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Montag, 31. Dezember 2012

Dakar 2013 startet am 5. Januar 2013

Die wohl faszinierendste Motorsportveranstaltung der Welt eröffnet das Sportjahr am 5. Januar Lima/Peru. Nach vier Mal Buenos Aires gibt es also mal wieder einen neuen Startpunkt. Wie im Vorjahr führt die Dakar auch in diesem Jahr durch drei Länder: Peru, Argentinien und Chile. Ziel ist nach über 8.000 km am 19. Januar in Santiago de Chile.

In Peru erwartet die Fahrer vor allem Wüste, während man in Argentinien die ganze Palette an Schwierigkeiten zu meistern hat und Flexibilität zeigen muss. Entscheidend könnte dann der Bereich in der Atacama in Chile werden, der den Fahrern alles abverlangen wird.

Bei den Motorrädern ist auch Vorjahressieger Cyril Despres wieder mit dabei. Der Franzose Steht seit 2004 immer auf dem Podest und gewann die Dakar schon 4 Mal. Auch die beiden ärgsten Verfolger sind wieder mit von der Partie. Marc Coma würde gern die Dakar ein viertes Mal gewinnen, Der Portugiese Helder Rodriguez würde nach zwei dritten Plätzen sich er etwas weiter nach vorn fahren. Auch Jordi Viladoms kommt mit Hoffnung zur Dakar. Im letzten Jahr erzielte er mit Platz vier sein bestes Egebnis. Wie Helder Rodriguez (Honda) wechselte er aber das Motorrad (Husqvarna). Mal sehen, wie das Gerät die Extrembedingungen meistert.
Der deutsche Ingo Zahn startet zum zweiten Mal bei der Dakar. Beim ersten Start 2010 war bereits nach zwei Etappen Endstation. Zahn (49) ist der einzige Zweiradpilot, der Deutschland vertritt.

Bei den Autos ist Stephane Peterhansel als Titelverteidiger der gejagte. Der Franzose holte in verschiedenen Disziplinen seit 1991 bei der Dakar gigantische 10 Siege und er dürfte auch diesmal zu den Favoriten gehören. Nach seinem Pech im letzten Jahr möchte auch der 2011er Sieger Nasser Al-Attiyah wieder angreifen. Der Mann aus Katar dürfte zum härtesten Konkurrenten werden, wenn der Buggy, den der 42-jährige in diesem Jahr mehr Freude macht, als im letzten Jahr der Hummer. Ein senstationelle Jahr liegt hinter Nani Roma, der als einziger unter eine Stunde Rückstand auf Peterhansel hatte und die Dominanz der Minis im letzten Jahr untermauerte. Es wird spannend sein, ob die Minis auch in diesem Jahr den anderen Fahrzeugen so davon fahren können. Verhindern möchte das auch der Vorjahresdritte Giniel de Villiers (RSA), der wieder mit einem Toyota und seinem deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz ins Rennen geht. In den letzten vier Jahren gab es dreimal das Podest. 2009 stand der Südafrikaner sogar ganz oben. Nach einem Jahr Pause ist Carlos Sainz zurück. Der Spanier, der die Rallye 2010 gewann hat ebenfalls einen deutschen Co-Piloten an Bord: Timo Gottschalk.
Matthias Kahle geht in seine sechste Dakar. Bisher beste Platzierung war Rang 10 im Jahr 2011. Er fährt mit einem SAM-Prototyp mit Mercedes-Motor und dämpft schon mal die Erwartungen. Man wird mit dem neuen Gefährt erst einmal Erfahrung sammeln müssen. Stephan Schott enttäuschte in der letzten Saison ein wenig. Nach Platz 20 in 2011 sprang nur Rang 30 heraus. In diesem Jahr kann der Frankfurter mit einem Mini starten und strebt die Top-15 an. Stefanie Manns wurde im letzten Jahr 64. Die 32-jährige war damit schnellste Frau bei den Autos. Ehrgeizig ist die Blondine auf jeden Fall. Sie möchte mit ihrem Co-Piloten Benjamin Zirbus im vorderen Drittel landen.

Bei den Trucks hat in der letzten Saison eine Wachablösung stattgefunden. Die KAMAZ mussten den IVECO den Vortritt lassen. Und so startet Titelverteiddiger Gerard de Rooy (NL) als Gejagter. Auch der Vize der Vorjahres, Hans Stacey (NL), dürfte wieder mit zu den Favoriten zählen. Er hat seinen LKW weiter verbessert und würde die Dakkar gern mal wieder gewinnen. Hans Stacy, der in diesem Jahr auch den Deutschen Detlef Ruf an Bord hat, kennt das Gefühl schon. Er gewann 2007. Der beste KAMAZ-Pilot war im letzten Jahr ein Kasache: Artur Ardavichus wurde Dritter und rettete ein wenig die Ehre der russischen LKW-Bauer. Die Russische Hoffnung heißt nach dem Abgang Vladimir Chagin und Firdaus Kabirov, die die Dakar jahrelang als Alleinunterhalter dominierten, der 38-jährige Eduard Nikolaev. Im letzten Jahr wurde er nach der 5. Etappe disqualifiziert. In diesem Jahr will angreifen. Die weiteren russischen Hoffnungen sind Andrey Karginov (im letzten Jahr 4.) und Ilgizar Mardeev (5.). Dazu kommt noch dessen Sohn Ayrat, der im letzten Jahr ausschied aber 2009 und 2011 jeweils Vierter wurde. KAMAZ dürfte also wieder sehr stark sein. Ob es reicht, Iveco zu schlagen, wird man sehen. Mit dabei sind natürlich auch Mercedes und MAN, wobei wohl beide nicht direkt etwas mit dem Ausgang der Dakar zu tun haben werden. Einen der MAN steuert wieder Matthias Behringer, der nach seinem starken 10. Platz 2011 im letzten Jahr schon nach 3 Etappen aufgeben musste. Klaus Bäuerle war mit seinem 38. Platz im letzten Jahr sicher auch nicht zufrieden, schließlich war er schon einmal Siebter, das ist aber schon ein paar Jahre her (2000). Thomas Wallenwein kam als 58. im letzten Jahr immerhin ins Ziel. Er startet wie die Vorgenannten auf einem MAN und wird seine vierte Dakar unter die Räder nehmen.

Bei den Quads fehlt in diesem Jahr der Sieger der letzten beiden Rennen, Alejandro Patronelli. Der Sieg könnte trotzdem wieder an einen Patronelli gehen, an Marcos, der 2010 vor seinem Bruder gewann. Erster Jäger dürfte sein argentinischer Landsmann Tomas Maffei sein, der im letzten Jahr als einziger den beiden Patronellis folgen konnte.

Sonntag, 15. Januar 2012

Rallye Dakar, Finale: Keine Überraschungen mehr

... aber damit konnte auch keiner mehr rechnen, denn nur noch 29 Wertungs-Kilometer trennten die Teilnehmer der Dakar vom Ziel. Davor und danach mussten noch 254 km Verbindung absolviert werden, dann war die Rallye Dakar erstmals in ihrer Geschichte in Lima.



Motorad
Marc Coma konnte dem Führenden Cyril Despres heute noch einmal 2:43 min abnehmen, den Sieg des Franzosen konnte der Spanier wie erwartet nicht mehr verhindern, zumal er gestern nachträglich 45 Strafminuten kassierte. So gewinnt Cyril Despres mit 53:20 min Vorsprung die vierte Dakar seiner Karriere. Wie im Vorjahr wurde Helder Rodriguez Dritter.
Immer im Voderfeld platziert aber nie ganz vorn war der Norweger Pal-Anders Ullevalseter. Es war deshalb durchaus gerecht, dass der KTM-Pilot den zweiten Etappensieg seiner Karriere einfahren konnte.
Der 21-jährige Daniel Schröder konnte ein beeindruckendes Debüt bei der Dakar feiern und wurde am Ende 20.



Autos
Robby Gordon zeigt noch einmal, was in ihm und in seinemm Hummer steckt und gewinnt den dritten Tagesabschnitt dieser Dakar. An der Spitze freilich ist Stéphane Peterhansel nicht meh rzu gefährden. Er gewinnt insgesamt seine 10. Dakar - Rekord. Hinter dem Franzosen platzieren sich MINI-Kollege Nani Roma (+ 41:56 min) und Giniel De Villiers, der mit seinem Co-Piloten René von Zitzewitz im Toyota auf einen guten dritten Platz fuhren.
Spannung dürfte das nächste Jahr bringen. Die Siegerin von 2001, Jutta Kleinschmidt, soll sich über ein Comeback Gedanken machen. Von den deutschen Teilnehmer des Jahres 2012 kam Verpasste Stephan Schott knapp sein Ziel, dreißigster zu werden. Gestern verlor der Hesse viel Zeit und wurde nur 60. So reichte es in der Gesamtwertung "nur" zu Platz 31. Und auch Stafanie Mannis kam ins Ziel. Die 31-jährige kam auf einen respektablen 65. Platz. Die beste Leistung brachte sie auf der gestrigen Etappe, wo sie nach dem Ritt über die Dünen immerhin 44. wurde.



Trucks
Nach der jahrelangen Überlegenheit der KAMAZ, waren es diesmal die IVECO, denen keiner folgen konnte. Auch heute war es ein IVECO, der die Etappe gewann. Miki Biasion gewann vor dem KAMAZ von Ilgizar Mardeev und Hans Stacey im IVECO. In der Gesamtwertung gewann mit Gerard De Rooy der Sohn des Siegers von 1987, Jan de Rooy. Der Niederländer lag am Ende 51:19 min vor hans Stacey und 1:47:45 Std. vor dem kasachischen KAMAZ-Fahrer Artur Ardavichus. Der Rest hatte mehr als fünf Stunden Rückstand. Von den Deutschen Startern kammen nur zwei Fahrer ins Ziel. Klaus Bauerle wurde als Mitglied von Peterhansels X-Raid-Team 38., Thomas Wallenstein, ebenfalls vom X-Raid Teamfuhr auf Platz 58 von 60 ins Ziel gekommenen Trucks. Wenn man aber bedenkt, dass die LKWs Serviceleistungen übernehmen müssen, sollte man die Ergebnisse nicht überbewerten. Immerhin ist man angekommen und das zählt viel bei der Dakar.

Quads
Bei den Quads waren wieder einmal die Patronellis das Maß aller Dinge. Danach kam Tomás Maffei, der heute seinen vierten Tageserfolg feierte und dann der Rest. In Zeiten aus gedrückt. Alejandro Patronelli lag 1:20:17 Std. vor Marcos, 2:14:21 vor Maffei und mehr als sechs Stunden vor dem Rest.



Freitag, 13. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 12: Marc Coma reitet am schnellsten über die Dünen

Heute gab es erst einmal eine gut 250 km Überführungsstrecke immer an der Küste des Pazifik entlang. Die Geländewagen mussten vorher von Arequipa gut 150 km nach Camana durchführen, wo die Motorräder gestern schon eintrafen. Nach 412/259 km begann dann in der Pampa Blanca die Sonderprüfung, die nach 245 km in Nasca endete. Höhepunkt ist heute ein 20 km langer Abschnitt, wo eine Düne die nächste ablöst. Wer reitet am besten über die Sandberge?





Und es sieht gut aus für Mini.

Motorrad
Das Wechselspiel an der Spitze geht auch heute weiter. Marc Coma konnte heute seinen dritten Startplatz nutzen und führte einen optimalen Ritt über die Dünen vor. Der Spanier gewann am Ende fast vier Minuten gegenüber seinem einzigen Rivalen Cyril Despres, der als erster Startete und so in den Dünen nicht wirklich eine Chance hatte. So übernahm Coma auch die Gesamtführung - 1:35 min vor Despres. Zwischen Coma und Despres kamen heute noch Joan Barreda und Jordi Viladoms an und machten einen Spanischen Dreifachsieg perfekt. Paulo Gonclaves zeigte sich heute mal wieder im Vorderfeld. Der Portugiese, der lange um das Podest mitfuhr, eher er ins Feld durchgereicht wurde. Heute fuhr er immerhin auf Platz fünf.
Dritter in der Gesamtwertung bleibt Helder Rodrigues, der fast 27 Minuten Vorsprung vor Jordi Viladoms hat. Über den Rückstand zum Spitzenduo legen wir den Mantel des Schweigens. Ein Sieg für Rodrigues & Co. setzt den Ausfall der beiden KTM-Fahrer an der Spitze voraus.
Daniel Schröder bleibt weiter auf Erfolgskurs. Der 21-jährige liegt nun mit seiner KTM schon auf Platz 20!

Cyril Despres hatte heute übrigens seinen Spaß, obwohl er die Führung verlor: "Das war eine wunderbare Etappe, eine der schönsten Spezialprüfungen, die ich in den letzten Jahren bei der Dakar bestritten habe. Sportlich war mir klar, dass Marc zu mir aufschließt, und dass es kein guter Tag würde. Aber es war grandios."



Autos
In den Dünen konnte heute Robby Gordon noch einmal zeigen, was der Hummer drauf hat. Nach der der US-Amerikaner gestern viel Pech hatte, war er heute wieder voll da und gewann die Etappe mit mehr als 15 Minuten Vorsprung. In den Dünen verloren alle Zeit gegen Gordon, am wenigsten verlor der Russe Leonid Novistkiy mit seinem Co-Piloten Andreas Schulz. Dahinter folgte auf Platz drei der zweite deutsche Co-Pilot, Rene von Zitzewitz, der mit Giniel De Villiers auch in der Gesamtwertung als Dritter gut im Rennen liegt. Allerdings ist Robby Gordon mit gut 37 Minuten Rückstand durchaus noch nicht geschlagen. Kann der Hummer den Toyota noch abfangen?. Soweit der Kampf um Platz drei. Vorn machte heute Nani Roma kanpp drei Minuten auf Stéphane Peterhansel gut. Der Rekordsieger hat nun genau 20 Minuten Vorsprung. Stephan Schott liegt zur Zeit auf Platz 17.

Trucks
Nachdem zuletzt die KAMAZ wenigstens einigermaßen mithalten konnten, rasten die IVECO heute gleich zu einem Vierfachsieg, während von den KAMAZ bisher nur Artur Ardavichus im Ziel ist. Den Sieg trug der überlegene Spitzenreiter Gerard De Rooy davon. Es war bereits der fünfte Etappensieg für den Niederländer, der in der Gesamtwertung 56:30 min Vorsprung auf den ersten Verfolger, Hans Stacey. Der wurde heute mit 32 Sekunden Rückstand weiter, zeitgleich mit Miki Biasion. Dritter in der Gesamtwertung ist KAMAZ-Hoffnung Artur Ardavichus, der aber schon 100 Minuten Rückstand hat.

Quads
Bei den Quads waren heute einmal mehr die Patronelli-Brüder unzertrenlich. Heute gewann Marcos 42 Sekunden vor Alejandro, der wiederum weiter mit weit über einer Stunde Vorsprung in der Gesamtwertung führt.

Rallye Dakar, Etappe 11: Despres und Peterhansel bauen ihren Vorsprung aus.

Die elfte Etappe führte die Fahrer heute das erste Mal in der Geschichte der Rallye Dakar nach Peru. Ein ständig wechselnder Untergrund verlangte den Fahrern heute alles ab. Dazu war die Wertungsstrecke recht lang. Die Geländewagen gingen über 478 km, die Trucks hatten mit 432 km etwas weniger zu absolvieren. Die Bikes und Quads durften dafür eine Zugabe geben, 534 Wertungskilometer waren zu absolvieren.





Motorräder
Gestern kam Marc Coma fast bis an den führenden Cyril Despres heran, heute vergrößerte sich wieder der Abstand. Der Franzose war heute schneller as der Spanier und wurde erster Etappensieger auf peruanischem Boden. Für Marc Coma blieb heute mit 2:01 min Rückstand nur Platz drei. Dazwischen platzierte sich der Spanier Gerard Farrès, der während der Rallye schon die ganze Zeit im Vorderfeld zu finden ist und derzeit mit 1:37 Std. hinter Despres auf Platz sechs liegt. An der Spitze beträgt der Vorsprung von Despres nun 2:22 min vor Marc Coma. "Bei einer Änderung des Roadbook war eine Piste nicht sehr gut zu erkennen. Ich habe 100 Meter zu viel zurückgelegt, dann aber erkannt, dass Marc mir entgegen kam, obschon er zwei Minuten vor mir aufgebrochen war. Der Tag hatte schon mit einem Bad im kühlen Nass begonnen, als ich die Maschine neben mir her schieben musste. Ein harter Tag!", so Cyril Despres. Daniel Schröder ist auf dem Weg in die Top 20. Auf der heutigen Etappe verbesserte sich der junge Deutsche um einen Platz auf Rang 21.



Autos
Auch bei den Geländewagen läuft alles auf einen Zweikampf hinaus, wobei das schon sehr optimistisch gedacht ist, denn nach dem heutigen Etappensieg hat Stéphane Peterhansel fast 23 Minuten Vorsprung vor dem einzigen Verfolger Nani Roma, der heute 3:44 min hinter dem Sieger auf Platz zwei ins Ziel kam. Die letzte Hoffnung für Hummer starb heute, Robby Gordon begann stark und lag sogar eine Zeit lang an der Spitze des Feldes, hatte dann aber ein Problem bei km 199 einen Problem, das ihn lange an der Weiterfahrt hinderte. Der US-Amerikaner verlor richtig viel Zeit und ist noch nicht im Ziel. Neuer Dritter sind Giniel De Villiers und Rene von Zitzewitz, die aber schon 1:11 Std. Rückstand haben. Ein weiterer deutschen Co-Pilot steht auf Platz vier. Andreas Schulz navigiert für Leonid Novistkiy. Das Duo, das den diesjährigen Auftakt der Dakar gewann, liegt nun auf Platz vier, allerdings schon mit über zwei Stunden Rückstand.
Nur knapp hat heute Stephan Schott als Elfter die Top 10 verpasst, der BMW-Pilot verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung um 19 Plätze auf Rang 15! Stefanie Mannis ist noch nicht im Ziel. Gestern wurde sie als 64. geführt.

Trucks
Andrey Karginow hat im Schlussteil noch die IVECO hinter sich gelassen. Am Ende kommt der Russe mit seinem KAMAZ drei Minuten vor Hans Stacey ins Ziel der klar Führende Gérard De Rooy wurde hinter Miki Biasion Vierter und hat in der Gesamtwertung weiter einen komfortablen Vorsprung von 55 Minuten vor Hans Stacey.

Quads
Nachdem gestern mal Tomás Maffei die Patronellis Paroli bieten konnte, machten die beiden argentinischen Brüger den Sieg heute wieder unter sich aus. Gesamtspitzenreiter Alejandro war eine halbe Minute schneller als Marcos, der in der Dakar mit 80 Minuten Rückstand schancenlos auf Platz zwei liegt. Weitere fünfzig Minuten Rückstand hat Tomás Maffei als Dritter.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 10: Coma jagt Despres / Gordon vor dem Aus?

Vom Strand Iquique ging es nach Arica. Surfen stand dabei auf dem Programm, denn auf den 377 Wertungs-Kilometern warten gleich mehr als 100 km Dünen. Auf den restlichen Kilometern galt es wieder, Tempo zu machen. Zu den gezeiteten Kilometern kam noch ein 317 km langes Verbindungsstück.







Motorrad
Der Zweikampf an der Spitze hält an. Die beeindruckendste Leistung bot heute Joan Barreda, der sich schon zeitig im Rennen am rechten Fuß verletzte, dann aber unglaubliche Willenskraft zeigte und die Etappe mit immerhin 1:32 min vor Marc Coma gewann. Die beiden Spanier profitierten von einen kleinen Navigationsfehler des Führenden Cyril Despres. Der Franzose hatte heute das Pech, als erster Starten zu müssen und verlor gegen Coma gut zwei Minuten.
"Bis zu km 225 lief für mich alles gut, ich konnte ein hohes Tempo halten. Aber da ist mir ein kleiner Navigationsfehler unterlaufen und in diesem Moment hat Marc mich überholt. Er ist mit Joan Barreda zusammen gefahren, dem ich hier übrigens gratulieren möchte, denn er ist eine super Etappe gefahren. Auf diesem Niveau zählen die Sekunden!", analysierte Despres, der 21 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. Dritter bleibt Helder Rodrigues, der gegen den neuen Vierten, Jordi Viladoms, schon mehr als eine halbe Stunde herausgefahren hat. Dagegen ist der bisherige Vierte, Paulo Gonçalves, weit zurückgefallen. Der Portugiese verlor heute auf seinen Landsmann fast 14 Minuten und steht nun nur noch auf Platz 7. Daniel Schröder ist weiter auf dem Vormarsch. Der junge KTM-Pilot verbesserte sich inzwischen schon auf den 25. Platz!



Autos
Die Gefühle während der Rallye spielen Achterbahn. Am heftigsten erwischte es zuletzt die Hoffnung der Hummer, Robby Gordon. Der US-Amerikaner gewann gestern überlegen, heute erlebte er wieder bittere Minuten. Ein Fahrfehler wurde dem 42-jährigen zum Verhängnis. Im harten Zweikampf mit Spitzenreiter Stéphane Peterhansel beschädigte er sich seinen Hummer dabei und verlor 14 Minuten. Dazu kommt, dass die technischen Kommissare gestern Regelabweichungen am Hummer von Gordon fanden und der Amerikaner heute nur mitfahren durfte, weil die Entscheidung durch einen Einspruch noch nicht rechtskräftig ist. Stéphane Peterhansel verpasste den Sieg auch, denn Mini-Kollege Nani Roma fährt ein perfektes Rennen und schlägt den Topfavoriten um 21 Sekunden. Giniel De Villiers bleibt mit einem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz im Vorderfeld. Heute gab es für das Team auf einem Toyota einen dritten Platz, nur 7:44 min hinter dem Sieger. In der Gesamtwertung liegt das Duo mit über einer Stunde Rückstand auf Peterhansel auf Platz vier. Noch nicht im Ziel ist der Pole Krzysztof Holowczyc, der die Servolenkung seines Mini beschädigte und wohl aus dem Kreis der Podiums-Kandidaten gefallen ist, wenn er nicht sogar aufgegeben hat. Eine offizielle Meldung liegt nicht vor. Lassen wir uns überraschen. An der Spitze liegt Peterhansel nun mit 19 Minuten vor Nani Roma und 20 Minuten vor Robby Gordon, dem aber der Ausschluss droht. Dann wäre Giniel De Villiers plötzlich wieder auf dem Podium! Stephan Schott ist auch weiter gut im Rennen. Der BMW-Pilot kam heute mit seinem Beifahrer Holm Schmidt auf einen guten dreizehnten Platz und verbessert sich auf einen guten 30. Platz in der Gesamtwertung. Noch nciht im Ziel ist Stephanie Manns. Gestern lag die Deutsche bei ihrer ersten Dakar auf einem respektablen 64. Platz.

Trucks
Heute zeigte sich KAMAZ mal an der Spitze. Der Kasache Artur Ardavichus fuhr seinem ersten zum ersten Dakar-Etappensieg seiner Karriere. Schon fast nicht mehr für mögliche Glücksgefühle bescherte KAMAZ der Doppelsieg, den Andrey Karghinov sicherte. Zweieihalb Minuten nach dem Sieger kam Gerard de Rooy in Ziel. Er leistete sich gleich zu beginn der Etappe einen Navigationsfehler, den sein Teamkamerad Hans Stacey gleich nachmachte und am Ende gleich 14 Minuten verlor. So bleibt zwar Stacey in der Gesamtwertung weiter Zweiter, hat nun aber schon 59:27 min Rückstand auf Spitzenreiter de Rooy. Der beste Tatra-Fahrer, Aleš Loprais, musste gestern nach einem Unfall auf dem Verbindungsstück aufgeben. Der beste Deutsche, Franz Echter ist auf der gestrigen Etappe ausgeschieden. Wenn ich die niederländische Internetseite seines Teams richtig interpretiere, schied der Deutsche mit einer defekten Lenkung aus.

Quads
Nach der Demütigung am letzten Tag, an dem Tomás Maffei fast eine dreiviertel Stunde auf die Patronelli-Brüder verlor, fuhr der Argetinier heute alles in Grund und Boden und ließ Marcos 13 Minuten und Alejandro, der mit 1:19 Std. vor Marcos führt, 13,5 Minuten hinter sich. "Es war eine sehr abwechslungsreiche, schnelle Etappe. Ich hatte ein wenig Bammel davor. Nach der langen Etappe von Antofagasta war diese hier im Vergleich kürzer. Das war besser. Die Navigation war schwierig. Ich habe einen Punkt verpasst und habe ihn gesucht. Aber die Etappe war wirklich schön, mit einem wunderschönen Abschnitt in den Bergen", meinte der Sieger.



Morgen geht es dann also zum 27. Gastgeberland in der Geschichte der Dakar, nach Peru.

Dienstag, 10. Januar 2012

Rallye Dakar, 9. Etappe: Zweikampf Despres - Coma bleibt spannend - Al-Attiyah gibt auf

Abwechslungsreich umschreibt die Wertungspiste wohl ganz gut. Die Strecke stieg 1000 m an, danach gab es rasante Abfahrten. Der Untergrund war abwechslungsreich: Schotter, Schlamm, Asphalt, Sand - es gab von allem etwas. 556 km waren zu absolvieren, dazu kam ein kurzes 5 km langes Verbindungsstück. Zusätzlicher Kick auf dem zweiten Abschnitt des geteilten Prüfung: Es gab nur wenige Orientierungspunkte, was die Navigation erschwerte.



Die Dakar ist sicher eines der größten Abenteuer der Welt. Anders als zum Teil behauptet, sind die Sicherheitsvorkehrungen sind beispielhaft





So, nach so viel Atmosphäre die harten Fakten zur 9. Etappe.

Motorrad
Bei den Bikes geht der Zweikampf zwischen Marc Coma und Cyril Despres weiter. Die Führung von Coma hielt genau einen Tag, denn heute gab es erneut einen Wechel an der Spitze. Vorteil von Cyril Despres war vielleicht, dass er erst als Siebter von insgesamt 120 Athleten an den Start gehen musste. So war die Navigation natürlich ein bisschen einfacher als für Marc Coma, der als Vortagessieger zuerst an den Start gehen musste. Und so kam Despres zu seinem 29. Tagessieg bei der Dakar und nahm seinem KTM-Markenkollegen fast vier Minuten ab. "Es fühlt sich gut an. Nach einem schwierigen Tag wie gestern kommen die Zweifel. Man muss wieder in den Tritt kommen. Im Kopf war das nicht einfach, aber ich bin mit meinem Tag sehr zufrieden", so der Sieger. Der Franzose führt in der Gesamtwertung mit 2:28 min Vorsprung. Weiter gut hält sich der Portugiese Helder Rodrigues, der mit einer knappen Stunde Rückstand Dritter ist und auf den Vierten, seinen Landsmann Paulo Gonclaves schon 27 Minuten herausgefahren hat.
Weiter auf dem Vormarsch ist der erst 21-jährige Daniel Schröder. nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der KTM-Pilot schon auf Platz 25 geschoben.

Autos
Licht und Schatten gab es heute bei Hummer. Robby Gordon konnte seinen ersten Etappensieg bei der diesjährigen Dakar einfahren, während Nasser al-Attiyah das Ziel nicht erreichte. Dem Katari wurde wieder ein technischer Defekt am Hummer zum Verhängnis. Diesmal gab es Probleme mit dem Keilriemen, die offenbar nicht reparabel waren. So stieg der Titelverteidiger aus der Rallye aus. Der einzige, der einigermaßen mit Robby Gordeon mithalten konnte, war Gesamt-Spitzenreiter Stéphane Peterhansel, der 98 Sekunden verlor. Damit fiel der Vorsrung des Franzosen auf knapp sechs Minuten. Boden verloren hat heute der Pole Krzysztof Holowczyc, der nun schon fast 17 Minuten Rückstand hat. Nani Roma folgt mit 19,5 Minuten Rückstand. Weiter auf Platz fünf liegen Giniel De Villiers und Dirk Von Zitzewitz, allerdings haben die beiden schon 54 Minuten Rückstand auf Peterhansel.



Trucks
Bisher sind erst vier Trucks im Ziel. Vorn drei IVECO, die auf den Vierten, den KAMAZ von Artur Ardavichus fast neun Minuten herausgefahren haben. Unter den IVECO finden wir auch den Gesamtspitzenreiter Gerard De Rooy, der heute hinter dem Sieger Miki Biasion und Hans Stacey auf Platz drei fuhr. Der Niederländer wird seine Führung stark ausbauen. TATRA-Pilot Ales Loprais ist noch nicht im Ziel.

Quads
Bei den Quads bleibt es langweilig. Titelverteidiger Alejandro Patronelli gewann heute die zweite Etappe und baute den Vorsprung auf seinen Bruder Marco weiter aus. 1:20 Stunden sind es nun schon. Heute kamen nämlich wieder 62 Sekunden hinzu. Und der dritte Argentinier, Tomás Maffei? Der verlor heute als Dritter gleich 44 Minuten.

Montag, 9. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 8: Coma deklassiert die Konkurrenz

Nach dem Ruhetag wurde den Fahrern gleich wieder alles abverlangt. Gleich 477 Wertungskilometer standen zwischen Copiadó und Antofagasta auf dem Programm. Hinzu kamen noch 245 Verbindungskilometern. Heute kam es vor allem auf Tempo an. Größtenteils ging es über Schotterpisten.

Motorrad
Weiter geht es im Zweikampf an der Spitze. Marc Coma muss in der zweiten Hälfte der Dakar 7:48 min auf den Führenden Cyril Despres gut machen. Der Sieg wird sich zwischen den beiden KTM-Piloten entscheiden, wenn sie ins Ziel kommen. Dass der Titelverteidiger aber schon am ersten Tag der zweiten Woche nicht nur den Rückstand wettmacht, sondern sogar einen Vorsprung vor Despres herausfährt, war dann schon eine Überraschung. Der Spanier entscheidet die Etappe schon in der Anfangsphase, als er ein schlammiges Flussbett geschickt umfährt. Despres hingegen versenkt seine Maschine im Schlamm und verliert fast zehn Minuten. Im Schlepptau hatte er
Paulo Gonçalves, dem das gleiche Missgeschick unterläuft. Cyril Despres erläuterte das Missgeschick nach dem Rennen: "Zwischen dem Erkundungsfahrzeug, das vor zwei Tagen hier durchgefahren ist, und heute ist eine Schlammlawine runtergekommen. Es war im Aufschrieb nicht verzeichnet. Ich war der Erste, den es erwischt hat. Ich konnte die Stelle nicht umfahren. Ich werde auf die Entscheidung der Veranstalter warten, denn nach der Durchfahrt von Ullevalseter, Goncalves und einigen anderen wurde die Strecke umgeleitet, denn ansonsten wären 200 Fahrzeuge im Schlamm steckengeblieben. Ich sehe nicht ein, warum wir als einzige die Zeche zahlen sollen.". Nun, Marc Coma kam heil durch und gewann die Etappe mit sieben Minuten Vorsprung auf den Gesamtdritten Helder Rodriguez. Der Portugiese hat jetzt 49 Minuten Rückstand hinter dem neuen Spitzenreiter und ist der einzige der neben Despres noch innerhalb einer Stunde mit Coma ist. Despres freilich kann weiter hoffen, denn er hat nur 86 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter.

Auto
Bei den Geländerwagen gab es heute einen Zweikampf um den Tagessieg. Am Ende gab es erneut einen Mini-Erfolg. Nani Roma gewann die Etappe mit 5 Sekunden Vorsprung auf den Hummer-Piloten Robby Gordon. Der US-Amerikaner macht gegen über Krzysztof Holowczyc 2 Minuten gut und verdängte den Mini-Fahrer von Platz zwei. Vorn in der Gesamtwertung bleibt Stéphane Peterhansel, der heute mit 5,5 Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel fuhr und nun noch 7:36 min vor Robby Gordon liegt.

Trucks
Bisher sind erst sieben Trucks ins Zielgekommen. Weiter stark unterwegs ist der Tscheche Ales Loprais, der mit seinem Tatra heute 91 Sekunden schneller war als der Gesamtführende Gerard De Rooy. Damit schmolz der Vorsprung des IVECO-Fahrers auf 15:39 min. Hans Stacey, der heute mit über 16 Minuten hinter Loprais ins Ziel kam, hat als Dritter jetzt schon 48 Minuten Rückstand.

Quad
Wow, Marcos Patronelli hat heute seinem Bruder Alejandro grandiose 38 Sekunden abgenommen, was den aber nicht weiter stört, zumal Tomás Maffei heute weitere neun Minuten verlor und Alejandro Patronelli nun schon über eine Stunde Vorsprung vor seinen beiden "ärgsten" Verfolgern.

Sonntag, 8. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 7: Coma kommt näher / Husarenritt von Al Attiyah

130 Motorräder, 21 Quads, 124 Geländewagen und 71 Trucks nahmen die heutige Etappe in Angriff.
Einmal "Rund um Copiapo" ging es heute. Die Fahrer bekamen dabei zum ersten Mal in diesem Jahr den Pazifik zu sehen. Die insgesamt 419 km lange Wertungsstrecke war geteilt. Im ersten Teil ging es durch eine Kakteenlandschaft. Danach stand ein heißer Ritt durch die Dünen auf dem Programm. Die größte Herausforderung dürfte wohl heute die Länge der Strecke sein, denn hinter den Athleten liegt schon eine strapziöse Woche. Neben der Wertungsstrecke gab es noch ein 154 km langes Verbindungsstück.



Motorrad
Marc Coma konnte heute etwas von seinem Rückstand auf Cyril Despres gutmachen. Der Spanier gewann die Etappe und holte heute zwei Minuten auf. Cyril Despres hat aber weiter 7:48 min Vorsprung. Der Rest ist weit zurück. Der Portugiese Helder Rodrigues hat als Dritter schon fast 50 Minuten Rückstand. Daniel Schröder verbesserte sich auf Platz 32

Autos
Wenn am Auto alles hält, dann ist Vorjahressieger Nasser Al Attiyah nicht zu Halten. Und so prügelte der Katari seinen Hummer zu einem klaren Sieg. 7:30 min gewann Al Attiyah gegenüber seinem Team Kollegen Robby Gordon, der dem Spitzenreiter Stéphane Peterhansel 23 Sekunden abnahm. Hinter Krzysztof Holowczyc und Nani Roma kam Giniel De Villiers auf Platz sechs. Der Südafrikaner verlor mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz 13 Minuten gegen Peterhansel. In der Gesamtwertung sind die beiden mit ihrem Toyota mit 34 Minuten Rückstand Fünfter. Vorn steht Mini-Pilot Stéphane Peterhansel mit 11:22 Minuten Vorsprung auf Markenkollegen Krzysztof Holowczyc. Mit 13:09 min Rückstand ist Robby Gordon Dritter, Nani Roma ist Vierter. Nasser Al Attiyah verbesserte sich von Platz elf auf sechs.

Trucks
Gerard De Rooy konnte heute seine Führung weiter ausbauen. Der IVECO-Pilot brachte sein Fahrzeug knapp vier Minuten schneller über die Strecke als Tatra-Fahrer Ales Loprais. Der Tscheche ist mit 17 Minuten Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Jäger des Niederländers. Dritter ist der Niederländer Hans Stacey mit einem IVECO. Die KAMAZ-Mannschaft zahlt weiter Lehrgeld. Ayrat Mardejew verlor heute erneut 21 Minuten und schon 1:13 Stunde hinter dem Führenden Gerard De Rooy. Der beste KAMAZ-Fahrer kommt aber nicht vom Werksteam. Der Kasache Artur Ardavichus wurde heute mit 17 Minuten Rückstand Vierter. Auch in der Gesamtwertung ist der 40-jährige Vierter.

Quad
Alejandro Patronelli hat heute einen großen Schritt zum Dakarsieg getan. Der Titelverteidiger fuhr heute alles in Grund und Boden und ließ auch Tomás Maffei (+ 54:28) und Bruder Marco (+ 1:20:08) weit hinter sich. Der einzige Fahrer, der heute mit 16:10 min weniger als eine halbe Stunde verlor, war der Chilene Ignacio Casale. In der Gesamtwertung führt Alejandro 59 Minuten vor Tomás Maffei. Bruder Marco liegt schon 1:21 Stunden zurück. Gähn.





Morgen ist Ruhetag.

Freitag, 6. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 6: Frost im Sommer verhindert die Etappe.

Was in Deutschland derzeit fast flächendeckend fehlt, erlebten die Teilnehmer der Rallye Dakar heute beim überqueren der Anden frostige Temperaturen. Heute machten sich die Fahrer von Argentinien über den 4.700 m hohen und -8 °C kalten Paso San Francisco nach Chile auf. Nach der Hitze der vergangen Tage nun also das andere Extrem. Die Dakar macht ihrem Ruf als härteste Rallye wieder einmal alle Ehre. Von Fiambala ging es nach Copiapó. Die Bikes mussten schon 4:15 antreten, die Geländerwagen folgten fünf vor sechs. Nach 394 kalten Verbindungskilometern folgten 247 Wertungskilometer. Am Start waren 130 Bikes, 21 Quads, 125 Autos und 71 Trucks.





Wegen des schlechten Wetters wurde die heute Wertung abgesagt. Regen und anhaltende Schneefälle machten die ordnungsgemäße Durchführung der Wertungsprüfung unmöglich. So geht es morgen im chilenischen Copiapo, wohin die Fahrzeuge im Konvoi fuhren mit einer Schleife weiter. Der Start- ist also auch der Zielort.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Rallye Dakar, Tag 5: Peterhansel und Despres verteidigen ihre Führung

Die 5. Etappe der Rallye Dakar boten zur Abwechselung viel Sand. Die weißen Dünen von Fiambalá standen auf dem Programm und verlangten besonderes Geschick beim Navigieren. Während Autos und Trucks heute nur 177 km Wertungsstrecke absolvieren mussten, standen für Bikes und Quads 265 km auf dem Programm. Dafür hatten die kleinen Fahrzeuge nur 151 Verbindungsstrecke, die Autos und LKW 246 km.





Auto
Der Etappensieg ging heute an den Mini-Piloten Krzysztof Holowczyc, der sich vor dem besten Hummer mit Robby Gordon im Cockpit durchsetzte. Dritter wurde mit gut 3 Minuten Rückstand Stéphane Peterhansel, der damit in der Gesamtwertung von bleibt. Der Pole Holowczyc verbesserte sich auf Platz zwei und hat gut vier Minuten Rückstand auf seinen Marken-Kollegen. Mini dominiert damit weiter die Dakar. Vier der fünf Etappen gewannen die kleinen Flitzer. Auch der dritte Platz in der Gesamtwertung geht an einen Mini. Nani Roma hat zehn Minuten Rückstand auf Peterhansel. Neben den Mini machen die Hummer den besten Eindruck Robby Gordon ist in der Gesamtwertung mit 13,5 Minuten Rückstand Vierter, Nasser Al Attiyah fuhr zweimal die beste Zwischenzeit. Dann bremste ihn aber eine gerissene Kühlerleitung und erste Araber verlor über 20 Minuten. So liegt Nasser Al Attiyah schon 50 Minuten hinter Peterhansel. Ein Muster an Zuverlässigkeit ist auch der Toyota von Giniel De Villiers. Allerdings verlor der Südafrikaner heute trotzdem 19 Minuten und fiel in der Gesamtwertung auf Platz fünf zurück. Auf Peterhansel fehlen ihm jetzt 21 Minuten.
Weiter auf der Überholspur ist Stephan Schott. Der BMW-Pilot wurde heute Zwanzigster und verbesserte sich in der Gesamtwertung um mehr als 30 Plätze auf Rang 62.

Motorrad
150 Piloten waren heute am Start, aber eigentlich ist die Konkurrenz nur noch ein Duell. Cyril Despres konnte dabei heute erneut 1:41 min zwischen sich und Marc Coma legen und baute so seinen Vorsprung auf fast 10 Minuten aus. Eine Vorentscheidung ist das aber wohl noch nicht, denn noch ist nicht einmal Halbzeit. Auf Platz drei der Gesamtwertung finden wir Helder Rodrigues aus Portugal. Der Yamaha-Pilot war auch im Vorjahr Dritter. Er ist also bester vom Rest - mit 48 Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Daniel Schröder kam heute eine gute halbe Stunde hinter Despres ins Ziel. Der KTM-Pilot verbesserte sich auf Platz 34 und kommt seinem Ziel, unter besten dreißig zu fahren, immer näher.

Trucks
Die Iveco setzen weiter die Maßstäbe, besonders Gerard De Rooy, der heute schon den dritten Etappensieg holte und seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Hier schob sich heute Miki Biasion als Dritter bis auf vier Sekunden an Hans Stacey heran. Weiter stark im Rennen ist Ales Loprais, der mit seinem Tatra nur 14 Sekunden hinter De Rooy auf Platz zwei ins Ziel kam. Bester KAMAZ ist jetzt Eduard Nikolajew, der in der Gesamtwertung mit 22,5 Minuten hinter dem Spitzenreiter auf platz fünf liegt. Franz Echter wurde heute Zehnter und war damit bester MAN-Fahrer.

Quads
Bei den Bikes ist es ein Zweikampf - bei den Quads ein Dreikampf. Im Wettbewerb der Argentinier war heute Marcos Patronelli der Schnellste. Er verwies seinen Bruder Alejandro mit knapp 2 Minuten Vorsprung auf Platz zwei. Tomás Maffei wurde Dritter und konnte seine Führung in der Gesamtwertung gerade so ins Ziel retten. Der 27-jährige führt noch mit 35 Sekunden vor Alejandro.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Rallye Dakar: Peterhansel holt sich Führung zurück

Verfahren war auf der vierten Etappe nicht so leicht wie gestern, denn alle Fahrzeuge absolvierten die gleiche Strecke. Auf dem Weg von San Juan nach Chilecito hatten die 140 Autos, 156 Bikes, 71 Trucks und 25 Quads eine 326 km lange Sonderprüfung zu absolvieren. Dazu kamen 424 Verbindungsstück. Die Strecke führte unter anderem durch die atemberaubenden Canyons in der ProvinzLa Rioja, wo auch das Ziel lag. Die Wertungsstrecke bestand aus einen hohen Schotteranteil. Dazu kam schlammige, matschige Erde. Außerdem ging es hoch hinaus, bis auf 3.400 m.



Autos
Er galt schon vor dem Start der diesjährigen Dakar als einer großen Favoriten: Rekordsieger Stéphane Peterhansel. Nach den Problemen am gestrigen Tag, kam der Franzose heute ohne Probleme über den Parcours und ließ die Konkurrenz mehr als fünf Minuten hinter sich. Damit übernahm Peterhansel mit seinem Mini auch in der Gesamtwertung die Führung. Härtster Kontrahent ist Giniel De Villiers, der heute mit seinem deutschen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz auf Platz 3 fuhr und in der Gesamtwertung 5:41 min Rückstand hat. Dahinter halten sich Nani Roma und Krzysztof Holowczyc ordentlich. Beide haben unter zehn Minuten Rückstand. Krzysztof Holowczyc war heute als Spitzenreiter gestartet und verlor auf Peterhansel fast 11 Minuten. Titelverteidiger Nasser Al Attiyah hatte im Schlamm des Schlussabschnitts der Prüfung seine liebe Mühe und verlor heute fast 27 Minuten. In der Gesamtwertung hat der Mann aus dem Katar schon 30 Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf der Überholspur scheint der Argentinier Orlando Terranova zu sein. Der Toyota-Pilot kam heute auf Platz zwei. Nach Platz 38 nach Etappe zwei verbesserte sich der Argentinier auf Platz 18. Zwischen ihm und Stéphane Peterhansel liegen aber schon 1,5 Stunden. Knapp zwei Stunden verlor heute die junge Deutsche Stefanie Manns und ist damit gute 61. Stephan Schott, gestern auf Platz 117, fuhr heute weit nach vorn und verlor nur knapp 53 Minuten. Der Hesse liegt nun auf Platz 64.

Motorrad
Marc Coma versuchte heute alles, um den Rückstand durch den gestrigen Navigationsfahler heute einigermaßen wettzumachen. 2 Minuten nahm der Spanier heute dem Spitzenreiter Cyril Despres. In der Gesamtwertung bleibt der Franzose über acht Minuten vor seinem KTM-Markenkollegen. Alle anderen Fahrer haben schon mindestens eine knappe halbe Stunde Rückstand. Daniel Schröder kam heute seinen sportlichen Ansprüchen schon ein bisschen näher. Der KTM-Fahrer verlor gestern viel Zeit, weil er eine Zeitstrafe wegen einem verpassten Wegpunkt erhielt. Heute wurde Schröder 29. und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz 39. Auf den anvisierten 30. Platz fehlt dem Deutschen eine Stunde.

Trucks
Hier müssen wir leider das Aus für matthias Behringer vermelden. Der MAN-Fahrer hat gestern aufgegeben. Im letzten Jahr war der 38-jährige immerhin 10. gar nicht lief es heute für die KAMAZ. Ayrat Mardejew war noch der beste. Er verlor als Tagessiebter 12 Minuten. Noch ärger erwischte es den als Gesamtführender gestarteten Artur Ardavichus, der 13,5 Minuten verlor. So war der Weg für die Iveco frei. Gerard De Rooy fuhr zum zweiten Etappensieg und übernahm gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung. Mit Hans Stacey und Miki Biasion folgen mit knapp bzw. gut drei Minuten Rückstand zwei weitere Iveco.
Im Vergleich zu den letzten Tagen kamen heute die MAN einigermaßen zurecht. Marcel Van Vliet wurde heute Vierter, Franz Echter kam mit neuneinhalb Minuten Rückstand auf Platz fünf. Der Deutsche verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz neun. Und unser Tatra? Ales Loprais wurde heute Tagessechster, was ihn in der Gesamtwertung zum ersten Jäger der Iveco macht. Allerdings hat der Tscheche schon 13 Minuten Rücstand. Auf Platz fünf ist Artur Ardavichus zurückgefallen.

Quad
Die Quadkonkurrenz ist fest in der Hand der Argentinier. Heute konnte Tomás Maffei die beiden Brüder Alejandro und Marcos Patronelli klar distanzieren. und übernahmauch die Führung in der GEsamtwertung. Maffei führt mit 3 Minute vor Alejandro und gut sechs Minuten vor Marcos. Auch auf Platz vier liegt ein Argentinier. Lucas Bonetto hat aber schon mehr als eine Stunde Rückstand.



Rallye Dakar, Tag 3: Krzysztof Holowczyc übernimmt Führung bei Autos / Coma verfährt sich

Nicht mehr zur dritten Etappe antreten konnte die deutsche Hoffnung bei den Autos. Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemannmussten mussten gestern das Rennen wegen eines irreparablen Motorschadens an ihrem SMG-Diesel-Buggy aufgeben.

Die dritte Etappe forderte den Piloten wieder alles ab. Für Autos und Trucks ging es heute über insgesamt 499 km von San Rafael nach San Juan, für die Motoräder und Quads standen 62 km mehr auf dem Programm. Davon waren 208 bzw. 270 km Wertungsstrecke. Bei ihrem Ritt durch die Kordilleren wird der Rios durchquert und sind zahlreiche Löcher und Steine zu umfahren. Der Schotterbelag wird den Fahrzeugen einiges abverlangen, die Fahrer werden kaum Zeit für einen Blick auf die traumhafte Kandschaft haben. Auch ein steiler Anstieg wird für die Fahrzeuge nicht ohne sein.



Autos
Die 3. Etappe nahmen noch 160 Fahrzeuge in Angriff. Darunter übrigens auch der ehemalige polnische Weltklasse-Skispringer Adam Malysz, der gestern auf Platz 54 lag und heute mit seinem Mitsubishi sogar weitere drei Plätze gut machte. Vorn begann die Jagd auf Stéphane Peterhansel. Der Franzose wurde durch zwei Reifenschäden an seinem Mini gestoppt und verlor so nach zweimal Bestzeit bei den Zwischenzeiten auf den letzten 50 km noch viel Zeit. Am Ende kam Stéphane Peterhansel mit 6:23 min Rückstand auf Sieger Nani Roma (E/Mini) als Achter ins Ziel und verlor auch die Führung in der Gesamtwertung. Die holte sich der Pole Krzysztof Holowczyc, der heute mit 1:09 min Rückstand auf Roma als Zweiter ins Ziel kam. Nasser Al Attiyah setzte seine Aufholjagd fort. Der Vorjahressieger kam 20 Sekunden hinter Holowczyc als Dritter ins Ziel und hat nun in der Gesamtwertung 6:34 min Rückstand auf Holowczyc. In der Gesamtwertung bleibt Robby Gordon mit seiner Hummer weiter erste Jäger. Der US-Amerikaner kam heute auf Platz fünf und hat jetzt 54 Sekunden Rückstand auf Holowczyc. Weiter gut unterwegs ist auch der Toyota von Giniel De Villiers und Dirk Von Zitzewitz. Das südafrikanisch/deutsche Duo kam heute auf Platz drei und nimmt diesem Platz mit 1:40 Rückstand auch in der Gesamtwertung ein. Dahinter folgen Nani Roma, Stéphane Peterhansel und Nasser Al Attiyah. Stefanie Manns verbesserte sich heute auf Platz 84, Stephan Schott ist, nachdem er gestern mächtig einbrach, heute 66. geworden, wird aber mit über neun Stunden Rückstand in der Gesamtwertung nur noch als 108. geführt. Platz 20 aus dem Vorjahr ist unerreichbar geworden.

Motorrad
Bei den Motorräder galt es, Marc Coma nicht schon zum Beginn der Rallye enteilen zu lassen. Heute gab es einen spannenden Zweikampf zwischen den beiden Dominatoren des letzten Jahres: Titelverteidiger Marc Coma (E) und Cyril Despres (F). Die Führung wechselte zwischen den beiden KTM-Piloten, bis Marc Coma ein Navigationsfehler unterlief. Erst nach vier Kilometern bemerkte der Spanier seinen Fehler. Den Rückstand konnte er nun nicht mehr wettmachen. Cyril Despres, der die Dakar 2005, 2007 und 2010 gewann, sicherte den Etappensieg und auch die Führung in der Gesamtwertung. Marc Coma verlor heute 13:04 min und ist trotzdem in der Gesamtwertung mit über zehn Minuten Rückstand immer noch Zweiter. Daniel Schröder verlor zwar heute auf den Sieger fast 1,5 Stunden, bleibt aber in der Gesamtwertung weiter im Plan. Derzeit wird er auf Platz 37 geführt. Der deutsche KTM-Pilot möchte gern unter den besten 30 ins Ziel in Lima kommen.
Ausgeschieden ist der Vierter nach der zweiten Etappe. Jakub Przygonski´s KTM blieb mit einem Motorschaden liegen. Auch Quinn Cody, im Vorjahr immerhin Neunter, ist nicht mehr dabei. Nach einem heftigen Sturz musste der US-Amerikaner mit Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus geflogen werden.

Trucks
Bei den großen Fahrzeugen geht der Kampf zwischen KAMAZ und IVECO weiter. Mittendrin der Tatra von Ales Loprais. Die Etappe gewann heute der Italiener Miki Biasion, der nach drei Jahren Pause mal wieder bei einer Dakar dabei ist. Diesmal auf einem Iveco. Als Führender ging heute Gerard De Rooy mit einem Vorsprung von 5:30 min ins Rennen. Das reichte nicht, denn der Niederländer verlor heute fast neun Minuten auf den Tagessieger und fast acht Minuten auf den Zeiten, KAMAZ-Pilot Artur Ardavichus. Der Kasache übernahm damit die Führung, 28 Sekunden vor Gerard De Rooy und 1:51 min vor dem heutigen Sieger Miki Biasion. Der KAMAZ wird gleich von drei Iveco gejagd. Auf Platz vier steht der Niederländer Hans Stacey, gefolgt vom Tschechen Ales Loprais und seinem Tatra.
Franz Echter muss hart kämpfen, wenn er in dieser Saison wie im Vorjahr auf Platz fünf holen möchte. Nach dem heutigen neunten Platz verbessert sich der 53-jährige in der Gesamtwertung auf Platz zehn.

Quad
Die Zeit des Siegers der ersten beiden Etappen, Sergio La Fuente, ist vorbei, denn der Yamaha-Fahrer verlor heute über eine Stunde und ist nur noch Sechster. An der Spitze liegen nun die Favoriten aus Argentinien. Titelverteidiger Alejandro Patronelli führt mit 55 Sekunden Vorsprung auf Marcos Patronelli. Dritter ist mit 2:41 min Rückstand Tomás Maffei. Der Tagessieg ging an Pablo Copetti, ebenfalls aus Argentinien. Der Yamaha-Pilot, im Vorjahr Fünfter, fiel gestern weit zurück und liegt nach dem heutigen Tag mit über sieben Stunden Rückstand nur auf Platz 24.



Dienstag, 3. Januar 2012

Rallye Dakar: Marc Coma beherrscht die Motorrad-Konkurrenz

Der 2. Tag der Rallye Dakar führte die Sportler in das Landesinnere Argentiniens über die grauen Dünen von Nihuil. Motorrad- und Quad-Piloten mussten schon 5 Uhr in der Nacht starten, denn es war ein sehr langes Verbindungsstück zu fahren. Die Autos gingen knapp zwei Stunden später auf die Reise. Die Wertungsstrecke bot vor allem harten Untergrund, was hohe Geschwindigkeiten brachten, die den Piloten hohe Konzentration abverlangte. Am Ende verlangsamte sich das Tempo deutlich, als es über die Dünen ging. Auf der Fahrt von Santa Rosa de la Pampa nach San Rafael legten die Sportler 295 km Wertungsstrecke und 487 km Verbindungsstück zurück.

Auto
Die wichtigste Frage vor dem Start war, wird das Auto von Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah rechtzeitig fertig. Gestern gab der der Motor seines Hummer kurz vor Ende der Wertungsprüfung den Geist auf und das Fahrzeug musste ins Lager geschleppt werden. Die Mechaniker bekamen das Auto aber startklar. Allerdings war es heute trotzdem kein Zuckerschlecken für den Mann aus Katar, denn er musste von Position 38 starten und hatte so viel Staub vor sich. Das hielt Al-Attiyah allerdings nicht davon ab, heute Tagesbestzeit zu fahren und sich so in der Gesamtwertung auf Platz vor zu kämpfen. Die Überraschung am gestrigen Tag war sicher der Sieg des Russen Leonid Nowitzki. Heute verlor er mit seinem Mini über 12 Minuten auf den Sieger und fiel auf Platz acht zurück. Und so war der Weg frei für den Rekordsieger der Dakar, Stéphane Peterhansel, der heute nur 54 Sekunden hinter Nasser Al-Attiyah ins Ziel kam und so die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Die Konkurrenz hat schon mindestens 2:28 min Rückstand. Da liegt Hummer-Pilot Robby Gordon, der 2009 schon einmal Dritter wurde. Auch heute kam der US-Amerikaner auf Platz drei. Krzysztof Holowczyc (PL) verlor im Mini ein bisschen Boden und ist in der Gesamtwertung mit 2:33 min nun Dritter. Gut läuft es auch weiter für den Südafrikaner Giniel De Villiers und seinen Co-Piloten Dirk Von Zitzewitz, die sich mit ihrem völlig neu konzipierten Toyota mit 3:49 min Rückstandauf Platz vier folgen. Auf Platz 5 folgt der dritte Mini mit dem Spanier Nani Roma. Stefanie Manns hat Boden gewonnen und wird auf Platz 88 geführt. Stephan Schott, gestern auf Platz 29 geführt, habe ich in den Ergebnislisten noch nicht gefunden.

Motorrad
Bei den Motoradfahrern geht der Sieg nur über den Vorjahressieger Marc Coma. Der Spanier fuhr der Konkurrenz davon und distanzierte Cyril Despres um mehr als eine Minute. Der Franzose verbesserte sich mit 2:52 min Rückstand auf Platz drei. Dazwischen rangiert noch der Chilene Francisco Lopez, der mit dem heutigen vierten Platz unter Beweis stellte, dass auch er im Vorderfeld erwartet werden kann. Auf Platz drei überraschte heute der Spanier Joan Barreda, der sich damit auch in der Gesamtwertung auf Platz fünf schon. Hier drückt die 5-Minuten-Strafe der ersten Etappe. Insgesamt hat Barreda 8:16 min Rückstand auf den Führenden. Auf Platz vier finden wir den Polen Jakub Przygonski. Er absolviert seine dritte Dakar und hat 4:52 min Rückstand auf den Führenden. Daniel Schröder, einziger deutscher Motorradpilot der diesjährigen Dakar, kassierte heute eine 5-Minuten-Strafe und verbesserte sich trotzdem um einen Platz auf Rang 44. Er hat schon fast 42 Minuten Rückstand auf Marc Coma.

Trucks
Es war nicht der Tag der MAN. Am besten kam noch der gestrige Sieger Marcel Van Vliet (NL) zurecht. Er verlor als Achter fast 10 Minuten auf den Sieger des Tages, Gerard De Rooy (NL), der im Iveco unterwegs ist. Neben den Iveco haben die KAMAZ heute gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der erst 27-jährige Eduard Nikolajew fuhr heute auf Platz zwei und ist nun mit 5:30 min Rückstand auch in der Gesamtwertung erster Verfolger von Gerard De Rooy. 19 Sekunden langsamer ist der zweite Iveco-Pilot, Hans Stacey (NL). Dahinter folgen dann wieder zwei KAMAZ mit dem am Neujahrstag 25 Jahre altgewordenen Ayrat Mardejew (RUS) und dem Kasachen Artur Ardavichus. Kann in diese Phalanx vielleicht ein Tatra eindringen? Ales Loprais ist derzeit Sechster, allerdings ist der Tscheche bisher bei fünf Starts erst einmal ins Ziel gekommen.
Franz Echter verlor heute viel Zeit und ist mit mehr als 21 Minuten Rückstand nur noch Zehnter. Die Pltzierungen von Matthias Behringer, Klaus Bäuerle und Thomas Wallenwein liegen noch nicht vor.

Quads
Der gestrige Sieg von Sergio La Fuente war keine Eintagsfliege. Der 45jährige aus Uruguay gewann auch heute und ließ die Konkureenz um Welten hinter sich. Am ehesten konnte noch Titelverteidiger Alejandro Partonelli folgen. Der Argentinier hat mit seiner Yamaha aber schon sechseinahlb Minuten Rückstand. Tomás Maffei und Marcos Patronelli (beide ARG) folgen mit fast zehn Minuten Rückstand.









Montag, 2. Januar 2012

Rallye Dakar beklagt ein Todesopfer

Die Dakar ist die härteste und gefährlichste Rallye der Welt. Letzteren Ruf bestätigte die Dakar schon am ersten Tag und lässt feierliche Wort zum Start nicht zu. Schade, denn ich habe mich auf die Dakar wie jedes Jahr gefreut. Was war passiert:
Für den argentinischen Motorradpilot Jorge Boero war die Dakar schon bei km 55 der Spezialwertung zu Ende. Auf der Strecke von Mar de Plata nach Santa Rosa stürzte der Athlet und erlitt einen Herzstillstand. Das medizinische Personal war fünf Minuten nach dem Unfall vor Ort und schaffte es nicht mehr, den Motorradpiloten wiederzuleben. Der 38-Jährige verstarb während des Transports zum Krankenhaus. Für Jorge Boero war es der zweite Start bei einer Dakar. Im Vorjahr gab er auf der 6. Etappe auf.

Die erste Etappe der Dakar, bei der die Sportler in diesem Jahr neben Argentinien und Chile auch Peru besuchen werden, sah nur eine kurze Wertungsprüfung (57 km) an der Küste zu fahren. Danach folgte ein ellenlanges Verbindungsstück. Insgesamt waren die Piloten von Mar del Plata nach Santa Rosa de la Pampa 820 km unterwegs.
Bei den Autos begann Titelverteidiger Nasser al-Attiyah, der in diesem Jahr von Volkswagen auf Hummer umstieg, mit einigen technischen Problemen und musste sich mit Platz 38 zufrieden geben. Der Katarer verlor auf der ersten Etappe fast 10 Minuten auf den Sieger Leonid Nowitzki aus Russland, der mit einem Mini und dem deutschen Beifahrer Andreas Schulz unterwegs ist. Ob Nowitzki vorn mitfahren kann, muss man mal abwarten. Der 43-jährige startet zum zweiten Mal bei der Dakar und gab im Vorjahr auf der fünften Etappe auf. Nicht dabei ist in diesem Jahr der Sieger von 2010, Carlos Sainz. Aber einige andere gute Bekannte waren bereits auf der ersten Etappe vorn dabei. Für Mini gab es gleich einen Dreifachsieg. Denn auch Krzysztof Holowczyc, im letzten Jahr Fünfter, und Altmeister Stéphane Peterhansel (4.) fahren in diesem Jahr einen Mini. Für Stéphane Peterhansel ist es bereits die 13. Dakar. Holowczyc hat 5 Sekunden Rückstand, Peterhansel 9. Der Vorjahres-Zweite, Giniel De Villiers, liegt mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz mit 15 Sekunden Rückstand auf Platz 4. Der Südafrikaner steuert in diesem Jahr einen Toyota. Bester deutscher Pilot ist Matthias Kahle, der mit einem Buggy SMG auf Platz 14 3:19 min Rückstand hat. Außerdem haben sich folgende Deutsche platziert:
29. Stephan Schott (BMW) + 6:15
115. Stefanie Manns (Mc Rae) + 36:07 - die 31-jährige gibt ihr Debüt.
Ein Mitfavorit ist schon ausgeschieden. Alfie Cox, im Vorjahr 18., wollte mit einem Volvo ganz vorne mitfahren. Daraus wird nichts, denn sein Auto brannte auf der ersten Etappe völlig aus. Damit ist die Dakar für den Südafrikaner schon beendet.
Volkswagen, das die letzte Dakar Dominierte, schickte in diesem Jahr kein Team.

Bei den Motorrädern geht Marc Coma als Titelverteidiger ins Rennen. Der KTM-Pilot möchte in diesem Jar seine vierte Dakar gewinnen. Heute musste der Spanier nur dem Chilenen Francisco Lopez den Vortritt lassen. Der Vorjahres-Vierte fuhr mit seiner Aprilia 14 Sekunden heraus. Ober der Chilen aber tatsächlich mit um den Sieg kämpfen kann, bleibt abzuwarten. Lopez stürzte im Frühjahr bei der Tunesien-Rallye schwer und musste sechs Operationen über sich ergehen lassen. Es wird also spannend, wie der 36-jährige die Strapazen der Tour aushalten wird. Einen starken Auftakt legte der Argentinier Javier Pizzolito hin. Der Honda-Pilot, der im letzten Jahr als Debütant schon auf der ersten Etappe aufgeben musste, wurde heute mit nur 27 Sekunden Rückstand Dritter. Auch auf Platz vier steht eine Honda. Der US-Amerikaner Quinn Cody hat 30 Sekunden Rückstand. Letztes Jahr wurde er Neunter. Der Vorjahreszweite und dreifache Dakar-Sieger, Cyril Despres, begann in diesem Jahr als 13. mit 1:48 min Rückstand auf den Sieger. Bester Deutscher ist nach dem ersten Tag Daniel Schröder. Mit seiner KTM kam er 6:12 min hinter dem Sieger als 45. ins Ziel. Schröder hat ehrgeizige Ziele und will bei seinem Debüt am Ende als 30. ins Ziel kommen. Weitere Deutsche sind in diesem Jahr nicht am Start.

Wachablösung bei den KAMAZ. Der Zar, Wladimir Schagin, ist nicht mehr am Start. Auch Firdaus Kabirow und Ilgizar Mardejew sind nicht dabei. So wird es spannend, ob bei den LKW auf dieser Dakar die Dominanz der KAMAZ vielleicht gebrochen wird. Auf der ersten Etappe waren die KAMAZ schon mal nicht vorn. Marcel Van Vliet (NL), der 2010 schon einmal Dritter wurde, gewann heute mit einem MAN vor einem Iveco. 26 Sekunden Rückstand hatte Landsmann Gerard De Rooy, der 2004 und 2009 schon einmal Dritter wurde. Der Vorjahresfünfte, Franz Echter (MAN) fuhr mit 56 Sekunden Rückstand auf Platz 3. Miki Biasion (I/Iveco) wurde Vierter, dann der erste Kamaz mit dem Kasachen Artur Ardavichus, der im Vorjahr Achter wurde. Matthias Behringer (MAN), der im Vorjahr Zehnter wurde, begann heute als 23. und hat schon 7:36 min Rückstand. Außerdem haben sich folgende Deutsche platziert:
37. Klaus Bäuerle (MAN) + 18:52
40. Thomas Wallenwein (MAN) + 24:19

Bleiben die Quads. Die Frage wird lauten, wer kann in die Phalanx der Patronelli-Brüder (ARG) einbrechen. Marcos gewann 2010, musste aber im Vorjahr aufgeben. Alejandro gewann letztes Jahr und wurde 2010 Zweiter. Auf der ersten Etappe war Sergio La Fuente (URU) schneller und verwies Marcos Patronelli auf Platz zwei (+ 54 s). Mit Tomas Maffei (ARG) ist der Vorjahressiebte auf Platz drei gefahren. Er hat 1:07 min Rückstand. Alejandro Patronelli verlor 2:26 min und liegt auf Platz 7. Deutsche Quadfahrer sind nicht am Start.



Sonntag, 16. Januar 2011

Dakar 2011: Franz Echter verpasst Podium um Sekunden!

Kurz, schnell und ohne Überraschung. Die letzte Etappe brachte an der Spitze der Gesamtklassements keine Veränderungen mehr.
Auf den 826 km von Cordoba nach Buenos Aires gab es nur noch 181 Wertungs-Kilometer.

Bei den Autos gratulieren wir Nasser Saleh al-Attiyah, der anders als in dn letzten Jahren immer kühlen Kopf bewahrte und eine kurze Schwächephase von Carlos Sainz nutzte. Der Katari und seine Navigator Timo Gottschalk sind würdige Sieger. Auf der letzten Etappe gewann aber nochmal Carlos Sainz Sein siebter Etappensieg. Wenn doch die 11. Etappe nicht gewesen wäre. Die Etappe gabs aber und so landet der zweifache Rallye-Weltmeister hinter Giniel de Villiers nur auf Platz 3. Und so gab es einen Dreifachsieg für Volkswagen. Vierter wurde Stephane Peterhansel (BMW)
Matthias Kahle verteidigte seinen 10. Platz. Nach Platz 15 (2009) und 18 (2010) eine feine Leistung. Auch Stephan Schott bot eine klasse Leistung und hielt Platz 20.

Auch Cyril Despres versuchte nochmal alles und nahm dem Sieger bei den Motorrädern, Marc Coma, 92 Sekunden ab. In der Gesamtwertung gewinnt Coma mit 15 Minuten Vorsprung. Die letzte Etappe ging an BMW. Nachdem er auf der 9. Etappe schon mal Zweiter war, gewann Frans Verhoeven die Schlussetappe.
Daniel Schröder wurde bei seinem Debüt als 50. bester Deutscher. Jan Vesely beendete die 2011er Dakar wie im Vorjahr auf Platz 62.

Nur noch 14 Quads starteten heute zur letzten Etappe. Nachdem Lukasz Laskawiec immer besser in Schwung kam, gewann er heute die letzte Etappe und schob sich auch noch in der Gesamtwertung auf den dritten Platz. Der Gesamtsieg war ja Alejandro Patronelli nicht mehr zu nehmen. Sieben Sekunden fehlten am Ende, dann wäre es eine Stunde Vorsprung auf den Zweiten, Sebastian Halpern.

Bei den Trucks sind erst sieben Fahrzeuge im Ziel. Firdaus Kabirow holte sich nochmal einen Etappensieg, die Dakar gewinnt aber der Zar. Wladimir Schagin hat am Ende 30 Minuten Vorsprung auf Kabirow. Franz Echter fehlten am Ende 41 Sekunden auf den Dritten, Ilgizar Mardejew. Schade. Auf der letzten Etappe zeigte der MAN-Pilot nochmal seine ganze Klasse und wurde mit nur 2 Minuten Rückstand auf Kabirow Tages-Dritter.

Samstag, 15. Januar 2011

Dakar 2011: Carlos Sainz zeigt nochmal seine Klasse

Buenos Aires kommt näher. Heute stand schon die vorletzte Etappe auf dem Programm. Von San Juan nach Cordoba waren nochmal 678 km zu absolvieren. Die ersten 100 km sind nochmal sandig. Der Auftakt sollte der spannendste Teil der heutigen Prüfungen werden. Apropos Prüfung: Die war heute für Autos, Motorräder und Quads 555 km lang. Bei den Trucks kamen nur 266 km in die Wertung,

Autos
Carlos Sainz zeigte heute nochmal sein ganzes Können und gewann nochmal eine Etappe. Nach der gestrigen Pleitenetappe mit einem abgerissenen Rad, konnte den Spanier heute auch ein Reifenschaden nicht stoppen. Die vier großen dieser Dakar waren auch heute die schnellsten. Giniel de Villiers wurde Zweiter (+ 2:43 min) und hielt den wohl sicheren Dakarsieger Nasser Saleh al-Attiyah auf Distanz (+ 6:11). Knapp dahinter Stephane Peterhansel (+ 6:55). Der Franzose hatte wie schon auf der gesamten Dakar technische Probleme. Zweimal war ein Reifenwechsel angesagt, am Ende überhitzte auch wieder der BMW-Motor.
Vor dem morgigen Finale führt Nasser al-Attiyah 48:21 min vor Giniel de Villiers.
Matthias Kahle hat seinen zehnten Platz verteidigt. 5 Sekunden hat er auf seinen ärgsten Verfolger Erik van Loon gewonnen. Für´s Finale hat der Görlitzer knapp 15 Minuten Vorsprung. Auch Platz 14 finden wir derzeit Stephan Schott. Einige Fahrer sind aber noch auf der Stecke.

Bei den Motorrädern hat Cyril Despres heute weitere 37 Sekunden auf den Gesamtführenden und heutigen Tagessieger Marc Coma verloren. So geht der Sieger von 2006 und 2009 mit 16:36 min Vorsprung auf den letzten Ritt gen Buenos Aires.
Daniel Schröder hat es tatsächlich noch geschafft. Der KTM-Pilot verbesserte sich auf Platz 49. Top-50 für den Debütanten. Eine starke Leistung. Auch Jan Vesely verbessert sich weiter. Sein 61. Platz ist auch etwas besser als der 62. Platz im Vorjahr.

Nur noch 14 Quads gingen heute ins Rennen. Tagessieger wurde wurde der Franzose Christophe Declerck, der in der Gesamtwertung auf Platz drei liegt. Alejandro Patronelli hielt sich zurück, führt aber die Gesamtwertung weiter mit 58 Minuten vor Sebastian Halpern an.

Zwischenzeitlich machte es ja Wladimir Schagin bei den Trucks mal ein bisschen spannend. Das ist aber lange vorbei. Auch wenn es diesmal nicht die 9 Etappensiege der letzten Dakar geben wird, sieben und damit mehr als die Hälfte aller Etappen sind es auch diesmal geworden. Und eine kann ja noch hinzu kommen. Heute gewann der Zar mit 48 Sekunden vor Firdaus Kabirow, der in der Gesamtwertung aber aussichtslos mit 31 Minuten zurückliegt.
Franz Echter nahm heute seinem Konkurrenten um Platz vier, Ilgizar Mardejew, 1:37 min ab. Der Deutsche hat noch 2:24 min Rückstand. Das kann nochmal eine spannende Schlussetappe geben.
Den 10. Platz dürfte Mathias Behringer sicher haben. Während der deutsche MAN-Pilot mit der neuntbesten Tageszeit eine gute Leistung zeigte, verlor Verfolger Yoshimasa Sugawara viel Zeit. So hat Behringer jetzt einen neuen Verfolger: Martin van den Brinck (NL), aber der hat mehr als eineinhalb Stunden Rückstand...

Freitag, 14. Januar 2011

Dakar 2011: Carlos Sainz erlebt Albtraum

Die drittletzte Etappe führte die Akteure von Chilecito nach San Juan. Insgesamt waren 786 km zu absolvieren, davon sollten 622 km in die Wertung gehen. Die starken Regenfälle haben aber nicht nur Brasilien überflutet, auch Teile der geplanten Strecke wurden unpassierbar. Zunächst warteten wunderschöne Canyons auf die Fahrer bevor man wieder reichlich Sand unter die Reifen nahm. Schöne Kulisse, für die die Fahrer natürlich keine Augen hatten.

Bei den Autos ist wohl die Entscheidung gefallen. Carlos Sainz begann die Etappe zügig und nahm Spitzenreiter Nasser Saleh al-Attiyah auf dem ersten Drittel 84 Sekunden ab. Doch dann kam der Nachmittag der heiß war und dem Titelverteidiger schwer zusetzte. Bei km 412 setzte ein Schlagloch der Aufholjagd ein Ende. Das rechte Vorderrad riss ab und Sainz verlor über eine Stunde. Der Weg ist nun frei für Nasser al-Attiyah. Neuer Gesamtzweiter ist nun Giniel de Villiers. Mit fast 52 Minuten Rückstand müsste aber schon ein Wunder geschehen, um dem Katari noch den Sieg streitig zu machen. Dafür hat nun BMW wieder einen Podestplatz im Blick. Stephane Peterhansel wurde heute Zweiter und hat in der Gesamtwertung nur noch eine viertel Stunde Rückstand auf Carlos Sainz.
Matthias Kahle bleibt weiter gut im Rennen. Der Görlitzer verteidigte auch heute Platz 10. Es ist aber noch ein harter Kampf, diese Position ins Ziel zu retten. Der Niederländer Erik van Loon wird immer stärker und hat nur noch 15 Minuten Rückstand.

Cyril Despres ging mit seinem Motorrad auf die Jagd auf den Spitzenreiter Marc Coma. Etwas Zeit (2:11 min) konnte der Franzose gut machen. Das muss den Spanier Coma aber bei weiterhin 16 Minuten Vorsprung nicht wirklich beeindrucken. Weiter gut unterwegs ist Debütant Daniel Schröder, der nun auf Platz 54 liegt. Heute reichte es mit nur 57:34 min Rückstand auf Despres für die 37. beste Zeit. Jan Vesely ist 66.
Aufgeben musste leider Christina Meier. Sie trat heute nicht mehr an. Schade, Denn die 38-jährige fuhr bis zur 9. Etappe eine gute Dakar.

Bei den Quads nahm heute Sebastian Halpern dem Spitzenreiter Alejandro Patronelli 4:36 min ab. Was soll Patronelli führt in der Gesamtwertung weiter mit mehr als einer Stunde Vorsprung auf Halpern.

Ähnlich übersichtlich ist das Klassement bei den Trucks. Wladimir Schagin holte heute schon seinen sechsten Tagessieg und führt nun mit einer halben Stunde vor seinem ärgsten Rivalen Firdaus Kabirow.
Franz Echter hat heute leider einen Platz verloren. Der MAN-Fahrer wurde nur Tages-10. und fiel damit hinter Ilgizar Mardejew auf Platz 5. Dritter ist weiter Eduard Nikolajew. So sieht KAMAZ nun schon einem Vierfachseg entgegen. Den KAnn aber Franz Echter noch verhindern. Sein Rückstand auf Mardejew beträgt nur 4 Minuten.
Weiter auf Platz 10 liegt Mathias Behringer. Er hat fast 2 Stunden Vorsprung auf den 11., Yoshimasa Sugawara. Nach vorn geht aber auch nichts mehr. Der Neunte, Teruhito Sugawara, hat mehr als drei Stunden Vorsprung. Dieter Depping haben wir in den Ergebnislisten wiedergefunden. Er wird auf Platz 27 geführt, einen Platz vor Andrea Mayer.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Dakar 2011: Vorentscheidung für Al-Attiyah?

Die 10. Etappe führte von Copiapo nach Chilecito. Der Zielort klingt zwar nach Chile, aber er liegt in Argentinien. Das große Feld kehrte also heute zurück nach Argentinien. Dabei war die Wertungsstrecke recht kurz. 686 km Verbindung standen nur 176 km Wertung gegenüber. Es war trotzdem hart für Mensch und Material, schließlich galt es die Anden zu überqueren. Nach dem Ritt über den El Paso San Francisco und dessen angenehmer Kühle ging es hinunter in die heißen Fiambala-Dünen. Kurz, aber knackig war die Etappe also.

Anders als gestern war Nasser Saleh al-Attiyha heute wieder schneller als sein Rivale Carlos Sainz. Der Katarer, bei dem Timo Gottschalk navigiert, nahm dem Spanier heute mehr als neun Minuten ab. So muss Sainz auf dem letzten 3 Etappen 12:37 min aufholen. Nicht unmöglich, aber Al-Attiyah müsste schon ein grßerer Fehler unterlaufen, will Sainz nochmal ran kommen. Tagessieg ging heute an Giniel de Villiers, der mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz damit einen BMW-Tagessieg verhinderte. Hinter dem Südafrikaner kamen die BMW-Piloten Krzysztof Holowczyc und Stephane Peterhansel ins Ziel.
Nicht unter den Top 30 geführt wird Matthias Kahle, der gestern noch auf Platz 10 des Klassements lag. Am 2. Checkpoint war der Görlitzer nur 53. und hattr auf den Führenden über 4 Stunden verloren.
Auf Platz 20 liegt Stephan Schott, der nun bester Deutscher ist.

Bei den Motorrädern ist heute auch eine Vorentscheidung gefallen. Marc Coma nahm seinem Verfolger Cyril Despres fast 10 Minuten ab und dürfte ohne einen schweren Fehler kaum noch einzuholen sein. Sein Vorsprung beträgt nun gut 18 Minuten. Despres veerlor heute, weil er wie Carlos Sainz bei km 97 in das falsche Tal abbog.

Der Dominator bei den Quads, Alejandro Patronelli, ließ es heute etwas gemütlich angehen und wurde Tagesfünfter. Der Argentinier bliebt 1:11 Std. vor seinem ärgsten Verfolger, Sebastian Halpern. Der lieferte sich heute mit einem weiteren Argentinier, Jorge Santamarina, einen spannenden Kampf um den Tagessieg. Am Ende holte sich Santamarina seinen ersten Dakar-Etappensieg. Und wenn ich nichts verpasst habe, war es zugleich der erste Etappensieg, der nicht mit einer YAMAHA errngen wurde. Santamarina fährt Honda.

Bei den Trucks bleibt eines konstant: Der Führungswechsel. Heute also wieder Wladimir Schagin. Der "Zar" nahm Firdaus Kabirow heute 21 Minuten ab und fährt nun seinem dritten Dakar-Sieg entgegen. 17:27 min sind eine große Hypothek für Kabirow.
Weiter auf Kurs bleibt auch Franz Echter. Der Deutsche MAN-Pilot verbesserte sich heute auf Platz 4. Eine grandiose Leistung.
Gestern ausgeschieden ist Gerhard Walcher, der nach 3 Jahren Unterbrechung wieder bei der Dakar aktiv war. Bei der insgesamt vierten Teilnahme war es die dritte Aufgabe. Nach der 9. Etappe lag der Mercedes-Fahrer auf Platz 40.

Dienstag, 11. Januar 2011

Dakar 2011: Sainz dominiert Wüstenetappe gegen Wüstensohn

Auf den ersten blick sah es heute etwas leichter aus als in den letzten Tagen. Rund um Copiapo waren heute nur 235 km zu absolvieren. Dazu kamen 35 km Verbindungsstrecke. Aber die Dakar äre nicht die härteste rallye der welt, wenn nicht auch heute viel Zeit zu verlieren wäre. Auf die Fahrer wartete ein Auf und Ab der Dünen in der majästätischen Wüste.

Bei den Autos fand der Wüstensohn Nasser Saleh Al-Attiyah seinen Meister in Carlos Sainz. Der nahm dem Katarer fast 2 Minuten ab und hält die Spannung im Zweikampf um den Gesamtsieg. Im Kampf um Platz 3 hat Giniel de Villiers seinen Vorsprung ausgebaut. Stephane Peterhansel verlor erneut gut 2 Minuten. Dass der BMW-Pilot noch den Dreifachsieg von Volkswagen verhindern kann, ist bei inzwischen 63 Minuten Rückstand auf de Villiers eher fraglich. Nun, nächstes Jahr gibt es eine neues Auflage der Dakar.
Matthias Kahle hat auch heute seinen 10. Platz gehalten und ist weiter bester deutscher Fahrer. Nicht so gut kam Stephan Schott über die Dünen. Der Routinier wurde heute nur 54. und rutschte in der gesamtwertung auf Platz 22 ab. Eine Zurückeroberung des 20. Platzes ist ziemlich aussichtslos, angesichts der Tatsache, dass Schott nun 2:20 Stunden Rückstand auf den erst gestern erkämpften Platz hat.

Bei den Motorrädern waren heute die KTMs mal in der Verfolgerrolle. Besindere Spannung bekamm der heutige Tag, weil die Fahrer von der Lienie zeitgleich starteten. Die besten 10 zu erst, dannach immer 20 Motorräder nebeneinander. Gleich die ersten zehn zeigten, dass man auch gemeinsam in die Irre fahren kann. Nach 20 km hatten neun von zehn Fahrern die falsche Idee und ließen Helder Rodriguez ziehen. Was die anderen nicht ahnten: Der war auf dem richtigen Weg und fuhr davon - bis km 225. Dann stoppte den Portugiesen eine Treibstopppanne. Und so kam ein Mann aus dem hinteren Feld in den Genuss des Tagessieges: Jonah Street. Der Amerikaner verbesserte sich in der Gesamtwertung um einen Platz auf Position 14. Der Zweikampf an der Gesamtwertungsspitze wurde heute 6 bzw. 7 Minuten hinter dem Tagesbesten ausgetragen. Dabei gewann Cyril Despres 65 Minuten auf den Spitzenreiter Marc Coma. Der Spanier hat aber weiter komfortable 8:14 min Polster für die letzten 4 Etappen.
Daniel Schröder hat wieder ein paar Plätze gewonnen und liegt nun auf Platz 62. Ein kleiner Trost, denn vor seinem Einbruch auf der 6. Etappe (114.) war der KTM-Fahrer schon mal 47.
Jan Vesely kam in den Dünen nicht so gut zurecht und verlor ein paar Plätze. Am heutigen Tag kam er noch hinter Chistina Meier ins Ziel und fiel auf Platz 69. Christina Meier ist nun 77.

Wie schon heute war bei den Quads Alejandro Patronelli der große Gewinner. Er gewann die Etappe und baute seine Führung gegenüber Sebastian Halpern auf 1:16 Stunden aus. Wenn Patronelli heil im Ziel in Buenos Aires ankommt, dürfte ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen sein.

Bei den Trucks geht der Zweikampf bei Kamaz weiter. Diesmal kam wieder Firdaus Kabirow mit dem Parcours besser zurecht. Er nahm seinem Kapitän Wladimir Schagin gleich 7:38 min ab und ging so wieder an die Spitze der Gesamtwertung. Schagin muss nun also zurückschlagen. Sein Rückstand: 4:11 min. Es bleibt also spannend. Völlig von der Rolle war heute Ales Loprais, der heute gleich mehr als 2 Stunden verlor und so seinen TATRA aus dem Titelkampf nahm.
Auch Franz Echter könnte nun noch den Tschechen, der nur noch Vierter ist, abfangen. Ihm fehlen noch 41 Minuten. Dritter ist übrigens KAMAZ-Fahrer: Eduard Nikolajew, der im Vorjahr noch Co-Pilot bei Wladimir Schagin war.
Weiter auf Platz 10 liegt Mathias Behringer.

Dakar 2011: Irrer Ritt: Schagin prügelt seinen Kamaz durch die Wüste

Die achte Etappe der Dakar führte von Antofagosta Richtung Süden nach Copiapo. 508 Wertungskilometer, auf denen verschiedenste Talente abgerufen wurden, standen auf dem Programm.
In den Weiten Chiles gab es heute kaum Orientierungspunkte, was das Navigieren recht schwer machte. Dazu kamen Bergbauwege, auf denen man vorsichtig sein musste, um sich nicht das Fahrzeug zu ramponieren und dann gab es da noch einen langen Sandabschnitt.

Bei den Autos war ein Wüstensohn der Beste in der Chilenischen Einöde: Nasser Saleh Al-Attiyah, der den Parcours gemeinsam mit seinem Navigator Timo Gottschalk am schnellsten meisterte. 6:36 min nahm der Katarer dem Titelverteidiger und bisher führenden Carlos Sainz ab. Der Spanier bot lange ein brillantes Rennen, bis ihn gegen Ende der Etappe die Konzentration verlies und er seinen Touareg gleich zweimal in eine Düne setzte. Auch in der Gesamtwertung liegt Al-Attyiah nun mit 5 Minuten Vorsprung auf Platz 1.
Endgültig vorbei ist der Kampf um das Podest wohl für Stephane Peterhansel. Der Franzose ist weiter vom Pech verfolgt. Heute war es zu Beginn des Rennens wieder einmal ein Reifen. Am Ende der Etappe drohte dann auch noch die Überhitzung und damit der Verlust des Motors. Der BMW-Pilot musste also vorsichtig ins Ziel Rollen und verlor auf die Spitze mehr als eine Stunde. Neuer Dritter ist nun Giniel de Villiers. Mit seinem Co-Piloten Dirk von Zitzewitz liegt er nun in der Gesamtwertung 45 Minuten vor Stephane Peterhansel. So kann Volkswagen vielleicht einen Dreifachsieg landen. Noch sind es aber 5 Etappen. Vielleich tkämpft sich ja BMW nochmal zurück.
Von den deutschen Fahrern schneidet weiterhin Matthias Kahle am Besten ab. Der Görlitzer liegt weiter auf Platz 10. Die Platzierungen der Deutschen liegen mir noch nicht vor.

Bei den Motorrädern hielt heute Marc Coma seinen Rivalen Cyril Despres auf Distanz. Der Spanier baute seinen Vorsprung um fast 2 Minuten auf insgesamt 9:19 min aus. Trotzdem: Ohne die 10-Minuten-Zeitstrafe wäre Despres immer noch Spitzenreiter. Francisco Lopez Cpntardo verlor heute 4:21 min auf Coma, hat aber mit gut 22 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung noch Außenseiterchancen.
Jan Vesely schiebt sich von Tag zu Tag weiter nach vorn. Nun ist er schon 65. und liegt in etwa auf der Positioon des Vorjahres (62.). Einen großen Satz nach vorn machte heute Debütant Daniel Schröder. Der 21-jährige Yooungster überraschte mit Tagesplatz 37 und rückte auf Platz 66 vor. Christina Meier ist schon besser als im Vorjahr. Die Sherco-Pilotin liegt nach einer ordentlichen Etappe auf Platz 78.

Bei den Quads ist Alejandro Patronelli wieder zurück. Nach der Schwäche gestern (11.) und dem damit verbundenen Verlust der Führung auf der Dakar, kam der Argentinier heute zu seinem 4. Etappensieg auf der Dakar 2011. Tomas Maffei hatte heute riesige Problem und kam nicht unter die ersten zehn. So holte sich Patronelli die Führung zurückt. Ärgster Verfolger ist jetzt Sebastian Halpern, der aber fast eine Stunde Rückstand hat. Aber gestern und auch heute sah man: Was ist schon eine Stunde...

Eine irre Leistung bot Wladimir Schagin auf seinem Kamaz. Mit seinem schweren Truck gab er sich nur 4 Touaregs geschlagen. Der Russe ließ alle Motorräder hinter sich! Was für eine Leistung! Der Zar nahm heute Firdaus Kabirow fast 32 Minuten, dem Tschechen Ales Loprais mehr als 41 Minuten ab und setzte sich wieder an die Spitze. Aber Firdaus Kabirow ist noch nicht geschlagen. Er hat 3:27 min Rückstand. Ales Loprais hat wohl seine Siegchancen heute eingebüßt. gut 29 Minuten dürften gegen die starken Kamaz-Piloten zu viel sein.
Bester Deutscher bleibt Franz Echter, der weiter auf Platz 5 fährt. Die anderen deutschen sind noch nicht im Ziel.