... aber damit konnte auch keiner mehr rechnen, denn nur noch 29 Wertungs-Kilometer trennten die Teilnehmer der Dakar vom Ziel. Davor und danach mussten noch 254 km Verbindung absolviert werden, dann war die Rallye Dakar erstmals in ihrer Geschichte in Lima.
Motorad
Marc Coma konnte dem Führenden Cyril Despres heute noch einmal 2:43 min abnehmen, den Sieg des Franzosen konnte der Spanier wie erwartet nicht mehr verhindern, zumal er gestern nachträglich 45 Strafminuten kassierte. So gewinnt Cyril Despres mit 53:20 min Vorsprung die vierte Dakar seiner Karriere. Wie im Vorjahr wurde Helder Rodriguez Dritter.
Immer im Voderfeld platziert aber nie ganz vorn war der Norweger Pal-Anders Ullevalseter. Es war deshalb durchaus gerecht, dass der KTM-Pilot den zweiten Etappensieg seiner Karriere einfahren konnte.
Der 21-jährige Daniel Schröder konnte ein beeindruckendes Debüt bei der Dakar feiern und wurde am Ende 20.
Autos
Robby Gordon zeigt noch einmal, was in ihm und in seinemm Hummer steckt und gewinnt den dritten Tagesabschnitt dieser Dakar. An der Spitze freilich ist Stéphane Peterhansel nicht meh rzu gefährden. Er gewinnt insgesamt seine 10. Dakar - Rekord. Hinter dem Franzosen platzieren sich MINI-Kollege Nani Roma (+ 41:56 min) und Giniel De Villiers, der mit seinem Co-Piloten René von Zitzewitz im Toyota auf einen guten dritten Platz fuhren.
Spannung dürfte das nächste Jahr bringen. Die Siegerin von 2001, Jutta Kleinschmidt, soll sich über ein Comeback Gedanken machen. Von den deutschen Teilnehmer des Jahres 2012 kam Verpasste Stephan Schott knapp sein Ziel, dreißigster zu werden. Gestern verlor der Hesse viel Zeit und wurde nur 60. So reichte es in der Gesamtwertung "nur" zu Platz 31. Und auch Stafanie Mannis kam ins Ziel. Die 31-jährige kam auf einen respektablen 65. Platz. Die beste Leistung brachte sie auf der gestrigen Etappe, wo sie nach dem Ritt über die Dünen immerhin 44. wurde.
Trucks
Nach der jahrelangen Überlegenheit der KAMAZ, waren es diesmal die IVECO, denen keiner folgen konnte. Auch heute war es ein IVECO, der die Etappe gewann. Miki Biasion gewann vor dem KAMAZ von Ilgizar Mardeev und Hans Stacey im IVECO. In der Gesamtwertung gewann mit Gerard De Rooy der Sohn des Siegers von 1987, Jan de Rooy. Der Niederländer lag am Ende 51:19 min vor hans Stacey und 1:47:45 Std. vor dem kasachischen KAMAZ-Fahrer Artur Ardavichus. Der Rest hatte mehr als fünf Stunden Rückstand. Von den Deutschen Startern kammen nur zwei Fahrer ins Ziel. Klaus Bauerle wurde als Mitglied von Peterhansels X-Raid-Team 38., Thomas Wallenstein, ebenfalls vom X-Raid Teamfuhr auf Platz 58 von 60 ins Ziel gekommenen Trucks. Wenn man aber bedenkt, dass die LKWs Serviceleistungen übernehmen müssen, sollte man die Ergebnisse nicht überbewerten. Immerhin ist man angekommen und das zählt viel bei der Dakar.
Quads
Bei den Quads waren wieder einmal die Patronellis das Maß aller Dinge. Danach kam Tomás Maffei, der heute seinen vierten Tageserfolg feierte und dann der Rest. In Zeiten aus gedrückt. Alejandro Patronelli lag 1:20:17 Std. vor Marcos, 2:14:21 vor Maffei und mehr als sechs Stunden vor dem Rest.
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Sonntag, 15. Januar 2012
Samstag, 14. Januar 2012
Rallye Dakar, 13. Etappe: Coma versenkt Titelverteidigung im Sand
Bevor die Dakar 2012 morgen in Lima endet, ging es heute noch einmal durch die Dünen am Pazifik. Nach hundert Kilometern Verbindungsstück ging es über 275 km nach Pisco. Entscheidend war heute wieder wer am besten navigierte. Ja, die Navigation entschied heute die Dakar!
Motorrad
Marc Coma musste heute als erster in die Dünen und navigierte sich aus allen Titelträumen. Der Spanier kam 2 km von der Strecke ab und auch noch ein paar technische Schwierigkeiten an seiner KTM. Am Ende verlor Marc Coma heute fast 13 Minuten auf Cyril Despres, der hinter dem Gesamtdritten Helder Rodrigues heute auf Platz zwei fuhr. In der Gesamtwertung hat Despres jatzt 11 Minuten Vorsprung auf Marc Coma. Damit ist die Motorradwertung wohl entschieden.
Daniel Schröder hält sich auch heute auf Platz 20, eine starke Leistung, die er morgen in Lima krönen kann.
Marc Coma meinte nach der Etappe: Ich habe mit sehr hohem Tempo angefangen, so schnell ich nur konnte, denn ich wusste, dass es schwierig werden würde, die Führung in der Rallye zu behalten. Und bei km 25 hatte ich ein technisches Problem, wegen dem ich das Tempo drosseln musste. Es war ein Getriebeproblem, ich glaubte, nicht weiterfahren zu können; Daher bin ich schon droh, hier zu sein, und das an zweiter Position, das ist schon viel."
Auto
Es war der Tag der Entscheidungen, denn bei den Geländewagen ist Stéphane Peterhansel wohl nur noch durch einen Defekt seines Mini zu stoppen. Der Franzose fuhr heute zum dritten Etappensieg der 2012er Dakar und steht vor seinem insgesamt 10. Dakar-Gesamtsieg. Im Gegensatz zu Peterhansel hatten die meisten Fahrer heute große Schwierigkeiten und blieben irgendwo in den Dünen mehr oder weniger lange stecken. Am extremsten traf es Robby Gordon, der so ziemlich alles erlitt, was man so erleiden kann. Wobei, so viel gab es anfangs gar nicht zu erleiden, den Gordons Hummer passierte die erste Zeitnahme als schnellster Geländewagen. Aber in den Dünen zeigte der Hummer erste Schwächen und verlor sieben Minuten. Auch Stéphane Peterhansels ärgster Verfolger, Nani Roma, wurde wenig später in den Dünen aufgehalten. So erging es auch Giniel de Villiers. Peterhansel enteilte derweil dem Feld. Für Robby Gordon kam es aber noch dicker. Der Ami überschlug sich, blieb aber unverletzt und konnte weiterfahren, bis ihn ein Reifenschaden zu einer weiteren Pause zwang. So verlor Robby Gordon heute über 36 Minuten und damit auch Platz vier in der Gesamtwertung. Am besten konnten heute noch Giniel de Villiers (+ 8:29) und Leonid Novistkiy (+ 12:55) folgen. Nani Roma wurde Siebter und verlor fast 23 Minuten. So kann Stéphane Peterhansel mit fast 43 Minuten Vorsprung auf Roma schon die Siegfeier planen, auch wenn der Franzose das etwas anders sieht.
Trucks
Kurz vor dem Ende der diesjährigen Dakar gab es doch noch mal einen Lichtblick, ach was, eine Leistungsexplosion bei KAMAZ. Andreij Karginow, der gestern nur enttäuschender 40. wurde, zweigte heute, dass die KAMAZ zumindest in den Dünen durchaus konkurrenzfähig sind. Der Russe hatte im Ziel gut 20 Minuten Vorsprung auf die ärgsten Rivalen. Der beste IVECO kam heute erst auf Platz drei. Hans Stacey musste auch noch dem Tatra von André De Azevedo Platz machen. Der Brasilianer fuhr in den letzten Wochen immer weiter nach vorn und ist vor der Schlussetappe immerhin Achter. Gerard De Rooy verlor heute 25:23 min auf den Etappensoeger, bleibt aber in der Gesamtwertung 53 minuten vor Hans Stacey. Die Entscheidung ist also schon lange gefallen.
Quads
Marcos Patronelli hatte heute bei km 99 einen Defekt, sein klar führender Mruder Alejandro kam ihm zur Hilfe und eröffnete der Konkurrenz die Chance auf einen Etappensieg. Den sicherte sich mit Tomás Maffei der dritte Argentinier im Bunde, was in der Gesamtwertung keine großen Auswirkungen hatte. Alejandro führt für Marcos Patronelli (+ 1:19:48 Std) und Tomás Maffei (+2:15:39).
Motorrad
Marc Coma musste heute als erster in die Dünen und navigierte sich aus allen Titelträumen. Der Spanier kam 2 km von der Strecke ab und auch noch ein paar technische Schwierigkeiten an seiner KTM. Am Ende verlor Marc Coma heute fast 13 Minuten auf Cyril Despres, der hinter dem Gesamtdritten Helder Rodrigues heute auf Platz zwei fuhr. In der Gesamtwertung hat Despres jatzt 11 Minuten Vorsprung auf Marc Coma. Damit ist die Motorradwertung wohl entschieden.
Daniel Schröder hält sich auch heute auf Platz 20, eine starke Leistung, die er morgen in Lima krönen kann.
Marc Coma meinte nach der Etappe: Ich habe mit sehr hohem Tempo angefangen, so schnell ich nur konnte, denn ich wusste, dass es schwierig werden würde, die Führung in der Rallye zu behalten. Und bei km 25 hatte ich ein technisches Problem, wegen dem ich das Tempo drosseln musste. Es war ein Getriebeproblem, ich glaubte, nicht weiterfahren zu können; Daher bin ich schon droh, hier zu sein, und das an zweiter Position, das ist schon viel."
Auto
Es war der Tag der Entscheidungen, denn bei den Geländewagen ist Stéphane Peterhansel wohl nur noch durch einen Defekt seines Mini zu stoppen. Der Franzose fuhr heute zum dritten Etappensieg der 2012er Dakar und steht vor seinem insgesamt 10. Dakar-Gesamtsieg. Im Gegensatz zu Peterhansel hatten die meisten Fahrer heute große Schwierigkeiten und blieben irgendwo in den Dünen mehr oder weniger lange stecken. Am extremsten traf es Robby Gordon, der so ziemlich alles erlitt, was man so erleiden kann. Wobei, so viel gab es anfangs gar nicht zu erleiden, den Gordons Hummer passierte die erste Zeitnahme als schnellster Geländewagen. Aber in den Dünen zeigte der Hummer erste Schwächen und verlor sieben Minuten. Auch Stéphane Peterhansels ärgster Verfolger, Nani Roma, wurde wenig später in den Dünen aufgehalten. So erging es auch Giniel de Villiers. Peterhansel enteilte derweil dem Feld. Für Robby Gordon kam es aber noch dicker. Der Ami überschlug sich, blieb aber unverletzt und konnte weiterfahren, bis ihn ein Reifenschaden zu einer weiteren Pause zwang. So verlor Robby Gordon heute über 36 Minuten und damit auch Platz vier in der Gesamtwertung. Am besten konnten heute noch Giniel de Villiers (+ 8:29) und Leonid Novistkiy (+ 12:55) folgen. Nani Roma wurde Siebter und verlor fast 23 Minuten. So kann Stéphane Peterhansel mit fast 43 Minuten Vorsprung auf Roma schon die Siegfeier planen, auch wenn der Franzose das etwas anders sieht.
Trucks
Kurz vor dem Ende der diesjährigen Dakar gab es doch noch mal einen Lichtblick, ach was, eine Leistungsexplosion bei KAMAZ. Andreij Karginow, der gestern nur enttäuschender 40. wurde, zweigte heute, dass die KAMAZ zumindest in den Dünen durchaus konkurrenzfähig sind. Der Russe hatte im Ziel gut 20 Minuten Vorsprung auf die ärgsten Rivalen. Der beste IVECO kam heute erst auf Platz drei. Hans Stacey musste auch noch dem Tatra von André De Azevedo Platz machen. Der Brasilianer fuhr in den letzten Wochen immer weiter nach vorn und ist vor der Schlussetappe immerhin Achter. Gerard De Rooy verlor heute 25:23 min auf den Etappensoeger, bleibt aber in der Gesamtwertung 53 minuten vor Hans Stacey. Die Entscheidung ist also schon lange gefallen.
Quads
Marcos Patronelli hatte heute bei km 99 einen Defekt, sein klar führender Mruder Alejandro kam ihm zur Hilfe und eröffnete der Konkurrenz die Chance auf einen Etappensieg. Den sicherte sich mit Tomás Maffei der dritte Argentinier im Bunde, was in der Gesamtwertung keine großen Auswirkungen hatte. Alejandro führt für Marcos Patronelli (+ 1:19:48 Std) und Tomás Maffei (+2:15:39).
Mittwoch, 11. Januar 2012
Rallye Dakar, Tag 10: Coma jagt Despres / Gordon vor dem Aus?
Vom Strand Iquique ging es nach Arica. Surfen stand dabei auf dem Programm, denn auf den 377 Wertungs-Kilometern warten gleich mehr als 100 km Dünen. Auf den restlichen Kilometern galt es wieder, Tempo zu machen. Zu den gezeiteten Kilometern kam noch ein 317 km langes Verbindungsstück.
Motorrad
Der Zweikampf an der Spitze hält an. Die beeindruckendste Leistung bot heute Joan Barreda, der sich schon zeitig im Rennen am rechten Fuß verletzte, dann aber unglaubliche Willenskraft zeigte und die Etappe mit immerhin 1:32 min vor Marc Coma gewann. Die beiden Spanier profitierten von einen kleinen Navigationsfehler des Führenden Cyril Despres. Der Franzose hatte heute das Pech, als erster Starten zu müssen und verlor gegen Coma gut zwei Minuten.
"Bis zu km 225 lief für mich alles gut, ich konnte ein hohes Tempo halten. Aber da ist mir ein kleiner Navigationsfehler unterlaufen und in diesem Moment hat Marc mich überholt. Er ist mit Joan Barreda zusammen gefahren, dem ich hier übrigens gratulieren möchte, denn er ist eine super Etappe gefahren. Auf diesem Niveau zählen die Sekunden!", analysierte Despres, der 21 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. Dritter bleibt Helder Rodrigues, der gegen den neuen Vierten, Jordi Viladoms, schon mehr als eine halbe Stunde herausgefahren hat. Dagegen ist der bisherige Vierte, Paulo Gonçalves, weit zurückgefallen. Der Portugiese verlor heute auf seinen Landsmann fast 14 Minuten und steht nun nur noch auf Platz 7. Daniel Schröder ist weiter auf dem Vormarsch. Der junge KTM-Pilot verbesserte sich inzwischen schon auf den 25. Platz!
Autos
Die Gefühle während der Rallye spielen Achterbahn. Am heftigsten erwischte es zuletzt die Hoffnung der Hummer, Robby Gordon. Der US-Amerikaner gewann gestern überlegen, heute erlebte er wieder bittere Minuten. Ein Fahrfehler wurde dem 42-jährigen zum Verhängnis. Im harten Zweikampf mit Spitzenreiter Stéphane Peterhansel beschädigte er sich seinen Hummer dabei und verlor 14 Minuten. Dazu kommt, dass die technischen Kommissare gestern Regelabweichungen am Hummer von Gordon fanden und der Amerikaner heute nur mitfahren durfte, weil die Entscheidung durch einen Einspruch noch nicht rechtskräftig ist. Stéphane Peterhansel verpasste den Sieg auch, denn Mini-Kollege Nani Roma fährt ein perfektes Rennen und schlägt den Topfavoriten um 21 Sekunden. Giniel De Villiers bleibt mit einem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz im Vorderfeld. Heute gab es für das Team auf einem Toyota einen dritten Platz, nur 7:44 min hinter dem Sieger. In der Gesamtwertung liegt das Duo mit über einer Stunde Rückstand auf Peterhansel auf Platz vier. Noch nicht im Ziel ist der Pole Krzysztof Holowczyc, der die Servolenkung seines Mini beschädigte und wohl aus dem Kreis der Podiums-Kandidaten gefallen ist, wenn er nicht sogar aufgegeben hat. Eine offizielle Meldung liegt nicht vor. Lassen wir uns überraschen. An der Spitze liegt Peterhansel nun mit 19 Minuten vor Nani Roma und 20 Minuten vor Robby Gordon, dem aber der Ausschluss droht. Dann wäre Giniel De Villiers plötzlich wieder auf dem Podium! Stephan Schott ist auch weiter gut im Rennen. Der BMW-Pilot kam heute mit seinem Beifahrer Holm Schmidt auf einen guten dreizehnten Platz und verbessert sich auf einen guten 30. Platz in der Gesamtwertung. Noch nciht im Ziel ist Stephanie Manns. Gestern lag die Deutsche bei ihrer ersten Dakar auf einem respektablen 64. Platz.
Trucks
Heute zeigte sich KAMAZ mal an der Spitze. Der Kasache Artur Ardavichus fuhr seinem ersten zum ersten Dakar-Etappensieg seiner Karriere. Schon fast nicht mehr für mögliche Glücksgefühle bescherte KAMAZ der Doppelsieg, den Andrey Karghinov sicherte. Zweieihalb Minuten nach dem Sieger kam Gerard de Rooy in Ziel. Er leistete sich gleich zu beginn der Etappe einen Navigationsfehler, den sein Teamkamerad Hans Stacey gleich nachmachte und am Ende gleich 14 Minuten verlor. So bleibt zwar Stacey in der Gesamtwertung weiter Zweiter, hat nun aber schon 59:27 min Rückstand auf Spitzenreiter de Rooy. Der beste Tatra-Fahrer, Aleš Loprais, musste gestern nach einem Unfall auf dem Verbindungsstück aufgeben. Der beste Deutsche, Franz Echter ist auf der gestrigen Etappe ausgeschieden. Wenn ich die niederländische Internetseite seines Teams richtig interpretiere, schied der Deutsche mit einer defekten Lenkung aus.
Quads
Nach der Demütigung am letzten Tag, an dem Tomás Maffei fast eine dreiviertel Stunde auf die Patronelli-Brüder verlor, fuhr der Argetinier heute alles in Grund und Boden und ließ Marcos 13 Minuten und Alejandro, der mit 1:19 Std. vor Marcos führt, 13,5 Minuten hinter sich. "Es war eine sehr abwechslungsreiche, schnelle Etappe. Ich hatte ein wenig Bammel davor. Nach der langen Etappe von Antofagasta war diese hier im Vergleich kürzer. Das war besser. Die Navigation war schwierig. Ich habe einen Punkt verpasst und habe ihn gesucht. Aber die Etappe war wirklich schön, mit einem wunderschönen Abschnitt in den Bergen", meinte der Sieger.
Morgen geht es dann also zum 27. Gastgeberland in der Geschichte der Dakar, nach Peru.
Motorrad
Der Zweikampf an der Spitze hält an. Die beeindruckendste Leistung bot heute Joan Barreda, der sich schon zeitig im Rennen am rechten Fuß verletzte, dann aber unglaubliche Willenskraft zeigte und die Etappe mit immerhin 1:32 min vor Marc Coma gewann. Die beiden Spanier profitierten von einen kleinen Navigationsfehler des Führenden Cyril Despres. Der Franzose hatte heute das Pech, als erster Starten zu müssen und verlor gegen Coma gut zwei Minuten.
"Bis zu km 225 lief für mich alles gut, ich konnte ein hohes Tempo halten. Aber da ist mir ein kleiner Navigationsfehler unterlaufen und in diesem Moment hat Marc mich überholt. Er ist mit Joan Barreda zusammen gefahren, dem ich hier übrigens gratulieren möchte, denn er ist eine super Etappe gefahren. Auf diesem Niveau zählen die Sekunden!", analysierte Despres, der 21 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. Dritter bleibt Helder Rodrigues, der gegen den neuen Vierten, Jordi Viladoms, schon mehr als eine halbe Stunde herausgefahren hat. Dagegen ist der bisherige Vierte, Paulo Gonçalves, weit zurückgefallen. Der Portugiese verlor heute auf seinen Landsmann fast 14 Minuten und steht nun nur noch auf Platz 7. Daniel Schröder ist weiter auf dem Vormarsch. Der junge KTM-Pilot verbesserte sich inzwischen schon auf den 25. Platz!
Autos
Die Gefühle während der Rallye spielen Achterbahn. Am heftigsten erwischte es zuletzt die Hoffnung der Hummer, Robby Gordon. Der US-Amerikaner gewann gestern überlegen, heute erlebte er wieder bittere Minuten. Ein Fahrfehler wurde dem 42-jährigen zum Verhängnis. Im harten Zweikampf mit Spitzenreiter Stéphane Peterhansel beschädigte er sich seinen Hummer dabei und verlor 14 Minuten. Dazu kommt, dass die technischen Kommissare gestern Regelabweichungen am Hummer von Gordon fanden und der Amerikaner heute nur mitfahren durfte, weil die Entscheidung durch einen Einspruch noch nicht rechtskräftig ist. Stéphane Peterhansel verpasste den Sieg auch, denn Mini-Kollege Nani Roma fährt ein perfektes Rennen und schlägt den Topfavoriten um 21 Sekunden. Giniel De Villiers bleibt mit einem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz im Vorderfeld. Heute gab es für das Team auf einem Toyota einen dritten Platz, nur 7:44 min hinter dem Sieger. In der Gesamtwertung liegt das Duo mit über einer Stunde Rückstand auf Peterhansel auf Platz vier. Noch nicht im Ziel ist der Pole Krzysztof Holowczyc, der die Servolenkung seines Mini beschädigte und wohl aus dem Kreis der Podiums-Kandidaten gefallen ist, wenn er nicht sogar aufgegeben hat. Eine offizielle Meldung liegt nicht vor. Lassen wir uns überraschen. An der Spitze liegt Peterhansel nun mit 19 Minuten vor Nani Roma und 20 Minuten vor Robby Gordon, dem aber der Ausschluss droht. Dann wäre Giniel De Villiers plötzlich wieder auf dem Podium! Stephan Schott ist auch weiter gut im Rennen. Der BMW-Pilot kam heute mit seinem Beifahrer Holm Schmidt auf einen guten dreizehnten Platz und verbessert sich auf einen guten 30. Platz in der Gesamtwertung. Noch nciht im Ziel ist Stephanie Manns. Gestern lag die Deutsche bei ihrer ersten Dakar auf einem respektablen 64. Platz.
Trucks
Heute zeigte sich KAMAZ mal an der Spitze. Der Kasache Artur Ardavichus fuhr seinem ersten zum ersten Dakar-Etappensieg seiner Karriere. Schon fast nicht mehr für mögliche Glücksgefühle bescherte KAMAZ der Doppelsieg, den Andrey Karghinov sicherte. Zweieihalb Minuten nach dem Sieger kam Gerard de Rooy in Ziel. Er leistete sich gleich zu beginn der Etappe einen Navigationsfehler, den sein Teamkamerad Hans Stacey gleich nachmachte und am Ende gleich 14 Minuten verlor. So bleibt zwar Stacey in der Gesamtwertung weiter Zweiter, hat nun aber schon 59:27 min Rückstand auf Spitzenreiter de Rooy. Der beste Tatra-Fahrer, Aleš Loprais, musste gestern nach einem Unfall auf dem Verbindungsstück aufgeben. Der beste Deutsche, Franz Echter ist auf der gestrigen Etappe ausgeschieden. Wenn ich die niederländische Internetseite seines Teams richtig interpretiere, schied der Deutsche mit einer defekten Lenkung aus.
Quads
Nach der Demütigung am letzten Tag, an dem Tomás Maffei fast eine dreiviertel Stunde auf die Patronelli-Brüder verlor, fuhr der Argetinier heute alles in Grund und Boden und ließ Marcos 13 Minuten und Alejandro, der mit 1:19 Std. vor Marcos führt, 13,5 Minuten hinter sich. "Es war eine sehr abwechslungsreiche, schnelle Etappe. Ich hatte ein wenig Bammel davor. Nach der langen Etappe von Antofagasta war diese hier im Vergleich kürzer. Das war besser. Die Navigation war schwierig. Ich habe einen Punkt verpasst und habe ihn gesucht. Aber die Etappe war wirklich schön, mit einem wunderschönen Abschnitt in den Bergen", meinte der Sieger.
Morgen geht es dann also zum 27. Gastgeberland in der Geschichte der Dakar, nach Peru.
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