jährige Daniel Schröder konnte ein beeindruckendes Debüt bei der Dakar feiern und wurde am Ende 20.



Autos
Robby Gordon zeigt noch einmal, was in ihm und in seinemm Hummer steckt und gewinnt den dritten Tagesabschnitt dieser Dakar. An der Spitze freilich ist Stéphane Peterhansel nicht meh rzu gefährden. Er gewinnt insgesamt seine 10. Dakar - Rekord. Hinter dem Franzosen platzieren sich MINI-Kollege Nani Roma (+ 41:56 min) und Giniel De Villiers, der mit seinem Co-Piloten René von Zitzewitz im Toyota auf einen guten dritten Platz fuhren.
Spannung dürfte das nächste Jahr bringen. Die Siegerin von 2001, Jutta Kleinschmidt, soll sich über ein Comeback Gedanken machen. Von den deutschen Teilnehmer des Jahres 2012 kam Verpasste Stephan Schott knapp sein Ziel, dreißigster zu werden. Gestern verlor der Hesse viel Zeit und wurde nur 60. So reichte es in der Gesamtwertung "nur" zu Platz 31. Und auch Stafanie Mannis kam ins Ziel. Die 31-jährige kam auf einen respektablen 65. Platz. Die beste Leistung brachte sie auf der gestrigen Etappe, wo sie nach dem Ritt über die Dünen immerhin 44. wurde.



Trucks
Nach der jahrelangen Überlegenheit der KAMAZ, waren es diesmal die IVECO, denen keiner folgen konnte. Auch heute war es ein IVECO, der die Etappe gewann. Miki Biasion gewann vor dem KAMAZ von Ilgizar Mardeev und Hans Stacey im IVECO. In der Gesamtwertung gewann mit Gerard De Rooy der Sohn des Siegers von 1987, Jan de Rooy. Der Niederländer lag am Ende 51:19 min vor hans Stacey und 1:47:45 Std. vor dem kasachischen KAMAZ-Fahrer Artur Ardavichus. Der Rest hatte mehr als fünf Stunden Rückstand. Von den Deutschen Startern kammen nur zwei Fahrer ins Ziel. Klaus Bauerle wurde als Mitglied von Peterhansels X-Raid-Team 38., Thomas Wallenstein, ebenfalls vom X-Raid Teamfuhr auf Platz 58 von 60 ins Ziel gekommenen Trucks. Wenn man aber bedenkt, dass die LKWs Serviceleistungen übernehmen müssen, sollte man die Ergebnisse nicht überbewerten. Immerhin ist man angekommen und das zählt viel bei der Dakar.

Quads
Bei den Quads waren wieder einmal die Patronellis das Maß aller Dinge. Danach kam Tomás Maffei, der heute seinen vierten Tageserfolg feierte und dann der Rest. In Zeiten aus gedrückt. Alejandro Patronelli lag 1:20:17 Std. vor Marcos, 2:14:21 vor Maffei und mehr als sechs Stunden vor dem Rest.



Freitag, 13. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 12: Marc Coma reitet am schnellsten über die Dünen

Heute gab es erst einmal eine gut 250 km Überführungsstrecke immer an der Küste des Pazifik entlang. Die Geländewagen mussten vorher von Arequipa gut 150 km nach Camana durchführen, wo die Motorräder gestern schon eintrafen. Nach 412/259 km begann dann in der Pampa Blanca die Sonderprüfung, die nach 245 km in Nasca endete. Höhepunkt ist heute ein 20 km langer Abschnitt, wo eine Düne die nächste ablöst. Wer reitet am besten über die Sandberge?





Und es sieht gut aus für Mini.

Motorrad
Das Wechselspiel an der Spitze geht auch heute weiter. Marc Coma konnte heute seinen dritten Startplatz nutzen und führte einen optimalen Ritt über die Dünen vor. Der Spanier gewann am Ende fast vier Minuten gegenüber seinem einzigen Rivalen Cyril Despres, der als erster Startete und so in den Dünen nicht wirklich eine Chance hatte. So übernahm Coma auch die Gesamtführung - 1:35 min vor Despres. Zwischen Coma und Despres kamen heute noch Joan Barreda und Jordi Viladoms an und machten einen Spanischen Dreifachsieg perfekt. Paulo Gonclaves zeigte sich heute mal wieder im Vorderfeld. Der Portugiese, der lange um das Podest mitfuhr, eher er ins Feld durchgereicht wurde. Heute fuhr er immerhin auf Platz fünf.
Dritter in der Gesamtwertung bleibt Helder Rodrigues, der fast 27 Minuten Vorsprung vor Jordi Viladoms hat. Über den Rückstand zum Spitzenduo legen wir den Mantel des Schweigens. Ein Sieg für Rodrigues & Co. setzt den Ausfall der beiden KTM-Fahrer an der Spitze voraus.
Daniel Schröder bleibt weiter auf Erfolgskurs. Der 21-jährige liegt nun mit seiner KTM schon auf Platz 20!

Cyril Despres hatte heute übrigens seinen Spaß, obwohl er die Führung verlor: "Das war eine wunderbare Etappe, eine der schönsten Spezialprüfungen, die ich in den letzten Jahren bei der Dakar bestritten habe. Sportlich war mir klar, dass Marc zu mir aufschließt, und dass es kein guter Tag würde. Aber es war grandios."



Autos
In den Dünen konnte heute Robby Gordon noch einmal zeigen, was der Hummer drauf hat. Nach der der US-Amerikaner gestern viel Pech hatte, war er heute wieder voll da und gewann die Etappe mit mehr als 15 Minuten Vorsprung. In den Dünen verloren alle Zeit gegen Gordon, am wenigsten verlor der Russe Leonid Novistkiy mit seinem Co-Piloten Andreas Schulz. Dahinter folgte auf Platz drei der zweite deutsche Co-Pilot, Rene von Zitzewitz, der mit Giniel De Villiers auch in der Gesamtwertung als Dritter gut im Rennen liegt. Allerdings ist Robby Gordon mit gut 37 Minuten Rückstand durchaus noch nicht geschlagen. Kann der Hummer den Toyota noch abfangen?. Soweit der Kampf um Platz drei. Vorn machte heute Nani Roma kanpp drei Minuten auf Stéphane Peterhansel gut. Der Rekordsieger hat nun genau 20 Minuten Vorsprung. Stephan Schott liegt zur Zeit auf Platz 17.

Trucks
Nachdem zuletzt die KAMAZ wenigstens einigermaßen mithalten konnten, rasten die IVECO heute gleich zu einem Vierfachsieg, während von den KAMAZ bisher nur Artur Ardavichus im Ziel ist. Den Sieg trug der überlegene Spitzenreiter Gerard De Rooy davon. Es war bereits der fünfte Etappensieg für den Niederländer, der in der Gesamtwertung 56:30 min Vorsprung auf den ersten Verfolger, Hans Stacey. Der wurde heute mit 32 Sekunden Rückstand weiter, zeitgleich mit Miki Biasion. Dritter in der Gesamtwertung ist KAMAZ-Hoffnung Artur Ardavichus, der aber schon 100 Minuten Rückstand hat.

Quads
Bei den Quads waren heute einmal mehr die Patronelli-Brüder unzertrenlich. Heute gewann Marcos 42 Sekunden vor Alejandro, der wiederum weiter mit weit über einer Stunde Vorsprung in der Gesamtwertung führt.

Sonntag, 8. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 7: Coma kommt näher / Husarenritt von Al Attiyah

130 Motorräder, 21 Quads, 124 Geländewagen und 71 Trucks nahmen die heutige Etappe in Angriff.
Einmal "Rund um Copiapo" ging es heute. Die Fahrer bekamen dabei zum ersten Mal in diesem Jahr den Pazifik zu sehen. Die insgesamt 419 km lange Wertungsstrecke war geteilt. Im ersten Teil ging es durch eine Kakteenlandschaft. Danach stand ein heißer Ritt durch die Dünen auf dem Programm. Die größte Herausforderung dürfte wohl heute die Länge der Strecke sein, denn hinter den Athleten liegt schon eine strapziöse Woche. Neben der Wertungsstrecke gab es noch ein 154 km langes Verbindungsstück.



Motorrad
Marc Coma konnte heute etwas von seinem Rückstand auf Cyril Despres gutmachen. Der Spanier gewann die Etappe und holte heute zwei Minuten auf. Cyril Despres hat aber weiter 7:48 min Vorsprung. Der Rest ist weit zurück. Der Portugiese Helder Rodrigues hat als Dritter schon fast 50 Minuten Rückstand. Daniel Schröder verbesserte sich auf Platz 32

Autos
Wenn am Auto alles hält, dann ist Vorjahressieger Nasser Al Attiyah nicht zu Halten. Und so prügelte der Katari seinen Hummer zu einem klaren Sieg. 7:30 min gewann Al Attiyah gegenüber seinem Team Kollegen Robby Gordon, der dem Spitzenreiter Stéphane Peterhansel 23 Sekunden abnahm. Hinter Krzysztof Holowczyc und Nani Roma kam Giniel De Villiers auf Platz sechs. Der Südafrikaner verlor mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz 13 Minuten gegen Peterhansel. In der Gesamtwertung sind die beiden mit ihrem Toyota mit 34 Minuten Rückstand Fünfter. Vorn steht Mini-Pilot Stéphane Peterhansel mit 11:22 Minuten Vorsprung auf Markenkollegen Krzysztof Holowczyc. Mit 13:09 min Rückstand ist Robby Gordon Dritter, Nani Roma ist Vierter. Nasser Al Attiyah verbesserte sich von Platz elf auf sechs.

Trucks
Gerard De Rooy konnte heute seine Führung weiter ausbauen. Der IVECO-Pilot brachte sein Fahrzeug knapp vier Minuten schneller über die Strecke als Tatra-Fahrer Ales Loprais. Der Tscheche ist mit 17 Minuten Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Jäger des Niederländers. Dritter ist der Niederländer Hans Stacey mit einem IVECO. Die KAMAZ-Mannschaft zahlt weiter Lehrgeld. Ayrat Mardejew verlor heute erneut 21 Minuten und schon 1:13 Stunde hinter dem Führenden Gerard De Rooy. Der beste KAMAZ-Fahrer kommt aber nicht vom Werksteam. Der Kasache Artur Ardavichus wurde heute mit 17 Minuten Rückstand Vierter. Auch in der Gesamtwertung ist der 40-jährige Vierter.

Quad
Alejandro Patronelli hat heute einen großen Schritt zum Dakarsieg getan. Der Titelverteidiger fuhr heute alles in Grund und Boden und ließ auch Tomás Maffei (+ 54:28) und Bruder Marco (+ 1:20:08) weit hinter sich. Der einzige Fahrer, der heute mit 16:10 min weniger als eine halbe Stunde verlor, war der Chilene Ignacio Casale. In der Gesamtwertung führt Alejandro 59 Minuten vor Tomás Maffei. Bruder Marco liegt schon 1:21 Stunden zurück. Gähn.





Morgen ist Ruhetag.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 5: Peterhansel und Despres verteidigen ihre Führung

Die 5. Etappe der Rallye Dakar boten zur Abwechselung viel Sand. Die weißen Dünen von Fiambalá standen auf dem Programm und verlangten besonderes Geschick beim Navigieren. Während Autos und Trucks heute nur 177 km Wertungsstrecke absolvieren mussten, standen für Bikes und Quads 265 km auf dem Programm. Dafür hatten die kleinen Fahrzeuge nur 151 Verbindungsstrecke, die Autos und LKW 246 km.





Auto
Der Etappensieg ging heute an den Mini-Piloten Krzysztof Holowczyc, der sich vor dem besten Hummer mit Robby Gordon im Cockpit durchsetzte. Dritter wurde mit gut 3 Minuten Rückstand Stéphane Peterhansel, der damit in der Gesamtwertung von bleibt. Der Pole Holowczyc verbesserte sich auf Platz zwei und hat gut vier Minuten Rückstand auf seinen Marken-Kollegen. Mini dominiert damit weiter die Dakar. Vier der fünf Etappen gewannen die kleinen Flitzer. Auch der dritte Platz in der Gesamtwertung geht an einen Mini. Nani Roma hat zehn Minuten Rückstand auf Peterhansel. Neben den Mini machen die Hummer den besten Eindruck Robby Gordon ist in der Gesamtwertung mit 13,5 Minuten Rückstand Vierter, Nasser Al Attiyah fuhr zweimal die beste Zwischenzeit. Dann bremste ihn aber eine gerissene Kühlerleitung und erste Araber verlor über 20 Minuten. So liegt Nasser Al Attiyah schon 50 Minuten hinter Peterhansel. Ein Muster an Zuverlässigkeit ist auch der Toyota von Giniel De Villiers. Allerdings verlor der Südafrikaner heute trotzdem 19 Minuten und fiel in der Gesamtwertung auf Platz fünf zurück. Auf Peterhansel fehlen ihm jetzt 21 Minuten.
Weiter auf der Überholspur ist Stephan Schott. Der BMW-Pilot wurde heute Zwanzigster und verbesserte sich in der Gesamtwertung um mehr als 30 Plätze auf Rang 62.

Motorrad
150 Piloten waren heute am Start, aber eigentlich ist die Konkurrenz nur noch ein Duell. Cyril Despres konnte dabei heute erneut 1:41 min zwischen sich und Marc Coma legen und baute so seinen Vorsprung auf fast 10 Minuten aus. Eine Vorentscheidung ist das aber wohl noch nicht, denn noch ist nicht einmal Halbzeit. Auf Platz drei der Gesamtwertung finden wir Helder Rodrigues aus Portugal. Der Yamaha-Pilot war auch im Vorjahr Dritter. Er ist also bester vom Rest - mit 48 Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Daniel Schröder kam heute eine gute halbe Stunde hinter Despres ins Ziel. Der KTM-Pilot verbesserte sich auf Platz 34 und kommt seinem Ziel, unter besten dreißig zu fahren, immer näher.

Trucks
Die Iveco setzen weiter die Maßstäbe, besonders Gerard De Rooy, der heute schon den dritten Etappensieg holte und seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Hier schob sich heute Miki Biasion als Dritter bis auf vier Sekunden an Hans Stacey heran. Weiter stark im Rennen ist Ales Loprais, der mit seinem Tatra nur 14 Sekunden hinter De Rooy auf Platz zwei ins Ziel kam. Bester KAMAZ ist jetzt Eduard Nikolajew, der in der Gesamtwertung mit 22,5 Minuten hinter dem Spitzenreiter auf platz fünf liegt. Franz Echter wurde heute Zehnter und war damit bester MAN-Fahrer.

Quads
Bei den Bikes ist es ein Zweikampf - bei den Quads ein Dreikampf. Im Wettbewerb der Argentinier war heute Marcos Patronelli der Schnellste. Er verwies seinen Bruder Alejandro mit knapp 2 Minuten Vorsprung auf Platz zwei. Tomás Maffei wurde Dritter und konnte seine Führung in der Gesamtwertung gerade so ins Ziel retten. Der 27-jährige führt noch mit 35 Sekunden vor Alejandro.

Dienstag, 3. Januar 2012

Rallye Dakar: Marc Coma beherrscht die Motorrad-Konkurrenz

Der 2. Tag der Rallye Dakar führte die Sportler in das Landesinnere Argentiniens über die grauen Dünen von Nihuil. Motorrad- und Quad-Piloten mussten schon 5 Uhr in der Nacht starten, denn es war ein sehr langes Verbindungsstück zu fahren. Die Autos gingen knapp zwei Stunden später auf die Reise. Die Wertungsstrecke bot vor allem harten Untergrund, was hohe Geschwindigkeiten brachten, die den Piloten hohe Konzentration abverlangte. Am Ende verlangsamte sich das Tempo deutlich, als es über die Dünen ging. Auf der Fahrt von Santa Rosa de la Pampa nach San Rafael legten die Sportler 295 km Wertungsstrecke und 487 km Verbindungsstück zurück.

Auto
Die wichtigste Frage vor dem Start war, wird das Auto von Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah rechtzeitig fertig. Gestern gab der der Motor seines Hummer kurz vor Ende der Wertungsprüfung den Geist auf und das Fahrzeug musste ins Lager geschleppt werden. Die Mechaniker bekamen das Auto aber startklar. Allerdings war es heute trotzdem kein Zuckerschlecken für den Mann aus Katar, denn er musste von Position 38 starten und hatte so viel Staub vor sich. Das hielt Al-Attiyah allerdings nicht davon ab, heute Tagesbestzeit zu fahren und sich so in der Gesamtwertung auf Platz vor zu kämpfen. Die Überraschung am gestrigen Tag war sicher der Sieg des Russen Leonid Nowitzki. Heute verlor er mit seinem Mini über 12 Minuten auf den Sieger und fiel auf Platz acht zurück. Und so war der Weg frei für den Rekordsieger der Dakar, Stéphane Peterhansel, der heute nur 54 Sekunden hinter Nasser Al-Attiyah ins Ziel kam und so die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Die Konkurrenz hat schon mindestens 2:28 min Rückstand. Da liegt Hummer-Pilot Robby Gordon, der 2009 schon einmal Dritter wurde. Auch heute kam der US-Amerikaner auf Platz drei. Krzysztof Holowczyc (PL) verlor im Mini ein bisschen Boden und ist in der Gesamtwertung mit 2:33 min nun Dritter. Gut läuft es auch weiter für den Südafrikaner Giniel De Villiers und seinen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz, die sich mit ihrem völlig neu konzipierten Toyota mit 3:49 min Rückstandauf Platz vier folgen. Auf Platz 5 folgt der dritte Mini mit dem Spanier Nani Roma. Stefanie Manns hat Boden gewonnen und wird auf Platz 88 geführt. Stephan Schott, gestern auf Platz 29 geführt, habe ich in den Ergebnislisten noch nicht gefunden.

Motorrad
Bei den Motoradfahrern geht der Sieg nur über den Vorjahressieger Marc Coma. Der Spanier fuhr der Konkurrenz davon und distanzierte Cyril Despres um mehr als eine Minute. Der Franzose verbesserte sich mit 2:52 min Rückstand auf Platz drei. Dazwischen rangiert noch der Chilene Francisco Lopez, der mit dem heutigen vierten Platz unter Beweis stellte, dass auch er im Vorderfeld erwartet werden kann. Auf Platz drei überraschte heute der Spanier Joan Barreda, der sich damit auch in der Gesamtwertung auf Platz fünf schon. Hier drückt die 5-Minuten-Strafe der ersten Etappe. Insgesamt hat Barreda 8:16 min Rückstand auf den Führenden. Auf Platz vier finden wir den Polen Jakub Przygonski. Er absolviert seine dritte Dakar und hat 4:52 min Rückstand auf den Führenden. Daniel Schröder, einziger deutscher Motorradpilot der diesjährigen Dakar, kassierte heute eine 5-Minuten-Strafe und verbesserte sich trotzdem um einen Platz auf Rang 44. Er hat schon fast 42 Minuten Rückstand auf Marc Coma.

Trucks
Es war nicht der Tag der MAN. Am besten kam noch der gestrige Sieger Marcel Van Vliet (NL) zurecht. Er verlor als Achter fast 10 Minuten auf den Sieger des Tages, Gerard De Rooy (NL), der im Iveco unterwegs ist. Neben den Iveco haben die KAMAZ heute gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der erst 27-jährige Eduard Nikolajew fuhr heute auf Platz zwei und ist nun mit 5:30 min Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Verfolger von Gerard De Rooy. 19 Sekunden langsamer ist der zweite Iveco-Pilot, Hans Stacey (NL). Dahinter folgen dann wieder zwei KAMAZ mit dem am Neujahrstag 25 Jahre altgewordenen Ayrat Mardejew (RUS) und dem Kasachen Artur Ardavichus. Kann in diese Phalanx vielleicht ein Tatra eindringen? Ales Loprais ist derzeit Sechster, allerdings ist der Tscheche bisher bei fünf Starts erst einmal ins Ziel gekommen.
Franz Echter verlor heute viel Zeit und ist mit mehr als 21 Minuten Rückstand nur noch Zehnter. Die Pltzierungen von Matthias Behringer, Klaus Bäuerle und Thomas Wallenwein liegen noch nicht vor.

Quads
Der gestrige Sieg von Sergio La Fuente war keine Eintagsfliege. Der 45jährige aus Uruguay gewann auch heute und ließ die Konkureenz um Welten hinter sich. Am ehesten konnte noch Titelverteidiger Alejandro Partonelli folgen. Der Argentinier hat mit seiner Yamaha aber schon sechseinahlb Minuten Rückstand. Tomás Maffei und Marcos Patronelli (beide ARG) folgen mit fast zehn Minuten Rückstand.